Katzen Körperbau

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Der Körperbau von Katzen ist ideal an ihr Leben angepasst. Zu den anatomischen Besonderheiten, die diese Tiere zu den perfekten Jägern machen, die sie sind, gehören ihre leistungsstarken Augen und Ohren, ihr flexibler Stützapparat, die ausgeprägte Muskulatur, die besonderen Krallen und Zähne sowie der Schwanz, welcher zur Gewährung der Balance beiträgt.

Körperbau und Anatomie der Katze

Katzen verfügen über eine Reihe von anatomischen Besonderheiten, die ihnen erst ihr ereignisreiches Leben, das zu einem wesentlichen Bestandteil von der Jagd geprägt ist, ermöglichen. Dazu zählen in erster Linie der flexible Stützapparat, die einfahrbaren Krallen, ihr Schwanz sowie ihre ausgeprägte Muskulatur. Es folgt die Beschreibung der Skizze zur Katzen Anatomie.

  1. Große Körperschlagader
  2. Speiseröhre
  3. Magen
  4. Magen-Milz-Band
  5. Milz
  6. Linke Niere
  7. Linker Eierstock
  8. Gebärmutter
  9. Dickdarm
  10. Mastdarm
  11. Scheide
  12. Harnblase
  13. Dünndarm
  14. Lateraler linker Leberlappen
  15. Medialer linker Lederlappen
  16. Akzessorischer Lappen der rechten Lunge
  17. 17. Linker Vorhof
  18. Rechter Vorhof
  19. Herz
  20. Lungenarterienstamm
  21. Arterieller Kopf-Armstamm

Flexibler Stützapparat

Der flexible Stützapparat ermöglicht es, beim Aufsetzen nach Sprüngen – auch von hohen Ausgangspunkten aus – die Wucht des Sprunges abzufedern. Auch die ausgeprägte Muskulatur der Katzen leistet ihren Beitrag dazu, dass hohe Sprünge und das Klettern zum Beispiel auf Bäume erst möglich werden.

Schnelle Reaktionen wie etwa ein Zuschlagen mit der Pfote werden ebenfalls optimal durch den Muskelapparat unterstützt. Besonders ausgeprägt ist die Muskulatur an den Hinterbeinen und am Rücken. Die Katze ist hiermit perfekt für die Jagd ausgestattet.

Einziehbare Krallen

Will man den Sinn der einziehbaren Krallen begreifen, muss man sich den Aufbau der gesamten Pfote einer Katze anschauen: Diese ist an Ballen und an Zehen extrem weich gepolstert. Würde die Katze ihre Krallen nicht einziehen können, würde diese Polsterung gar keinen Sinn machen: Die Krallen würden ein leisen Anschleichen verhindern und somit jeden Beuteerfolg verhindern. Auch würden sich die Krallen zu schnell abnutzen, wären sie beim Laufen ständig ausgefahren.

Der Schwanz einer Katze ist eine weitere Besonderheit, er erfüllt gleich zwei wesentliche Aufgaben. Zum einen ist er wichtig, damit die Tiere beim Balancieren und Klettern das Gleichgewicht halten können.

Zum anderen ist er ein wichtiges Verständigungsmittel für die Katzen: Je nachdem wie er gehalten und bewegt wird, kann die Katze bestimmte Mitteilungen an Artgenossen aber auch an den Halter weitergeben. Ein wild peitschender Schwanz signalisiert dabei nicht wie bei einem Hund freudige Erregtheit, sondern eher Aggression und Jagdtrieb.

Kreislaufsystem und Herz der Katze

Bekannt ist, dass Katzen im Vergleich recht wenig Blut besitzen. Insgesamt fließt knapp ein Viertelliter durch ihren Körper. Das Kreislaufsystem nutzt die Funktion des Herzens als Pumpe. Die Formung des Herzens ist dabei ähnlich wie die der menschlichen Kardia. Der Unterschied: Das Herz der Katze pumpt etwa doppelt so schnell, wie das des Menschen – rund 120 Mal in der Minute. Durchschnittlich benötigt das Katzenblut deshalb 11 Sekunden, um durch den Körper einmal zu fließen.

