Katzenrassen und Katzenarten

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Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren – schon seit 6000 Jahren. In dieser Zeit begannen die Ägypter, wilde Katzen als Mausjäger in ihren Kornkammern einzusetzen. Schließlich wurden sie sogar als Gottheit verehrt und hielten Einzug in die privaten Räume der Menschen.

Katzenrassen und wilde Katzen

Daneben gab und gibt es natürlich noch viele ungezähmte, wilde Katzen, die weiterhin in der freien Natur leben. Zu ihnen gehören Großkatzen wie Löwe, Jaguar, Leopard oder Tiger und auch Kleinkatzen wie Karakal, Serval, Fischkatze oder Puma. Sie haben sich optimal an die ihre jeweiligen Lebensbedingungen angepasst.

Fischkatzen entwickelten Schwimmhäute zwischen ihren Zehen, um besser schwimmen zu können. Der Kanadische Luchs besitzt besonders breite Pfoten, die ihm ein schnelles Fortkommen in tiefem Schnee ermöglichen. Der Gepard hat Krallen an seinen Füßen, die wie Spikes wirken und eine Sprintgeschwindigkeit von 110 km/h ermöglichen.

Katzenrassen Unterteilung

Eine erste Unterteilung der Katzenarten erfolgt in diese 4 Kategorien:

Die wichtigste Auflistung der Katzenrassen im Bereich der Hauskatzen erfolgt bei den Kurzhaarkatzen, welche unten festgehalten sind. Neben den Kurzhaarkatzen gibt es allerdings auch noch einige Langhaarkatzen, die von Bedeutung sind. Diese folgen an dieser Stelle.

Bei den Kurzhaarkatzen unterscheidet man generell die Gruppe der British und American Shorthair von den Orientalischen Kurzhaarkatzen. Zur Gruppe der British und American Shorthair gehören viele Katzen, in die aus Großbritannien oder den USA stammen. Einige der Katzenrassen, die in den USA entstanden, gehen auf Katzen zurück, die von Einwanderern nach Amerika gebracht wurden.

 

Wichtige Katzenrassen Übersicht (Kurzhaarkatzen):

Weitere Kurzhaarkatzen im Portrait:

American Bobtail Shorthair

Ein American Bobtail Shorthair ist leicht zu erkennen: Er trägt einen kurzen Stummelschwanz. Die Rasse der American Bobtail Shorthairs ist relativ neu. Es gibt sie erst seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Schwänze der American Bobtail Shorthairs sind um die Hälfte oder sogar um ein Drittel kürzer als bei anderen Katzenrassen. Diese Besonderheit ist durch eine genetische Mutation entstanden, ähnlich wie bei der Manx-Katze.

American Bobtail Shorthair – Merkmale und Verhalten

Kein Zusammenhang besteht jedoch zwischen der Rasse der American Bobtail Shorthair und den japanischen Bobtails. Die Gene, die die jeweilige Verkürzung des Schwanzes verursacht haben, sind völlig verschieden. Der kurze Schwanz der American Bobtail Shorthairs stellt aber keineswegs einen Nachteil für die Katzen dar, weder ihre Bewegungen noch ihr Gleichgewicht werden dadurch negativ beeinflusst.

Das Fell der American Bobtail Shorthair ist kurz, dicht und fast ein wenig struppig. Bezüglich der Fell- und Augenfarbe sind sie sehr variabel. American Bobtail Shorthairs entwickeln sich in der Regel ziemlich langsam; erst nach zwei oder drei Jahren haben sie ihre volle Größe erreicht.

American Bobtail Shorthairs pflegen oft einen intensiven Kontakt zu den Menschen und gelten als eher ruhige Tiere. Scheu zeigen sie vor allem Fremden gegenüber. American Bobtail Shorthairs sollte man nicht allein halten, sie lieben die Gesellschaft mit anderen Tieren – seien es Katzen oder auch Hunde.

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American Curl Shorthair

Die American Curl ist durch eine besondere Ohrenform gekennzeichnet. Der Ohrknorpel ist äußerst elastisch, dadurch biegen sich die Ohren der American Curl nach hinten. Entstanden ist diese Rasse in Lakewood, einer Stadt im südlichen Kalifornien. Die Besonderheiten der American Curl sind das Ergebnis genetischer Mutationen. Ausgangspunkt war der Fund zweier streunender Katzen im Jahr 1981, die genau diese für die American Curl charakteristischen Mutationen aufwiesen. Im Jahr 1985 wurde diese Rasse von der TICA offiziell registriert.

