Katzen Kommunikation

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Katzen steht eine Vielzahl von unterschiedlichen Mitteln zur Verfügung, um miteinander zu kommunizieren. Die Kommunikationsinstrumente können aber nicht nur von anderen Katzen interpretiert werden, auch der Mensch kann sein Tier besser verstehen, wenn er auf bestimmte Merkmale und Verhaltensmuster seines Schützlings achtet.

Katzen kommunizieren über Körpersprache

Katzen kommunizieren in erster Linie über ihre Körpersprache und über Laute. In den meisten Situationen wird eine Kombination aus beidem verwendet – bei einer zufriedenen Grundstimmung reagieren die meisten Katzen beispielsweise, indem sie das Köpfchen geben und wohlig schnurren. Mehr dazu im Artikel Katzen Verhalten.

In vielen zum Beispiel übers Internet zugänglichen lustigen Clips werden Katzen gezeigt, die langanhaltende, in der Tonhöhe variierende Laute von sich geben. Hier gewinnt der Mensch schnell den Eindruck, die Katze würde eine Geschichte erzählen oder ein Lied singen. Für ein solches Verhalten von Katzen gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze. So kann sich die Katze zum Beispiel in der Phase der Rolligkeit befinden.

Lautfreudigkeit

Oftmals gibt es aber einfach auch nur Katzen, deren Eigenart dieses „sprechen“ ist. Ob eine Katze viel spricht, orakelt oder plappert – Experten nennen dieses Verhalten Lautfreudigkeit – hängt auch von der Rasse ab.

So gibt es Katzen wie zum Beispiel orientalische Katzen, die häufiger dazu neigen, eine Plaudertasche zu sein, während andere Rassen wie zum Beispiel oftmals die Russisch Blau ihr Leben eher schweigsam verbringen.

Katzen Laute

Jeder Katzenhalter weiß, dass seine Mitbewohner in der Lage sind, die unterschiedlichsten Laute und Geräusche zu produzieren und sich dabei keineswegs nur auf Miau zu beschränken. Fauchen und Knurren sind dabei die Geräusche, die sich wohl fast von selbst erklären: die Katze ist aggressiv oder fühlt sich belästigt. Wer sie nicht in Ruhe lässt, bekommt als Nächstes einen Pfotenschlag ab. Fauchen und Knurren dienen also der Warnung und gelten als Drohlaute.

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Die Laute der Katzen

Das Schnurren hingegen ist wohl das Geräusch, das den Tierbesitzer am meisten fasziniert. Bis heute ist nicht geklärt, wie genau dieses Geräusch biologisch zu Stande kommt. Wissenschaftler haben bereits die unterschiedlichsten Hypothesen aufgestellt: Dazu gehört die Blutwall-, Zungenbein- und Kehlkopfhypothese.

Aber warum schnurren Katzen überhaupt? Zumeist meint man, dass sich schnurrende Katzen besonders wohl fühlen und zufrieden sind. Das muss aber nicht immer der Fall sein, denn auch kranke Katzen schnurren. Hier hat das Produzieren des Geräusches wohl eine beruhigende und sogar heilende Wirkung: die durch das Schnurren produzierten Vibrationen fördern den Heilungsprozess nachweislich. Auch schnurren Katzen öfters, wenn sie zum Beispiel von ihrem Besitzer etwas erwarten, beispielsweise Futter oder Streicheleinheiten.

Variationen des Miaus

Auch das Miauen kann variieren und unterschiedliche Funktionen haben. Dabei zeugt ein oftmaliges Maunzen von Unzufriedenheit. Der Katze ist langweilig oder sie ist mit irgendetwas nicht zufrieden. Ein einmaliges und kurzes Miauen hingegen kann durchaus freundlich gemeint sein, zum Beispiel im Zuge einer Begrüßung oder um auf sich aufmerksam zu machen.

Ein weiteres faszinierendes Geräusch ist das Schnattern bzw. Keckern. Es wird immer dann von Katzen produziert, wenn sie auf der Jagd sind aber nicht an die gewünschte Beute, zum Beispiel eine Fliege an der Wohnungsdecke, herankommen. Begleitet werden diese Geräusche von schnell hintereinander ausgeführten Bissbewegungen, was Wissenschaftler dahingehend deuten, dass der Tötungsbiss eingeübt wird.