Mäusezucht

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Eine eigene Mäusezucht lohnt sich vor allem für Halter von Schlangen. Doch auch in der Medizin sind Mäusezuchten ein großes Thema. Etwa in der Forschung zum Testen von Medikamenten. Mäuse sind als recht robust bekannt und ähneln von ihrem Körperbau dem eines Menschen. Die Verhaltensweise ist mittlerweile sehr gut erforscht, weshalb die Haltung keine große Kunst mehr darstellt. Das Wissen kann aber auch für andere forschungsrelevante Bereiche genutzt werden.

Farbmauszucht: Futter für Schlangen

Lohnt sich eine Mäusezucht denn wirklich? Je nachdem wie viele Schlangen, z.B Kornnattern man hält kann man sicherlich bis zu 1 Euro pro Maus sparen. Zudem weiß man dann auch mehr über die Maus und deren Gesundheitszustand. Dementsprechend kann sich die Aufzucht eigener Futtertiere durchaus lohnen.

  • Hinzurechnen muss man jedoch den zeitlichen Aufwand einer Mäuse Haltung.
  • Mäuse sind bekanntlich sehr schnell in ihrer Vermehrung, weshalb man sich als Anfänger genauer informieren sollte.
  • Die Identifizierung des Geschlechts ist gerade für unerfahrene Halter oft recht schwierig.
  • Eine eigene Mäusezucht muss nicht zwingend mit dem Ziel der Verfütterung als Beutetier ins Leben gerufen werden.

Wer Mäuse lediglich als Haustier halten möchte, der sollte sicher stellen, dass mindestens 2 Mäuse zusammen gehalten werden. Dies gilt aber generell beim Züchten von Mäusen. Die Tiere sind sehr sozial und leben normalerweise immer mit anderen Mäusen zusammen. Zudem sollten Anfänger auf Paare verzichten, die sich fortpflanzen können, da so die Gefahr eines unkontrollierten Wachstums besteht.

Vermehrung und Fortpflanzung

Mittels Duftstoffe lockt das Weibchen das Männchen an. 4-10 Welpen werden nach der Paarung durchschnittlich innerhalb von 21 bis 23 Tagen geboren. Wichtig ist ausreichend Nistmaterial. Hier kann Heu oder unbedrucktes Papier dienlich sein. Auch benötigt das Weibchen mehr Nährstoffe als sonst. Genügend Vitamine in Form von nährstoffreichem Futter sind deshalb umso wichtiger.

Farbmäuse Züchter

Wer Farbmäuse nicht selbst züchten möchte, der kann sich auch an Züchter wenden. In Deutschland gibt es mittlerweile eine recht große Auswahl. Man sollte sich deshalb erkundigen, welcher Züchter sich in der Nähe befindet. Auf diese Weise kommt man unkompliziert an Futtermäuse oder Mäuse, die man selbst als Haustiere halten kann.

Haltung von Mäusen

Ein ausreichend großer Käfig und genügend Futter sowie ausreichend Wasser – das sind die Basics einer erfolgreichen Mäusezucht. Doch auch die Temperatur sollte stimmen. Im besten Fall werden 20 Grad Raumtemperatur konstant gehalten. Zudem sollte der Standort des Käfigs möglichst hell und ruhig sein – jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung. Haben sich die Mäuse einmal gepaart und die Geburt steht an, so vertreibt die Mäusemutter die anderen Tiere aus dem Rudel.

 

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Sie haben nun nichts mehr im Nest zu suchen. Die Jungen werden alle einzeln geboren. Das Junge wird durch das Muttertier von der Nabelschnur und der Eihaut befreit. Anfangs sind die Mäusebabys nackt und blind. In den kommenden Wochen sind sie deshalb voll und ganz von ihrer Mutter abhängig.

Etwa 3 Wochen werden die Kinder gesäugt. Nach 4 Wochen müssen die Mäusekinder jedoch von ihrer Mutter getrennt werden. Außerdem muss eine Trennung nach Geschlechtern erfolgen. In diesem Alter werden sie bereits geschlechtsreif – eine erneute unkontrollierte Vermehrung kann die Folge sein, wenn keine Trennung stattfindet.

Mäusezucht – Futter und Nahrung

Knabbereien und Snacks mit einem hohen Zuckeranteil eignen sich nicht gut als Futter für die eigene Mäusezucht. Vielfach wird solche Nahrung jedoch im Handel angeboten. Mäuse ernähren sich jedoch hauptsächlich von Getreide. Sie nehmen nur wenig Tiernahrung und Früchte zu sich.

  • Eine Körnermischung dient als Hauptnahrung. Etwa 1 Teelöffel pro Tag und pro Maus reicht bereits aus.
  • Hier muss dann abgewägt werden, ob noch etwas liegen bleibt und am nächsten Tag weniger oder mehr Futter nötig ist.
  • Auch benötigen Mäuse tierische Proteine, die häufig in gutem Trockenfutter stecken.
  • Ausreichend Wasser und Frischfutter in Form von Grünfutter dürfen ebenfalls nicht fehlen.
  • Eine kleine Portion Frischfutter am Tag reicht in der Regel aus. Hierzu dient Obst oder Gemüse.

Behälter für die Mäusezucht

Im Handel gibt es spezielle kleine Plastikbehälter für die Mäusezucht. Diese sind meist jedoch eher zum Transportieren gedacht, wenn sie nicht groß genug sind. Ein guter Behälter oder Käfig sollte jedoch ausreichend Bewegungsspielraum bieten und mindestens 80x50x50 cm (bei 2 Farbmäusen) aufweisen. Aquarien haben allerdings meist eine zu schlechte Belüftung.