American Curl Shorthair – Merkmale

Kurz nach der Geburt zeigen viele dieser Katzen noch nicht die typischen Ohrenmerkmale; diese beginnen sich erst nach etwa zwei bis drei Tagen langsam auszubilden, abgeschlossen ist diese Entwicklung jedoch erst nach etwa 4 Monaten. Kreuzt man die American Curl mit einer anderen Hauskatze, tritt die charakteristische Ohrenform nur bei etwa 50 Prozent der Tiere auf.

  • Aber nicht allein an ihren Ohren ist die American Curl leicht zu erkennen: Sie besitzt einen schlanken Körper mittlerer Größe.
  • Ihre Muskulatur ist – abgesehen von der Beinmuskulatur – eher mäßig ausgebildet.
  • Ihre Augen sind leicht schräg angeordnet.
  • Auffallend ist darüber hinaus das stark ausgeprägte Kinn der American Curl.

Fell und Pflege, Haltung

Die American Curl hat weiches, seidenes Fell, das relativ wenig Pflege benötigt. Sie ist auf der ganzen Welt sehr beliebt, vor allem in den USA, in Japan, Russland, Spanien und Frankreich.

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Bildquelle: Wikipedia – Nickolas Titkov from Moscow, Russian Federation – ACL Pointocurl Fiorentina – CC BY-SA 2.0


American Wirehair

Die American Wirehair gehört zu den eher seltenen Hauskatzen. Beliebt ist sie nur in den USA und in Kanada, in Deutschland oder Japan wird sie dagegen eher selten gezüchtet. Die Zucht der American Wirehair begann 1966, als auf einer Farm im Bundesstaat New York eine Katze geboren wurde, die ein ungewöhnlich „drahtiges“ Fell besaß.

Nach dem Verkauf des seltsamen Tieres an die Katzenzüchterin Joan OShea wurde die Zucht der American Wirehair gestartet. Offiziell anerkannt ist diese Rasse seit 1977.

American Wirehair Merkmale und Aussehen

Rein äußerlich ist die American Wirehair manchmal leicht mit einer Rexkatze zu verwechseln. Denn bisweilen ähneln die Haare der Form nach Korkenziehern. Das Fell der American Wirehair ist im Allgemeinen dicht und grob, sogar ihre Schnurrhaare weisen eine leichte Wellung auf. Es kann je nach Züchtung ganz unterschiedliche Farben aufweisen.

  • Bezüglich des Körperbaus ähnelt die American Wirehair der American Shorthair.
  • Die American Wirehair verfügt wie die American Shorthair über eine robuste Gesundheit und ist gegenüber vielen Krankheitserregern resistent.

Haltung und Pflege

Die American Wirehair gilt als anhängliche, intelligente Katze. Sie verträgt sich ohne Probleme mit Kindern, Artgenossen oder anderen Tieren. Bei der Haltung muss man jedoch darauf achten, dass die American Wirehair stets die Möglichkeit hat, ihrem Bewegungsdrang und ihrer Spielfreude freien Lauf zu lassen.

American-Wirehair


Asian Tabby

Die Linie der Asian Tabby begann mit der Kreuzung einer Burma- mit einer Chinchilla-Katze im Jahr 1981. Dass aus einer solchen Mischung eine enorme Vielfalt an Fellzeichnungen, Grundfarben und Felllängen hervorgehen würde, darüber war man sich früh bewusst. Ein Asian Tabby kann sowohl ein geticktes, getigertes als auch ein getupftes Fell haben oder auch die normale Classic-Tabby-Zeichnung. Das getickte Muster ist jedoch bei Weitem das häufigste. Das Fell der Asian Tabby erfordert in der Regel wenig Pflege.

Asian Tabby – Merkmale und Charakter

Die Asian Tabby besitzt einen mittelgroßen, athletischen Körper. Insbesondere der Brustbereich wirkt sehr muskulös. Von der Schulter bis zum Rumpf zieht sich ein gerader Rücken. Die Beine sind eher zierlich gebaut – ebenso wie die Pfoten. Die Hinterbeine der Asian Tabby sind etwas länger als die Vorderbeine.

  • Die Form des Kopfes erinnert an einen kurzen, stumpfen Keil. Dennoch sind die Gesichtskonturen keinesfalls kantig, sondern zeigen eher eine sanfte Form. Markant sind die Wangenknochen der Asian Tabby.
  • Ihre Ohren sind vergleichsweise groß, stehen weit auseinander und leicht nach vorn. Besitzer sagen der Asian Tabby besonders ausdrucksvolle Augen nach, die Augen haben in der Regel eine Farbe, die zwischen einem Gelb und Farbe von Bernsteinen changiert.

Die Asian Tabby gelten als aktiv und temperamentvoll. Für genügend Freiräume sollte man bei der Haltung unbedingt sorgen.

