Rassekatzen

Im Allgemeinen wählen Katzen ihren Sexualpartner frei, deswegen kommt es häufig zur Durchmischung einzelner Rassen. Die planmäßige Züchtung nach Rassen begann man erst vor ca. 140 Jahren. Mitunter wurden dabei auch Hauskatzen mit Wildkatzen gekreuzt. Aus diesen Kreuzungen entstanden Rassen wie die Bengal-Katze, denen man ihre Herkunft z. B. aufgrund ihrer enormen Sprungkraft noch anmerkt.

Andere Rassen bildeten ihre Merkmale durch einen Gendefekt aus. So hat die Manx-Katze keinen Schwanz, die Rexkatze ein ausgeprägtes Lockenfell und die Sphynx-Katze überhaupt kein Fell.

Was sind Rassekatzen?

Rassekatzen werden gemäß einem Rassestandard nach den Richtlinien des felinologischen Dachverbandes gezüchtet. Dabei werden sie in der Regel über Generationen rein gezüchtet.

  • Insgesamt variieren die Katzenrassen weit weniger stark in ihrem Aussehen als zum Beispiel Hunde.
  • Denn Hunde wurden oft für einen bestimmten Zweck gezüchtet, so z. B. zur Jagd oder zum Hüten von Schafen.
  • Schoßhunde mussten dagegen einfach nur gut aussehen.
  • Katzen ließen sich aber nicht so weit domestizieren, dass sie bestimmte Aufgaben für den Menschen erfüllen.
  • Die Züchtung orientiert sich deshalb auch hauptsächlich auf ihr Aussehen.

Rassekatzen: Kurzhaarkatzen und Langhaarkatzen

Bei den Rassekatzen unterscheidet man grob zwischen Kurzhaarkatzen und Langhaarkatzen. Daneben gibt es aber auch eine Vielzahl extremer Züchtungen, die nicht in diese Klassifikation passen. Kurzhaarrassen entstammen hauptsächlich der Linie der Europäischen Hauskatze sowie der Linie der asiatischen Kurzhaarrassen.

Europäische Hauskatze

Die Europäische Hauskatze ist ein direkter Nachfahre der in Ägypten domestizierten Falbkatze und nicht der Europäischen Wildkatze – wie oft fälschlich angenommen. Wie die Falbkatze hat auch die Europäischen Hauskatze vergleichsweise lange Beine, ein dichtes Fell und einen kräftigen, spitz zulaufenden Schwanz.

Langhaarkatzen

Langhaarkatzen gehen auf die Türkischen Katzen zurück. Sie sind seit dem 16. Jahrhundert bekannt, wurden jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Europa importiert. Nicht allein durch ihre Felllänge unterscheiden sie sich deutlich von den Europäischen Hauskatzen. Ihr Gesicht wirkt breiter, ihr Körper ist in der Regel größer. Im Gegensatz zur Europäischen Hauskatze brauchen sie eine tägliche Pflege ihres Fells, damit es nicht verfilzt. Die älteste Langhaarkatze ist vermutlich die Angorakatze.

Mischformen

Heute gibt es neben den Kurz- und Langhaarkatzen auch Mischformen, wie etwa die Halblanghaarkatzen. Extreme Züchtungen haben jedoch auch zu Missbildungen geführt. Häufig müssen ungewöhnliche Züchtungen mit Problemen wie Taubheit kämpfen.

Rassekatze oder Hauskatze?

Wenn die Entscheidung gefallen ist, das Heim mit einer oder gar mehreren Katzen zu teilen, stellt sich die Frage, welche Katze es denn nun sein soll. Gewöhnliche Hauskatze oder Rassekatze und wenn ja, welche.

Rassekatze oder Hauskatze

Manchen Katzenbesitzern wider Willen wird diese Fragestellung ganz einfach von der Katze abgenommen, die plötzlich morgens vor seiner Tür sitzt und damit die Entscheidung für „ihren“ Menschen längst gefällt hat. Ähnliches erleben künftige Katzenbesitzer, die sich in einem Tierheim nach dem geeigneten Hausgenossen umsehen. Oft werden sie schon von Beginn an von einer bestimmten Katze mit Beschlag belegt, so dass ihnen gar nichts anderes übrig bleibt, als genau dieses Tier mit nach Hause zu nehmen.

Wer sich für ein Tier aus dem Tierheim entscheidet, tut nicht nur Gutes, sondern wird mit einem besonders dankbaren Hausgenossen belohnt. Selbst wenn eher eine Rassekatze gewünscht wird, lohnt es sich, in den Tierheimen in der näheren Umgebung nachzufragen oder persönlich dort vorbeizuschauen. Leider bleiben auch Rassekatzen nicht davon verschont, von ihren Besitzern verstoßen zu werden.

Wer keine Eile hat mit der Anschaffung der Katze, sondern auch bereit ist, mehrere Monate zu warten, kann seinen Wunsch auch bei den Tierheimen hinterlassen. Sollte eine Katze der bevorzugten Rasse abgegeben werden. Wird das Tierheim sich mit dem Suchenden in Verbindung setzen.

Verschiedenen Gesichtspunkte für die Auswahl

Ob es denn tatsächlich eine Rassekatze sein muss oder ob eine Hauskatze nicht doch die bessere Wahl ist, hängt von verschiedenen Gesichtspunkten ab. Eine Rassekatze muss eigentlich nur dann sein, wenn eine Zucht angestrebt wird. Weitere Gründe, die für eine Rassekatze sprechen, sind bestimmte Wesenszüge, die der Stubentiger haben soll.

Das Wesen ist je nach Rasse recht unterschiedlich. Manche Rassen dulden keinen Konkurrenten neben sich oder kommen in einer kinderreichen Familie, in der es immer recht laut ist, schlecht zurecht, während andere Katzen wie zum Beispiel die Ragdoll alles mit der Ruhe eines Buddhas erträgt und sich so ziemlich alles gefallen lässt, ohne böse zu werden.

Besser eine Rassekatze?

  • Bevor die Entscheidung für eine Rassekatze gefällt wird, ist es wichtig, sich mit den unterschiedlichen Rassebeschreibungen auseinander zu setzen.
  • Das ist nicht nur im Bezug auf das Wesen wichtig, sondern auch hinsichtlich der Pflege.
  • Wer wenig Zeit hat, weil beruflich eingespannt, ist mit einer Langhaarkatze, die täglich gebürstet und gekämmt werden muss, schlecht beraten.
  • Bei manchen Rassen besteht auch die Möglichkeit von zuchtbedingten Defekten, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind.
  • Wer dies aber vorher weiß, erlebt hinterher keine böse Überraschung.

Vorteile von Hauskatzen

Wer einfach nur eine Katze oder gar mehrere Katzen zum Liebhaben sucht, ist auch mit gewöhnlichen Hauskatzen bestens bedient. Der Vorteil dieser Katzen ist, dass sie überaus pflegeleicht und anpassungsfähig sind. Etwaige Erbkrankheiten sind hier kaum zu finden. Die Tiere sind nicht nur von der Statur, sondern auch gesundheitlich überaus robust. Hauskatzen sind verspielt, neugierig, anhänglich und niemals aggressiv.

Darüber hinaus sind gewöhnliche Hauskatzen oft umsonst zu haben, denn viele Privatpersonen suchen händeringend nach einem liebevollen Zuhause für ihren Katzen-Nachwuchs. Die Tierheime erheben zwar eine geringe Gebühr, dafür sind die Tiere dann oft schon geimpft und manchmal auch bereits kastriert worden.