Katzenurin neutralisieren und entfernen

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Leben in einem Haushalt Katzen, dann riecht es nach eben diesen Tieren. Anders ist es jedoch, wenn einem der Geruch von Katzenurin in die Nase steigt. Dieser ist penetrant und mehr als unangenehm.

Leider kann es aber auch bei der saubersten Katzentoilette immer mal zu einem Malheur kommen, und der Katzenurin landet an der falschen Stelle. Neben einigen Hausmitteln gibt es auch fertige Produkte aus dem Handel, mit denen sich der üble Geruch meist wieder ganz entfernen lässt.

Katzenurin entfernen

Je nachdem, auf welchem Boden der Urin gelandet ist, lässt er sich mehr oder weniger gut entfernen. Wichtig beim ersten Entfernen ist, dass der Urin nicht großflächig verteilt, sondern vorsichtig aufgenommen wird.

  • Dazu eignet sich einfaches Küchenpapier am besten.
  • Dieses Papier von der Rolle ist extrem saugfähig und kann einfach auf den Fleck aufgelegt werden.
  • Diese Methode funktioniert jedoch nur bei glatten Böden wie Kacheln, Laminat usw.
  • Ist der Untergrund rau oder offen, dann muss ein anders saugfähiges Mittel her, um die Urinpfütze aufzunehmen.

Gut geeignet ist Katzenstreu, das auch viel Feuchtigkeit auf einmal binden kann. Als Erste Hilfe Maßnahme spielt es keine Rolle, ob es sich um ein einfaches Katzenstreu oder ein Klumpstreu handelt, da beide Flüssigkeit aufnehmen und binden können.

Die folgenden Punkte sollten beachtet werden, um den Schaden möglichst gering zu halten:

  • Katzenurin niemals zuerst mit einem feuchten Tuch aufwischen
  • Nicht in der Pfütze reiben oder wischen, sondern tupfen
  • Immer von außen nach innen den Fleck verkleinern
  • Erst nachdem die Nässe weg ist, mit einem anderen Mittel arbeiten

Uringeruch entfernen – Hausmittel als Erste Hilfe Maßnahme

Katzenurin hat einen ganz eigenen Geruch, der von der menschlichen Nase als sehr penetrant und bissig bis scharf wahrgenommen wird. Besonders intensiv riecht der Urin von Katern, wenn diese nicht kastriert sind.

Nachdem das Malheur im groben beseitigt wurde und keine Pfütze mehr vorhanden ist, kann der Geruch neutralisiert werden. Da nicht immer die entsprechenden Mittel griffbereit zur Hand sind, können Hausmittel als erste Wahl ein guter Ersatz sein.

Essig: Essig hat einen starken Eigengeruch, der jedoch einige Tage nach dem Auftragen wieder verfliegt. Der Essiggeruch übertüncht den Uringeruch und nimmt diesen quasi mit.

Der Essig wird mit einem trockenen Tuch von außen nach innen auf den Fleck aufgetragen und leicht eingerieben. Ein einfacher Weinbrandessig ist ausreichend, da Essigessenz zu scharf ist und das Bodenmaterial beschädigen könnte.

Kaffeepulver: Fein gemahlenes Kaffeepulver eignet sich für Teppiche und andere Textilien, auf denen sich die Katze verewigt hat. Das Pulver entfernt aber nicht den Fleck, sondern nur den Geruch und kann zum Teil durch die feine Körnung auch noch Restfeuchte aufnehmen. Tief in den Teppich eingearbeitet, sollte das Pulver dort mindestens 48 Stunden wirken können.

Mundwasser: Mundwasser hat eine ähnliche Wirkung wie Essig, ist dabei aber meist noch antibakteriell. Es eignet sich für alle glatten Flächen, kann aber auch auf Polster oder Teppiche gegeben werden, um den Uringeruch zu neutralisieren. Zudem hat es einen für Katzen abstoßenden Geruch, sodass diese die Stelle ab sofort meiden werden.

Backpulver: Mit Backpulver lässt sich nicht nur Kalk im Badezimmer entfernen, sondern auch Urinflecken und der Geruch von Katzenurin, wenn dieser auf einem textilen Material gelandet ist.

Damit der Fleck und auch der Geruch verschwinden, muss das Backpulver auf den noch feuchten Fleck gestreut und gut eingerieben werden. Nach kurzer Zeit beginnt das Mittel zu arbeiten und es bildet sich Schaum. Es ist ratsam, die Anwendung alle drei bis vier Stunden zu wiederholen, bis der Geruch verschwunden ist.

Geruchsneutralisierer – Spray

Im Handel werden die verschiedenen Mittel auch als Urinflecken-Vernichter, Geruchsbinder oder Geruchsentferner angeboten. In der Regel arbeiten die Reiniger mit chemischen Zusätzen, sodass die im Katzenurin enthaltenen Enzyme gespalten und danach abgebaut werden.

So verschwindet zum einen der Fleck, und zum anderen auch der Geruch. Zudem gibt es einige dieser Mittel auch mit einem Pheromonblocker, der insbesondere unkastrierte Kater von einem erneuten Markieren abhalten soll.

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Spray gegen Katzenurin richtig anwenden

Ist das Malheur passiert, sollte mit der Reinigung nicht zu lange gewartet werden. Gerade in textile Oberflächen dringt Katzenurin schnell ein und hinterlässt dort auch nach dem Trocknen seinen penetranten und stark unangenehmen Geruch. Mit dem richtigen Spray, möglichst schnell und richtig verwendet, lassen sich aber auch Teppiche, Polster und andere Dinge retten:

  1. Zuerst wird der Urin von außen nach innen mit einem saugfähigem Tuch aufgenommen.
  2. Weiche Oberflächen werden anschließend gut mit dem Spray nass gemacht und großzügig eingesprüht.
  3. Nachdem die Stelle komplett getrocknet ist, kann die Behandlung mit dem Fleckenmittel wiederholt werden.
  4. Anschließend wird die Stelle mit klarem Wasser gut abgewaschen und mit einem weichen Tuch etwas trockengerieben.
  5. Auf harte Oberflächen wird das Spray großzügig auf den trockenen Fleck gesprüht und muss dort vollständig trocknen.Reste werden mit einem trockenen Tuch entfernt und der Bereich anschließend mit klarem Wasser abgewaschen.

Hat die Katze sich Kleidungsstücke, Plüschtiere oder andere waschbare Gegenstände für ihr Geschäft ausgesucht, werden diese gut mit dem Spray benässt. Ganz egal, ob T-Shirts, Hosen oder ein kleines Kissen – auf textilen Gegenständen sollte das Spray mindestens 30 bis 60 Minuten einwirken können, bevor die Sachen anschließend in der Waschmaschine gereinigt werden.

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Katzenurin entfernen – Fehler beim Reinigen

Nicht selten gerät man in Panik, wenn man Katzenurin auf dem Teppich oder dem Sofa entdeckt. Schnell wird zum nassen Lappen gegriffen, und der Fleck breit gerieben. Das ist falsch, denn dadurch verteilen sich Urin und Geruch noch weiter in der Faser.

Hilfreich ist es, so viel Flüssigkeit wie möglich mit einem Tuch aufzunehmen und unter Teppiche oder Ähnliches eine alte Zeitung zu legen, die ebenfalls Feuchtigkeit aufnimmt. Danach kommt das entsprechende Mittel zur Anwendung.