Asian-Tabby


Burma

Die Burma-Katze stammt vermutlich – wie der Name schon sagt – aus Burma. 1933 soll ein Arzt der US-Navy sie nach Kalifornien gebracht haben. Die Rasse der Burma-Katze wurde schließlich 1936 offiziell anerkannt. Beliebt ist die Burma-Katze heutzutage hauptsächlich in Großbritannien, Australien und Neuseeland.

Burma Katze – Merkmale und Verhalten

Burma-Katzen besitzen zwar einen kräftigen Körperbau, wirken jedoch nicht schwerfällig, sondern überaus agil. Das Fell der Burma-Katzen ist kurz und fühlt sich beinahe wie Seide an. Zeichnungen weisen Burma-Katzen selten auf, sie sind in der Regel einfarbig. Für Burma-Katzen mit einer dunkelbraunen Färbung und einer dunklen Nase verwendet man die Fachbezeichnung „Seal“.

  • Häufig sagt man von Burma-Katzen, dass sie wie Steine wirken, die man in Seide eingewickelt hat, denn für ihre Größe sind sie recht schwer: Ausgewachsene Männchen wiegen im Durchschnitt fünf bis sechs Kilo.
  • Markant sind außerdem die ausdrucksvollen Augen, die häufig bernsteinfarben sind.

Krankheiten, Pflege und Haltung

Burma-Katzen leiden bisweilen an einer artspezifischen Krankheit: an dem sogenannten kongenitalen Vestibularsyndrom. Die Folgen dieser vererbbaren Krankheit sind Gleichgewichtsstörungen und im Extremfall Taubheit. Abgesehen davon handelt es sich bei der Burma-Katze um eine gesundheitlich sehr robuste Katze, die ein Alter von 17 Jahren erreichen kann.

Die Burma-Katze eignet sich aufgrund ihres Charakters hervorragend für Familien mit Kindern. Denn Burma-Katzen gelten als sehr unempfindlich gegenüber Stress, sind zudem sehr verspielt und neugierig. Sie sind keine Einzelgänger und sollten am besten zusammen mit einem Artgenossen gehalten werden.

burma-katze


Burmilla

Die Burmilla-Katze ist das Produkt der Kreuzung einer männlichen Perserkatze mit einer weiblichen Burma-Katze. Die männliche Perserkatze besaß eine Chinchilla-Fellzeichnung.

Die ungewöhnliche Mischung der beiden Rassen erzeugte eine Katze, bei der das Fell eine Kombination des kurzen Haares der Burmakatze mit der silbernen Farbe der Perserkatze darstellte. Die Anerkennung der neuen Rasse erfolgte in England, ein Großteil der Züchtung erfolgte nach der Anerkennung jedoch in Dänemark.

Burmilla – Merkmale und Haltung

Ihr Körper ist kräftig, jedoch nur mittelgroß und hat kurze kräftige Beine. Typisch für die Burmilla-Katze ist die runde Kopfform und die kurze Nase. Die großen Ohren stehen weit voneinander ab. Meist haben die Burmilla grüne Augen.

Die Burmilla-Katze gilt als sehr ruhig, friedliebend und benötigt eine intensive Zuwendung durch den Menschen.

Burmilla


California Spangled

Ausgangspunkt für die Züchtung der California Spangled war die Erschütterung des Drehbuchautors Paul Casey, der in Afrika beobachtete, wie Leoparden getötet wurden. Er entschloss sich also, eine Hauskatze zu züchten, die ein Fell tragen sollte, das mit einer speziellen Zeichnung versehen ist. Diese sollte so aussehen, wie bei einem Afrikanischen Leoparden. Die Züchtung war langwierig und schwierig, aber dennoch erfolgreich: Die California Spangled gleicht tatsächlich einem Miniatur-Leoparden.

California Spangled – Merkmale und Charakter

Für die Zucht wählte Paul Casey Zuchttiere aus vier Kontinenten aus. So finden sich in der California Spangled die Merkmale von sowohl von Abessinier, Wild Abyssinian, American Shorthair, Angora Silber Tabby, British Shorthair, Manx, Siam Seal Point als auch von einer Straßenkatze aus Kairo und einer kurzhaarigen Katze aus Malaysia.

Zunächst hatte die California Spangled Katze einen schlechten Ruf, denn sie wurde nicht wie sonst üblich auf einer Ausstellung präsentiert, sondern in einem Weihnachtskatalog eines Versandhauses. Da der Preis mit 1.400 Dollar enorm hoch war, wurde sie schnell als Designer-Katze für Reiche deklariert. Somit war die ursprüngliche Intention Paul Caseys in ihr Gegenteil verkehrt, die California Spangled erlangte den Ruf, ein rein kommerzielles Produkt zu sein.

