Katzenpflege

Katzenpflege

Wie alle anderen Haustiere benötigt auch die Katze Pflege. Diese Pflege bezieht sich einerseits auf die hygienische Pflege von Augen, Ohren, Zähnen, Krallen und Fell und andererseits auf die Gesundheitsvorsorge, die in enger Verbindung mit ärztlichen Kontrollen und Impfungen steht.

Richtige Katzenpflege

Nicht nur der Arzt kann allerdings Vorsorge betreiben, auch der Katzenbesitzer ist angehalten, sein Tier gut zu beobachten, um etwaige Erkrankungen oder Parasitenbefall zu vermeiden bzw. in einem Frühstadium zu erkennen.

Fellpflege

Die Fellpflege der Katze durch den Halter, die bei Langhaarkatzen täglich und bei Kurzhaarkatzen mehrmals in der Woche erfolgen sollte, kann man zum Beispiel auch dazu nutzen, die Katze nach Flöhen und Zecken aber auch nach Hauterkrankungen unter dem Katzenfell zu untersuchen.

Mehr dazu unter: Katzenfell pflegen

Zähne pflegen

Auch die Zähne einer Katze benötigen die Aufmerksamkeit des Halters. Hier ist es ratsam, die Katze bereits in einem jungen Alter daran zu gewöhnen, dass sie sich von ihrem Herrchen das Maul öffnen und die Zähne reinigen lässt. Für diese Zwecke gibt es spezielle Zahnpflegeutensilelen für Katzen. Schnell kann es bei Katzen nämlich zu Zahnfleischerosionen und Gingivitis kommen.

  • Das Zahnfleisch nimmt dabei eine rote Farbe an, die auf eine Reizung hindeutet und entzündet sich.
  • Auch Zahnstein kann dabei entstehen, der vom Tierarzt entfernt werden muss.
  • Zumeist ist dieses mit einer Narkose verbunden, die man den Tieren durch die richtige Vorsorge ersparen kann – schließlich birgt jede Narkose auch ein gewisses Risiko.

Augenpflege bei Katzen

Die Augen einer Katze bedürfen in der Regel keiner besonderen Pflege. Sowohl die Tränenflüssigkeit als auch das selbstständige Putzen des Tieres tragen dazu bei, dass kleine Fremdkörper ausgespült und getrocknete Tränenflüssigkeit in den Augenwinkeln mit Hilfe der Pfoten entfernt werden.

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Sollte die Katze diese getrocknete Flüssigkeit einmal nicht selbst beseitigen können, kann man eingreifen und diese mithilfe eines feuchten Wattestäbchens vorsichtig entfernen.

Augen sauber machen bei Katzen

Ansonsten muss man sich nur bei Tieren, die eine Augenerkrankung aufweisen, mehr um die Augen kümmern. Erkrankungen erkennt man dadurch, dass das Tier ein Auge zukneift, immer wieder mit der Pfote daran reibt und oder verstärkter Tränenfluss und Verkrustungen in den Augenwinkeln zu erkennen sind.

Hier kommen zum Beispiel Entzündungen in Frage, die unter Umständen mit antibiotischen Augentropfen versorgt werden müssen. Hier wird der Tierarzt über die einzuleitenden Maßnahmen entscheiden. Am leichtesten kann man Katzen solche Augentropfen verabreichen, wenn jemand sie leicht aber bestimmt festhält, man den Kopf des Tieres leicht nach oben führt und das Auge dabei leicht aufzieht.

Hornhautverätzungen

Auch bei Hornhautverätzungen und -verletzungen, die zum Beispiel durch Spritzer von Putz- oder Waschmittel entstehen können, ist zumeist eine Behandlung mit Augentropfen und einer Salbe, welche die Heilung beschleunigen soll, angebracht.

Im Falle einer schweren Hornhautverletzung, bei der diese eventuell auch durchtrennt wurde, ist unter Umständen eine Operation nötig, mit der das Tier vor dem Verlust eines Auges oder der Erblindung gerettet werden kann.

Pflege einer Katze: Ohren

Die Ohrenpflege ist etwas, was die Katzen nicht selbst erledigen können. Aus diesem Grunde kommt es auch häufig zu einer Milbenplage bei Katzen. Die Reinigung ist denkbar einfach. Hier können auch Katzen Ohrenreiniger Pads aus dem Handel behilflich sien.

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Ein angefeuchtetes, weiches Tuch eignet sich aber ebenfalls, um einmal wöchentlich die Ohrmuschel der Fellnase zu reinigen. Dunkle Krümel deuten möglicherweise auf einen Parasitenbefall hin. Pflanzliche Mittel können zudem Entzündungen vorbeugen und die Ohren desinfizieren.

