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Kratz- und Harnmarkieren

Katzen sind dafür bekannt, ihr Revier mit Duftmarken abstecken zu müssen. Das berühmte Köpfchenreiben, bei dem Gesichts-Pheromone an Gegenständen (und Menschen) hinterlassen werden, ist noch die harmloseste Art der Eingrenzung des Reviers. Oft greifen die Katzen auch zum Kratzmarkieren oder Harnmarkieren. Leider geschieht dies zum Leidwesen der Besitzer nicht nur in freier Natur, sondern auch in Haus und Wohnung.

Manch ein Katzenbesitzer kann ein Lied davon singen, wenn Tapeten und Möbel von Miezes Krallen verziert werden. Bei diesem so genannten Kratzmarkieren hinterlässt die Katze ihren ganz eigenen Duft über Drüsen, die in den Pfoten sitzen. Beliebte Stellen zum Kratzmarkieren sind der Weg vom Schlafplatz zum Kratzbaum oder vom Futterplatz zum Schlafplatz. Laden dort Wände und Möbel zum Kratzen ein, gibt es kein Halten mehr. Und ist der Duft erst einmal dort, muss Mieze ihn immer wieder auffrischen. Da hilft nur noch komplettes Renovieren oder das Auskleiden der Wände mit Sisal, Kork oder ähnlichem. Nicht wirklich schön, aber nervenschonender.

Am meisten Erfolg verspricht es, bereits von Anfang an einzugreifen und das Markierverhalten umzulenken. So kann zum Beispiel auf dem Weg zum Kratzbaum zusätzlich ein Kratzbrett an der Wand angebracht werden. Will die Katze sich an der Wand vergreifen, wird sie mit einem energischen Nein umdirigiert und entweder zum Kratzbrett oder zum Kratzbaum getragen. Dort werden ihr zur Verdeutlichung die Pfoten geführt, als würde sie kratzen. Nicht immer hat der Katzenbesitzer damit Erfolg, denn schließlich kann er die Katze nicht rund um die Uhr bewachen, einen Versuch ist es aber wert.

Ebenfalls nicht schön, aber wirkungsvoll, sofern der Besitzer genug Ausdauer mitbringt, ist das Auskleiden der attackierten Wände und Möbel mit Alufolie. Katzenpfoten mögen dieses glatte Material nicht und begreifen irgendwann, dass es sich nicht lohnt, dort zu kratzen. Bis die Katze dies gelernt hat und die Folie wieder entfernt werden kann, vergehen allerdings mehrere Wochen.

Das so genannte Harnmarkieren tritt nur bei unkastrierten Katern auf. Sie verspritzen ihren Harn dort, wo sie ihr Revier abstecken. Dazu gehören oft leider auch Wände oder Gegenstände im Haus. Da dies ein natürliches Bedürfnis des potenten Katers ist, helfen hier keine Erziehungsmaßnahmen. Die einzige Möglichkeit, dieses unerwünschte Verhalten abzustellen, ist die baldige Kastration des Tieres.