Wesen und Verhalten

Neben der an Leoparden erinnernden Fellzeichnung weist die California Spangled einen kräftigen Körperbau auf. Sie ist mit einem Maximalgewicht von 8 kg verhältnismäßig schwer. Die California Spangled zeichnet sich durch ein ruhiges, aber geselliges Wesen aus.

California-Spangled-Katze


Chausie

Die Chausie ist aus einer Kreuzung von Hauskatze und Rohrkatze hervorgegangen. Vorbild waren Katzen, wie man sie schon im alten Ägypten kannte und verehrte. Zu diesem Zweck nahm man zur Züchtung die Rohrkatze, die der Chausie einen wilden Charakter verleihen sollte. Seit 1995 sind die Chausie offiziell registriert.

Chausie – Merkmale und Charakter

Die Chausie faszinieren durch ihre stolze Erscheinung und ihren würdevollen Gang. Diese Wirkung wird ergänzt durch einen Körper, der überaus schlank ist. Der Kopf ist keilförmig, die Wangenknochen stark ausgeprägt.

Die Chausie-Männchen sind deutlich größer als die Weibchen. Die Chausie verfügen über eine große Sprungkraft, die durch die längeren Hinterbeine begünstigt ist. Das Fell ist in der Regel etwas länger als bei gewöhnlichen Kurzhaarrassen und zudem sehr dicht und sogar wasserfest.

Einer Chausie merkt man die Wildheit ihrer Vorfahren an – sowohl äußerlich als auch in einigen Charakterzügen. So sind sie zwar nicht aggressiv, dennoch besitzen sie ausgesprochen viel Energie beim Jagen, Toben und Spielen. Auch ihre Kletterfertigkeiten sind ungewöhnlich gut ausgebildet.

Haltung und Pflege

Aus diesem Grund sollten die Besitzer stets darauf achten, dass die Chausie genügend Möglichkeiten zu einer Beschäftigung hat. Spielzeuge sind deshalb unverzichtbar – gerade für Jungtiere. Stärker als bei anderen Katzenrassen ist ihre Anhänglichkeit bezüglich des Menschen ausgebildet, diese erinnert beinahe an die Treue eines Hundes. Auch deshalb sind Chausies die idealen Katzen für eine Familie.

Chausie


Exotic Shorthair

Die Rasse der Exotic Shorthair entstand durch eine gezielte Kreuzung Amerikanischer Kurzhaarkatzen mit Perserkatzen. Später hat man diese Mischform zusätzlich mit der Burma-Katze gekreuzt. Das Ergebnis war eine Katze, die die positiven Eigenschaften der Perserkatze und der Amerikanischen Kurzhaarkatze miteinander verband: So kombiniert die Exotic Shorthair die für Perserkatzen typische Körperform mit dem leicht zu pflegenden Fell der Amerikanischen Kurzhaar-Katze.

Exotic Shorthair – Merkmale und Charakter

Auch die für Perserkatzen typische Gemütsruhe ist Kennzeichen der Exotic Shorthair. Hinsichtlich der Klassifizierung ergeben sich dadurch aber Probleme: So ist man sich nicht einig darüber, ob man die Exotic Shorthair zu den Kurz- oder Langhaarrassen zählen soll. Aufgrund des Fells müsste man sie zu den Kurzhaarrassen zählen, die Abstammung von der Perserkatze würde jedoch eine Einordnung in die Rassen der Langhaarkatzen begründen.

Parallel zur Züchtung der Exotic Shorthair in den USA wurden auch in Großbritannien vergleichbare Züchtungsversuche unternommen. Das Ergebnis dieser Züchtungen bezeichnete man schließlich als British Exotic, damit eine Abgrenzung zu der in den USA gezüchteten Form möglich war.

Haltung und Pflege

Kennzeichen der Exotic Shorthair Katze ist ihr stämmiger und ein wenig untersetzter Körper. Der Kopf ist überaus groß. Das Fell ist gegenüber anderen Kurzhaarkatzen relativ lang, fast plüschig. Farblich können die einzelnen Exemplare dieser Katzenrasse stark voneinander abweichen.

Beliebt ist die Exotic Shorthair vor allem aufgrund ihres niedlichen Gesichts, das ihr ein beinahe kindliches Aussehen verleiht. Ein bekannter Vertreter dieser Rasse ist übrigens der Comic-Held Garfield.

Exotic-Shorthair


Havana Brown

Die Rasse der Havana-Katzen entstand rein zufällig – und zwar durch eine Kreuzung eines Siam-Seal-Point-Katers mit einer Kurzhaarkatze, die jedoch auch Anteile einer Siam-Seal-Point-Katze und einer schwarzen Perserkatze in ihren Genen trug. Durch die Kreuzung wurde 1952 ein Kater geboren, der ein einheitlich braunes Fell hatte. Ursprünglich wollte die Züchterin Colourpoint-Perser züchten, doch mit Havana-Katze war ihr ein Zufallstreffer gelungen; nur wenig später, im Jahr 1959, wurden die Havana als neue Katzenrasse offiziell anerkannt.