Katzenohren gründlich reinigen

Sollten wiederholt und in kurzen Abständen in den Ohren der Katze kleine schwarze Pünktchen zu sehen sein, könnte ein Befall mit Ohrmilben vorliegen. Zumeist wird ein solcher Befall vom häufigen Kopfschütteln und Kratzen der Katze begleitet, da der Befall äußerst störend ist. Ohrmilben befallen zumeist Fleischfresser und werden bei dem Kontakt von Tier zu Tier übertragen.

Da die Tiere im Gehörgang des Tieres die Haut anstechen, um sich von der Flüssigkeit zu ernähren, geht der Befall mit vielen winzigkleinen Wunden einher, die sich entzünden können. Anzeichen für eine Entzündung ist das vermehrte Auftreten von dunklem Ohrenschmalz und ein starker Juckreiz, den Katzen durch ausgiebiges Kratzen versuchen zu beseitigen.

Ohrmilbenbefall

  • Bei einem Ohrmilbenbefall muss immer der Tierarzt aufgesucht werden.
  • Dieser wird die Ohren der Katze zunächst gründlich reinigen, um danach ein Mittel in die Ohren zu geben, das die Milben abtötet.
  • Diese Behandlung muss über zwei Wochen reichend durchgeführt werden, damit nicht neue Milben entstehen können.
  • Im Handel und online gibt es zudem natürliche Ohrmilbenmittel für Katzen, die die Heilung unterstützen.

Womit Katzenohren reinigen?

Kann man auch mit Hausmitteln die Ohren der Katze sauber machen? Ohrreiniger aus dem Handel eignen sich zur Reinigung und Pflege am besten. Jedoch kann man auch mit Hausmitteln wie Olivenöl und warmem Wasser bereits die Ohren der Katze wieder zum Strahlen bringen. Regelmäßige Pflege ist nicht nur aufgrund der Parasitengefahr sinnvoll. Ein angefeuchteter Lappen und etwas lauwarmes Wasser dienen dazu die Ohrmuschel von jeglichem Dreck zu befreien.

Auch Olivenöl und Babyöl kann in das Ohr getröpfelt werden. Dieses erstickt möglicherweise vorhandene Ohrmilben und spendet zudem noch Feuchtigkeit. Das Öl sollte ein paar Minuten einwirken und kann dann mit einem angefeuchteten Lappen oder Wattebausch wieder entfernt werden – beziehungsweise die Rückstände, die nicht von der Haut aufgenommen wurden.

Krallenpflege bei Katzen

Auch die Krallen wollen regelmäßig gepflegt werden. Die Katze sorgt in der Regel selbst dafür, dass die Krallen scharf bleiben. Ein Kratzbaum oder Kratzbrett darf hierzu in keiner Wohnung fehlen. So bleiben auch Sofas und Bettkanten verschont. Freigänger Katzen nutzen gerne auch die Rinde von Bäumen zur Kürzung der Krallen.

Die Krallen von Katzen nutzen sich in der Regel von alleine ab, sodass sie nicht zu lang werden. Freigänger haben dabei mehr Möglichkeiten, ihre Krallen zu wetzen. Wohnungskatzen sind ausschließlich auf den Kratzbaum und sonstige Gegenstände – wie Kratzbretter und -pappen, die ein gutes Kratzen ermöglichen, angewiesen.

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Katzenkrallen richtig pflegen

Dennoch kann es auch einmal passieren, dass die Kralle einer Katze zu lang werden. Dieses bemerkt man als Besitzer zum Beispiel daran, dass die Katze beim Laufen auf Fließen oder Laminatböden ein kratzendes oder klapperndes Geräusch verursacht – ganz anders als man es von den samtpfotigen Tieren gewöhnt ist.

Die Krallen können dann beim nächsten Tierarztbesuch gekürzt werden. Hat man diesen Vorgang beim Tierarzt beobachtet und sich ggf. erklären lassen, kann man die Kürzung beim nächsten Mal auch zuhause selbst durchführen. Dieses bedeutet in der Regel weniger Stress für die Tiere.

  • Dabei sollte man entweder einen speziellen Nagelknipser verwenden, den es im Tierfachgeschäft zu erstehen gibt, oder eine stabile Nagelzange.
  • Beim Beschneiden sollte man sehr vorsichtig sein: Lediglich die kleine Spitze der Kralle darf gekürzt werden.
  • An die einzelnen Krallen kommt man übrigens heran, wenn man eine Pfote in die Hand nimmt und auf den jeweiligen Zehenballen drückt.