Das Kreislaufsystem insgesamt funktioniert ebenfalls fast so wie beim Menschen. Arterien sorgen dafür, dass sauerstoffreiches Blut aus dem Herzen in die Peripherie gepumpt wird. Zurück in die Lunge fließt es dann durch die Venen. Dort gibt es Stickstoff ab und nimmt nochmals Sauerstoff auf. Zwischen 30 und 50 mal atmet die Katze zudem pro Minute.

Skelett der Katze

Je nach Anzahl der Schwanzwirbel besteht das Skelett der Katze aus circa 240 Knochen. Der Mensch hingegen besitzt etwa 38 Knochen weniger. Die Katze nutzt zur Fortbewegung 4 Beine und läuft lediglich auf den Zehen, weshalb sie sich sehr schnell nach vorne bewegen kann. Das Skelett zählt:

  • 7 Halswirbel
  • 7 Lendenwirbel
  • 13 Brustwirbel
  • 20-23 Schwanzwirbel

Außerdem weist die Katze ein Kreuzbein, bestehend aus drei verwachsenen Kreuzwirbeln auf. Das Gebiss einer erwachsenen Katze besteht aus circa 30 Zähnen.

Sinnesorgane der Katze

Katzen verfügen über einen ausgesprochen guten Tastsinn. Die Sinnesorgane der Katze sind perfekt an die äußeren Bedingungen angepasst. Mittels der Schnurrhaare können Katzen die Breitenverhältnisse um sich herum besser abschätzen. Gerade auch zur Orientierung in der Dunkelheit sind sie eine gute Hilfe. Tasthaare finden sich sogar an den vorderen Beinen der Katze. Vibrationen und die Richtung, aus der die Vibrationen kommen richtig zuzuordnen kann dann für eine bessere Orientierung sorgen.

Augen und Ohren

Auch die Augen und das Gehör sind bei der Katze besonders. Die Pupillen weiten sich bei Dunkelheit – so wird jedes noch so kleine Licht genutzt. Bei Dunkelheit können Katzen deshalb sehr gut sehen. Die Multifokallinsen sorgen für schärferes Sehen bei geöffneter Pupille.

Die Augäpfel bewegen die Tiere jedoch kaum. Sie erkennen zudem nur die Farben Gelb, Grün und Blau, da sie weniger Zapfen auf der Netzhaut besitzen. Außerdem hören Katzen besser als die meisten Säugetiere – gerade im hohen Frequenzbereich. Katzen können bis 80 Kilohertz hören, der Mensch nur bis circa 20 Kilohertz.

In den folgenden Menüpunkten können Sie alles wissenswerte über diese anatomischen Besonderheiten der Katzen erfahren. Schließlich stellen sich hier eine Reihe von Fragen wie etwa: Wozu dienen die Schnurrhaare einer Katze? Wieso kann sie so hoch springen?

Katzen Verdauungsapparat

Die kräftigen Kiefermuskeln und die scharfen spitzen Zähne lassen leicht erkennen, dass es sich auch bei der Hauskatze um ein echtes Raubtier handelt. Die Reißzähne übernehmen beim Erlegen und Zerreißen der Beute die wichtigste Rolle. Sie können Fleisch, Sehnen und Knochen zertrennen.

Zähne der Katze

Katzenmütter verwenden die Reißzähne aber auch dazu, ihre Jungen per Nackenbiss wegzutragen. Die Jungen fallen dabei in eine Starre und erleiden keine Schmerzen, da sie am Nacken eine Hautfalte haben, die diesen zunächst ruppig wirkenden Umgang ermöglicht.

  • Die Schneidezähne einer Katze sind extrem klein.
  • Sie finden ihren Einsatz beim Abnagen von Knochen eines Beutetiers oder aber, ähnlich wie die kleinen Eckzähne, bei der Fellpflege.
  • Die Backenzähne wiederum dienen dem groben Zermalmen der aufgenommenen Nahrung, wobei eine Katze nicht wirklich kaut, sondern vielmehr Nahrung lediglich grob zerkleinert und dann schluckt.