Havana Katze – Merkmale und Verhalten

Nach ihrer offiziellen Anerkennung wurde die Havana-Katze insbesondere in Großbritannien häufig mit Siamkatzen gekreuzt. Abgelehnt wurde die Kreuzung mit Siamkatzen jedoch in den USA und Japan. Aus diesem Grund unterscheiden sich europäische Havana-Katzen zum Teil von ihren auf anderen Kontinenten gezüchteten Artgenossen.

Havana-Katzen, die außerhalb Europas gezüchtet werden und nicht mit Siamkatzen gekreuzt werden, nennt man auch Havana-Brown-Katzen. Diese zeichnen sich durch eine kürzere Nase und ein runderes Gesicht aus.

Haltung und Pflege

Havana-Katzen werden häufig als intelligent, aufgeweckt, gesellig und zutraulich beschrieben. Sie können mitunter sehr temperamentvoll und anhänglich sein. Ihre Stimmen setzen sie gern lautstark ein, womit sicher nicht alle Besitzer immer gut zurechtkommen.

Etwas ausgeglichener und auch etwas leiser sind dagegen die Havana-Brown-Katzen. Manchmal wird der Havana-Katze jedoch ein wenig Eigensinn nachgesagt. Die Pflege des Felles ist in der Regel nicht sehr zeitaufwendig oder schwierig.

Havana-Brown


Japanese Bobtail Shorthair

Die Japanese Bobtail Shorthair ist eine Katzenrasse mit einem schmalen, länglichen Körper. Diese Körperform verleiht ihr einen Ausdruck von Eleganz. Zudem ist sie muskulös, was ihrer eleganten Erscheinung jedoch keinen Abbruch tut. Lang sind ebenso ihre Beine.

Japanese Bobtail Shorthair – Merkmale und Verhalten

Das markanteste Merkmal der Japanese Bobtail Shorthair ist sicherlich ihr Stutzschwanz. Deshalb hat man ihr in Deutschland auch den Beinamen Stummelschwanzkatze gegeben. Aber auch die Bezeichnung Chrysanthemenkatze ist hierzulande geläufig. Die Verbindung zur Chrysantheme wird über die Schwanzhaare der Japanese Bobtail Shorthair hergestellt: Denn diese sind dicht und lang und ähneln sehr der Blütenquaste einer Chrysantheme.

Der Kopf der Japanese Bobtail Shorthair ähnelt der Form nach einem Dreieck mit weichen Kanten. Die Wangenknochen sind in der Regel gut ausgebildet. Ihr Maul wirkt breiter als bei anderen Katzenrassen. Begeistert sind viele Besitzer der Japanese Bobtail Shorthair von ihren Augen: Diese sind groß, haben eine leicht ovale Form und sitzen etwas seitlich am Kopf. Die Farbe des Felles ist bei dieser Rasse nicht festgelegt.

Haltung und Pflege

Die Katzenrasse der Japanese Bobtail Shorthair hat in Japan eine lange Tradition. Wie verbreitet diese Rasse bereits in der Vergangenheit war, das zeigen die zahlreichen historischen Bilder, auf denen man die Japanese Bobtail Shorthair sehen kann. Dort wird sie als Glücksbringer dargestellt. Ihre schwanzlose Form ist dadurch bedingt, dass man in Japan den fehlenden oder zumindest kurzen Schwanz der Katze als Zeichen ihres guten Charakters deutet. Lange Schwänze symbolisieren jedoch ein hereinbrechendes Unglück.

Japanese-Bobtail


La Perm Shorthair

La Perm Shorthair-Katzen erkennt man unter anderem an ihrem gekräuselten Fell. Ihr Name geht auf einen in der englischen Umgangssprache verwendeten Ausdruck für „Dauerwelle“ zurück. Die La Perm Shorthair-Katzen sind eine relativ junge Züchtung. Sie entstanden 1982 durch eine zufällige Mutation. Das Bild oben ist leider keines einer reinrassigen La Perm Shorthair Katze.

La Perm Shorthair – Verhalten und Merkmale

Der Kopf der La Perm Shorthair-Katzen hat in der Regel eine dreieckige Form. Sehr markant und breit ausgebildet sind ihre Schnurrhaarkissen. Die Augen der La Perm Shorthair-Katzen sind ungewöhnlich groß. Ausgewachsene Männchen erreichen ein Körpergewicht von drei bis fünf Kilogramm, Weibchen werden jedoch deutlich kleiner und wiegen in der Regel nur zwei bis vier Kilogramm.

