Katzenkrankheiten

katzenkrankheiten

Auch bei Katzen gibt es Krankheiten, die immer wieder auftreten und teilweise gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit unserer vierbeinigen Lieblinge haben bzw. häufig sogar tödlich verlaufen.

Die am häufigsten auftretenden Katzenkrankheiten stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten vor und geben Ihnen darüber hinaus Tipps zu deren Behandlung, einem eventuellen Impfschutz sowie vorbeugenden Maßnahmen.

Zu den häufigsten Katzenkrankheiten zählen:

  1. Katzen-Leukose
  2. Katzenseuche
  3. Katzentollwut
  4. Katzenschnupfen

FIV als Katzenkrankheit

Bei FIV handelt es sich um eine Immunschwächekrankheit, gegen die es bislang keinen wirksamen Impfschutz gibt. Umgangssprachlich wird die Krankheit auch als Katzenaids bezeichnet, weil die Erreger zur Gruppe der Aids-Viren gehören. Allerdings wird die Erkrankung nicht auf den Menschen übertragen.

Obwohl FIV vom Krankheitsbild her oft milder verläuft als beispielsweise Katzen-Leukose, fordert diese Krankheit dennoch viele Todesopfer.

Übertragung von FIV

Die Übertragung von FIV erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit Speichel. Als Hauptursache der Übertragung sind deshalb Bisse unter Artgenossen anzusehen. Da ist es kein Wunder, dass besonders Kater gefährdet sind, an FIV zu erkranken. Denn bei Revierkämpfen kommt es auch immer wieder zu Bisswunden. Statistiken besagen, dass Kater, die von Natur aus nun einmal aggressiver sind, sich dreimal häufiger mit FIV infizieren.

Inkubationszeit

  • Die Inkubationszeit ist sehr lang, wodurch sich der Zeitpunkt der Ansteckung nur schwer nachvollziehen lässt. Oft infizieren sich Katzen, ohne zunächst Symptome zu zeigen.
  • Erst, wenn das Immunsystem ohnehin geschwächt ist, bricht sich die Krankheit Bahn.
  • Da FIV das Immunsystem weiter schwächt, kommt es im Verlauf immer wieder zu sogenannten Sekundärinfektionen.
  • Krankheitserreger, die sonst im gesunden Körper der Katze keinen Schaden anrichten können, sorgen nun für immer neue Infektionen.

Symptome bei FIV

Die Symptome bei FIV sind vielfältig. Dazu gehören neben den Sekundärinfektionen, die durch verschiedene Erreger hervorgerufen werden und unterschiedliche Krankheitsbilder auslösen, auch Knochenmarksschwund und eine ausgeprägte Anämie. Da es für die Erkrankung keinen Impfschutz am Markt gibt, ist es schwierig, eine Infektion zu vermeiden. Es sei denn, die Katze wird ausschließlich in der Wohnung gehalten und hat keinen Kontakt zu erkrankten Katzen.

Leben im Haushalt mehrere Katzen und ist eine davon infiziert, muss das erkrankte Tier unbedingt von den anderen isoliert werden. Doch selbst dann gibt es keine Garantie dafür, dass die anderen Katzen gesund bleiben, denn niemand kann sagen, wie lange das erkrankte Tier bereits Träger des Virus gewesen ist und dieses auf seine Artgenossen übertragen hat.

FIP als Katzenkrankheit

FIP ist eine infektiöse Bauchfellentzündung, die durch Viren hervorgerufen wird. Die Ansteckung erfolgt in den meisten Fällen bereits bei jungen Kätzchen kurz nach der Geburt. Deshalb ist die seit Neuestem auf dem Markt befindliche Impfung recht fraglich und unter Medizinern umstritten. Die Impfung erfolgt nämlich intrasanal erst nach der sechzehnten Lebenswoche, also dann, wenn bei den meisten Kätzchen eine mögliche Ansteckung schon längst stattgefunden hat.

FIP bei Katzen

Die Ansteckung erfolgt über Körpersekrete infizierter Katzen, also über den Mund oder die Nase. Das kann beim gegenseitigen Beschnuppern passieren, beim gemeinsamen Benutzen von Fress- und Trinknäpfen, dem Aufsuchen ein- und derselben Toilette oder natürlich auch bei Kämpfen durch Bisse.

Beim gemeinsamen Benutzen der Toilette steckt sich die gesunde Katze durch den Kot der infizierten Katze an. Wenn die infizierten Kätzchen von der Mutter entwöhnt werden, tritt zunächst ein harmlos erscheinender Krankheitsverlauf ein. Dieser äußert sich in leichtem Durchfall, der den Kätzchen kaum zu schaffen macht. Aus diesen anscheinend leichten Symptomen entwickelt sich später ein tödlicher Verlauf.

Bei FIP gibt es zwei Gruppen von Symptomen, die in „nass“ und „trocken“ unterschieden werden:

Nass

  • Zu den Symptomen der nassen Krankheitsform zählen vor allem Flüssigkeitsansammlungen im Körper. Diese können sowohl im Bauchbereich auftreten als auch im Brustbereich, wo durch die Wasseransammlung die Atmung erschwert wird.
  • Weiterhin treten Erbrechen, Durchfall und damit verbundener Gewichtsverlust auf sowie Fieber.

Trocken

  • Beim trockenen Verlauf ohne Wasseransammlungen kommt es zu Lebererkrankungen, Nierenversagen, Verdauungsstörungen, Krampfanfällen, Lahmheit sowie Erkrankungen der Atemwege.

Schutz gegen Katzen FIP

Der einzige Schutz gegen FIP besteht darin, die Kätzchen von infizierten Tieren und deren Exkrementen fernzuhalten. Ob die spätere Impfung notwendig ist, muss jeder Katzenbesitzer für sich und sein Tier entscheiden. Da die größte Ansteckungsgefahr in den ersten Lebenswochen gegeben ist, die Impfung aber erst später erfolgt, ist sie aus Sicht vieler Tierärzte unsinnig.

Das Geld ist für eine Blutuntersuchung auf FIP-Erreger, vor allem für neu in den Haushalt kommende Katzen, sicher wesentlich besser angelegt.