Insgesamt wird beim Anblick und der Analyse eines Katzengebisses deutlich, dass diese Tiere vorrangig auf den Verzehr von Fleisch ausgerichtet sind. Die Zunge einer Katze weist ebenfalls einige Besonderheiten auf. Wer schon einmal eine Katze seine Hand hat ablecken lassen, wird sofort bemerkt haben, dass die Zunge extrem rau ist.

Papillen und der Magen

Für diesen Eindruck sind die sogenannten Papillen, die zum Teil dornenbesetzt sind und sich auf der Oberfläche der Zunge befinden, verantwortlich. Die dornenbesetzte Papillen erfüllen zwei Funktionen: Zum einen verfangen sich durch die Fellpflege aufgenommene Haare in ihnen, zum anderen dienen sie beim Trinken der Weiterleitung der Flüssigkeit.

Ist die Nahrung im Magen der Katze angekommen, wird sie von der Magensäure zersetzt. Die Magensäfte sind dabei hochkonzentriert, da ja in erster Linie Fleisch und davon zusätzlich auch noch größere Brocken verdaut werden müssen.

Sinnesleistungen der Katze

Der Gehörsinn einer Katze ist um ein vielfaches ausgeprägter als der eines Menschen. Selbst Hunde können von Katzen, was das Hören anbelangt, bei weitem übertroffen werden.

Die Sinne der Katze

Schon allein die schalltrichterförmigen Ohren der Katze tragen dazu bei: Sie können durch viele kleine Muskeln genau in die Stellung gebracht werden, die für ein besseres Hören notwendig ist. Entscheidend ist aber, dass Katzen viel höhere Frequenzen als Menschen und Hunde hören und orten können.

Dieses ist nicht zuletzt bei der Jagd auf das Hauptbeutetier – die Maus – von hoher Bedeutung. Eine Katze steht dabei immer in Hab-Acht-Stellung: Sogar beim Dösen reagiert sie mit Ohrenbewegungen direkt auf kleine Geräusche, die entweder besorgniserregend sind oder auf Beute schließen lassen. Eine regelmäßige Ohrreinigung ist bei der Katze Pflicht, um die Gesundheit beizubehalten.

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Sehsinn

Was Katzen für viele Tierliebhaber so attraktiv macht, sind die großen Augen dieser Tiere. Sie haben aber nicht nur eine besondere Ausstrahlung, sondern sind auch hochentwickelt und perfekt auf das Leben einer Katze zugeschnitten.

Dabei ist wohl der entscheidende Punkt, dass die Augen einer Katze ermöglichen, fast genau so gut in der Dunkelheit zu sehen wie bei Helligkeit. Die Pupillen können sich bei Dunkelheit so stark weiten, dass auch das letzte bisschen Licht genutzt werden kann.

Welche Farben sehen Katzen?

Zudem wurde durch wissenschaftliche Tests erwiesen, dass Katzen eine bestimmte Anzahl von Farben sehen und unterscheiden können. Zu diesen Farben gehören Blau, Gelb und Grün. Orange- und Rottöne werden hingegen nur als gräulich wahrgenommen.

In puncto Farbensehen ist der Mensch also ausnahmsweise einmal im Vorteil. Das vorhandene Farbsehen reicht allerdings völlig aus, um in der angestammten Umgebung problemlos zu überleben.

Etwas ganz besonderes im Bereich der Sinnesleistungen stellt der Tastsinn der Katzen dar. Hier sind die Schnurrhaare besonders wichtig: Sie ergänzen zum einen die guten Augen bei der Orientierung in der Dunkelheit, zum anderen werden sie von der Katze auch bei Helligkeit zur Einschätzung von Abständen benötigt.

So kann eine Katze zum Beispiel durch die Schnurrhaare einschätzen, ob sie sich zwischen zwei Gegenständen hindurch schlängeln kann. Aber nicht nur die Schnurrhaare sind Bestandteil des hoch entwickelten Tastsinns der Katze. Hinzu kommen Tastrezeptoren am ganzen Körper der Katze. So können zum Beispiel die sensiblen Pfoten schon kleinste Erschütterungen wahrnehmen und deren Richtung orten.