Jungtiere sind meist noch nackt, ihr besonderes Fell wächst erst nach einiger Zeit. Mitunter verlieren auch Jungtiere ihr bis dahin gewachsenes Fell nochmals. Daraufhin wächt es abermals nach. Trotz ihres besonderen Felles benötigen die La Perm Shorthair-Katzen keine intensive Fellpflege. Ihr Fell ist generell etwas weicher als das gewöhnlicher Katzen.

Haltung und Pflege

Bei der La Perm Shorthair-Katze unterscheidet man drei Fellformen, die bei Neugeborenen auftreten: Am gefragtesten sind La Perm Shorthair-Katzen mit einem lockigen oder gewellten Fell (Born Curled), daneben können Katzenjunge aber auch glattes Fell (Born Straight) oder gar kein Fell (Born Bald) haben.

La Perm Shorthair-Katzen werden in der ganzen Welt gezüchtet, hauptsächlich jedoch in Kanada, Neuseeland, Australien, Japan, Deutschland, Südafrika, Schweden und in den Niederlanden.

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Munchkin Shorthair

Die Munchkin Shorthair hat – wie ein Dackel – sehr kurze Beine. Doch im Gegensatz zu Dackeln erfüllen die kurzen Beine der Munchkin Shorthair keine Funktion. Denn nur mit Beinen, die kurz sind, können Dackel in den Bau von Tieren gelangen. Die kurzen Beine der Munchkin Shorthair-Katze stellen jedoch nur eine Art Attraktion dar.

Munchkin Shorthair – Merkmale und Verhalten

Doch es gibt viele Kritiker: Viele Experten teilen die Meinung, dass die Munchkin Shorthair-Katze keineswegs eine elegante Erscheinung zeigt. Ihre Bewegungen wirken unbeholfen, ja geradezu plump. Außerdem ist sie nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen. Die Mutation trägt überdies dazu bei, dass die Wirbelsäule der Munchkin Shorthair-Katzen frühzeitig altert.

Zu ihren körperlichen Merkmalen zählen neben den kurzen Beinen ihr kurzes Fell, das jedoch intensiv gepflegt werden muss. Ihr Körper ist muskulös, ihre Augen sind leicht schräg gestellt und groß. Ihre Pfoten sind leicht nach außen gedreht. Ihr durchschnittliches Gewicht liegt bei zwei bis vier Kilogramm.

Entstanden ist die Rasse durch eine spontane Mutation, die bei einer streunenden Katze entdeckt wurde. Diese wurde zur Stammmutter aller nach ihr geborenen Munchkin Shorthair-Katzen. Die Anerkennung als eigene Rasse erfolgte im Jahr 1995 durch die TICA. Von anderen Verbünden wird die Munchkin Shorthair-Katze jedoch nicht anerkannt.

Haltung und Pflege

Zwar wird die Munchkin Shorthair-Katze noch immer gezüchtet, besonders beliebt ist sie aber auch heute noch nicht. Denn sie zeigen kaum das für Hauskatzen typische Verhalten wie Springen, Klettern oder gar Jagen.

Munchkin-Shorthair


Ocicat

Die Ocicat ist ihrem Aussehen nach einem Ozelot vergleichbar. Deshalb erinnert auch ihr Name an die bekannte Wildkatze. Ocicats weisen in der Regel eine mittlere Statur auf und sind von kräftigem Körperbau. Das Fell der Ocicat ist glatt, eng anliegend, gibt einen leichten Schimmer ab und ist übersät mit vielen kleinen dunklen Flecken.

Ocicat Merkmale und Charakter

Der Kopf hat die für viele Kurzhaarrassen typische Keilform, das Kinn ist markant, die Schnauze breit. Besonders beliebt sind die Ocicats auch aufgrund ihrer schönen, großen Augen, die zudem leicht mandelförmig sind.

Die Rasse der Ocicat gibt es noch nicht sehr lang: Der Beginn ihrer Zucht liegt in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Ziel der Züchterin war es damals, eine Rasse zu züchten, die neben vielen Merkmalen einer Siamkatze zusätzlich ein Aguti- oder Tabbymuster trägt. Aus diesem Grund startete sie ihre Zucht mit der Kreuzung einer Siam- mit einer Abessinier-Katze. Die offizielle Anerkennung erfolgte aber erst in den 80er Jahren. Heute gehört die Ocicat zu den beliebtesten Katzenrassen.

Haltung und Pflege

Eine Ocicat zeichnet sich meist durch einen geselligen und verspielten Charakter aus. Sie ist gegenüber ihren Besitzern oft sehr anhänglich, dennoch braucht sie zwischenzeitlich auch Freiräume. Ideal ist eine Ocicat für Familien mit Garten geeignet. Sie ist leicht mit Artgenossen oder auch mit anderen Tieren wie beispielsweise Hunden zu vergesellschaften.

Ocicat

Bildquelle: Wikipedia – Tom Bjørnstad – Eigenes Werk – CC BY-SA 3.0


Ojos Azules

„Ojos Azules“ ist Spanisch und bedeutet „blaues Auge“. Und diese blauen Augen sind auch ihr wesentliches Erkennungsmerkmal. Lange Zeit glaubte man, die Augenfarbe der Katzen hänge von der Farbe ihres Felles ab. Auf viele andere Katzenrassen trifft dies auch zu, bei der Ojos Azules verhält es sich jedoch anders. Das Bild zeigt leider kein reines Exemplar.

Ojos Azules – Merkmale und Charakter

Die blaue Farbe der Augen wird durch ein dominantes Gen verursacht, das von Generation zu Generation weitervererbt wird – ganz gleich, welche Fellfarbe die jeweilige Katze hat. Hervorgegangen sind die Ojos Azules aus einer spontanen Mutation: Im Jahr 1984 fand man zufällig ein solches Tier in New Mexiko. Die offizielle Anerkennung erfolgte erst 1992 durch die TICA. Auch danach blieb die Ojos Azules eine sehr seltene Katzenrasse.

Abgesehen von ihren Augen gleicht die Ojos Azules sehr den gewöhnlichen Hauskatzen. Charakteristisch ist jedoch zudem die weiße Spitze ihres Schwanzes. Insgesamt wirkt der Körperbau sehr harmonisch: Die Länge der Beine, des Schwanzes, die Größe des Kopfes und des Körpers – alle Proportionen scheinen optimal aufeinander abgestimmt. Dies macht sie zu einer sehr schönen Katze.

Der Kopf weist eine runde Form auf, das Kinn ist markant. Im Allgemeinen wiegt die Ojos Azules zwischen 4 bis 8 kg. Es gibt sie sowohl als Kurzhaar- als auch als Langhaarkatze.

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Pixiebob Shorthair

Die Pixiebob Shorthair-Katzen stammen aus Amerika. Sie wurden von Carol Brewer seit den 80er Jahren gezüchtet. Die offizielle Anerkennung dieser Rasser erfolgte in den 90er Jahren. Beliebt sind Pixiebob Shorthair-Katzen aufgrund ihres beinahe raubkatzenhaften Erscheinungsbildes, das sie jedoch mit einem sanften Charakter verbinden.

Angeblich ist diese Rasse aus der Kreuzung einer Hauskatze mit einem Rotluchs hervorgegangen. Bis heute konnte diese Behauptung jedoch mittels genetischer Analysen nicht bestätigt werden. Pixiebob Shorthair-Katzen findet man noch relativ selten und sind auch kaum bekannt. Das Bild oben zeigt leider keine reinrassige Katze dieser Art.

Pixiebob Shorthair – Merkmale und Charakter

Der Körper der Pixiebob Shorthair-Katzen gilt als sehr muskulös und ist in der Regel von mittlerer Größe. Unschwer zu erkennen sind sie an ihrem kurzen Schwanz und an ihrem intensiv getickten Fell. Eindrucksvoll sind die tief liegenden Augen, deren Farbe von der Färbung des Felles abhängt.

Die Ohren sind breit, verjüngen sich jedoch nach oben und haben eine abgerundete Spitze. Pixiebob Shorthair-Katzen besitzen auch ein ausgeprägtes Schnurrhaarkissen. Der Rücken steigt durch die unterschiedliche Länge von Vorder- und Hinterbeinen nach hinten an. Die Hüften sind meist schmaler als die Schulter. Die Beine der Pixiebob Shorthair-Katzen sind von einer eleganten Gestalt und Länge.

Haltung und Pflege

Pixiebob Shorthair-Katzen sind bezüglich ihres Futters bisweilen anspruchsvoll. Zudem verlangt sie oft viel Aufmerksamkeit von ihrem Besitzer. Das Fell ist jedoch leicht zu pflegen.

Pixiebob-Shorthair


Selkirk Rex Shorthair

Im Jahr 1987 wurde die erste Selkirk Rex in einem Tierheim ausfindig gemacht. Besonders war hier das lockige Fell, durch welches sie sich von ihren Artgenossen unterschied. In den folgenden Jahren wurden die Katze weiter gezüchtet und auch Kreuzungen mit anderen Katzenrassen wie dem Perser oder der British Shorthair unterzogen.

  • Vom Körperbau her kann die Selkirk Rex Shorthair Katze mit der Britisch Kurzhaar verglichen werden.
  • Die Figur kann als eher stämmig und gedrungen beschrieben werden, wobei die Beine mittellang sind.
  • Die Pfötchen sind recht dick und eher rund. Das durchschnittliche Gewicht, welches diese Rassekatze erreicht beläuft sich auf etwa 5 kg.
  • Der runde Kopf der Selkirk Rex Shorthair ist mit großen Augen ausgestattet, die weit auseinander stehen.

Kleine Ohren und ein kräftiges Kinn sowie eine kurze Nase sind ebenfalls typische Merkmale dieser Katzenrasse. Neben den kurzhaarigen Vertretern gibt es auch langhaarige Exemplare. Das weiche und griffe Fell ist dabei typische Eigenschaft der Kurzhaarkatze. Die typischen Locken sind besonders hinter dem Ohr erkennbar. Das Unterfell ist sehr dicht und besteht aus unterschiedlichen Farben – insbesondere Pointfarben.

Der Katzen-Haartyp gilt als autosomal dominant vererbbar. Nicht selten bezeichnen Züchter die Katzenart als Hundskatzen aufgrund ihres zutraulichen und liebevollen Charakters. Sie bevorzugen die Nähe zum Menschen und leben auch gerne mit ihren Artgenossen zusammen. Das ruhige Gemüt macht sie zudem als ideale Hauskatze für Kinder.

Haltung und Pflege

Bezüglich der Selkirk Rex Shorthair-Katzen Haltung und Pflege ist eines sicher: Das gesellige Gemüt macht die Katze recht pflegeleicht. Das lockige Fell sollte jedoch stets einer Kämmung unterzogen werden. Der Haustiger ist sehr menschenbezogen und braucht deshalb regelmäßig Nähe zu den Haltern. Man sollte sie nicht zu lange alleine lassen.

Die Katze gilt zudem als recht stressresistent und die Haltung innerhalb von Familien mit Kindern ist kein Problem. Es gilt weiterhin Augen und Ohren regelmäßig auf Sauberkeit zu überprüfen. Soll die Katze ein Freigänger werden gilt es weiterhin immer Ungeziefer und Parasiten im Auge zu behalten. Hier gibt es entsprechende Schutzmittel im Handel.

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Serengeti

Serengeti-Katzen gibt es noch nicht sehr lang, sie sind zudem auch noch relativ selten. Die erste Züchtung dieser besonderen Katze fällt ins Jahr 1994, als die kalifornische Züchterin Karin Sausmann Katzen miteinander kreuzte mit dem Ziel, eine Rasse zu kreieren, die einem Serval ähnlich ist. Zu diesem Zweck wurden jedoch keine echten Servale eingekreuzt. Sie verwendete für die Zucht hauptsächlich Orientalische Kurzhaar-Katzen und Bengalkatzen. Die offizielle Anerkennung erfolgte prompt und zwar im Jahr 1995 durch die TICA.

Serengeti Katze – Merkmale und Charakter

Das Aussehen der Serengeti ist bestimmt durch ihre langen, eleganten Beine und runde Pfoten. Der kräftige Schwanz spitzt sich zum Ende hin zu. Ihr länglicher Kopf trägt überdurchschnittlich große Ohren. Die Augen der Serengeti-Katze haben in der Regel eine kupferne bis goldene Farbe. Bisweilen entwickeln ihre Augen auch eine grüne Farbe. Die Serengeti-Katze hat ein kurzes, weiches Fell, das in der Regel gelb oder beige und mit vielen dunklen Flecken besetzt ist.

Die Serengeti gilt als sehr stolz, aber dennoch verspielt und gesellig. Wie ihr der Wildnis entstammendes Vorbild ist sie stets aktiv und liebt das Klettern und Springen. Bei der Haltung sollte man ihr deshalb genügend Raum zum Toben und Jagen zur Verfügung stellen.

Haltung und Pflege

Ideal ist es, wenn der Besitzer einen Garten hat, in dem sich die Serengeti austoben kann. Von ihrem tatsächlichen Vorfahren, der Bengalkatze, hat sie die Liebe zum Wasser übernommen, die für Katzen alles andere als selbstverständlich ist. Mit Artgenossen oder anderen Katzen kommt sie erst nach einer gewissen Zeit zurecht, gegenüber Fremden zeigt sich mitunter scheu.

Selkirk Rex Shorthair

Die Selkirk Rex Shorthair-Katzen besitzen gekräuseltes, gelocktes oder auch gewelltes Haar. Das Bild oben zeigt einen Glatthaar Mix mit British Shorthair. Der Haustiger aus Amerika ist für sein sanftes Gemüt und der Zutraulichkeit bekannt. Die Katzenrasse gilt weiterhin als ruhig – zugleich handelt es sich aber um eine sehr liebevolle Katze.

Serengeti