Hamsterratte

Hamsterratte

Die Hamsterratte ist eigentlich in Afrika Zuhause. Südlich der Sahara befinden sich die meisten, Ratten-ähnlichen Nager. Die Hamsterratte ist eine Unterfamilie der Mäuse, wird aber aufgrund ihrer großen Backentaschen als Hamster bezeichnet. Trotz des Namen gehören sie nicht zu den Ratten und auch nicht zu den Hamstern. Sie haben kleine Augen und einen nackten Schwanz.

Merkmale der Hamsterratte

Die Hamsterratte ist ein kräftig gebautes Tier, das einen großen Kopf besitzt. Die Gliedmaßen sind stämmig und eher kurz. Je nach Art der Hamsterratte gibt es kleine und große Tiere. Auch der Schwanz des Tieres wird aufgrund der Art eher klein oder sehr lang sein. Eine Hamsterratte kann bis zu 7 Jahre alt werden. Sie kann bis zu 45cm und bis zu 2kg schwer werden. Einige Arten können sogar schwerer werden.

Lebensraum und die Lebensweise

Hamsterratten sind nachtaktive Tiere, die in Savannen und auch im Regenwald Zuhause sind. Die Nahrung wird nicht nur sofort gefressen, sondern auch für den späteren Genuss gehortet. Sie ernähren sich überwiegend von Knollen, Früchten und Samen.

Eignen Hamsterratten sich als Haustier?

In den letzten Jahren ist die Hamsterratte immer bekannter geworden. Tierliebhaber schätzen vor allen Dingen, dass das Tier bis zu 7 Jahre alt werden kann. Allerdings muss man sich von dem Gedanken verabschieden, dass es sich um eine kleine süße Maus handelt.

  • Die Hamsterratte ist es gewohnt weite und lange Strecken zu laufen.
  • Das muss auch in Gefangenschaft gegeben sein.
  • Eine Hamsterratte hat andere Bedürfnisse als eine herkömmliche Farbmaus.
  • Sie brauchen auf jeden Fall ausreichend Auslaufmöglichkeiten.
  • Auch Kletter- und Bewegungsmöglichkeiten müssen umfangreich vorhanden sein.

Ein normaler Käfig aus dem Zoofachhandel wird da nicht reichen. Auch die Plastikgefährten der normalen Mäuse sind ungeeignet, denn die Hamsterratte wird das Plastik im Handumdrehen durchnagen und sich die Freiheit erkämpfen. Idealerweise sollte ein Käfig für die Hamsterratte selbst gebaut werden. Er braucht eine ausreichende Größe, kann aber dementsprechend sehr kostenintensiv werden.

Der ideale Käfig für die Haltung und Pflege

Ein Käfig ist nicht ausreichend, aber eine geräumige Voliere ist ein guter Aufenthaltsort für die Hamsterratte. Allerdings sollte die Voliere nicht nur aus Holz sein. Sie muss zudem mit stabilen Blechen verstärkt werden. Der Draht der Voliere muss eine ausreichende Dicke aufweisen. Außerdem muss der Innenraum groß und weitläufig sein. Große Fronttüren sind sehr empfehlenswert.

 

In der Voliere sollten sich dicke Kletteräste aus Obst- oder Laubgehölzen befinden. Eine grobe Rinde ist perfekt zum Klettern. Sitzbretter, die sehr geräumig sind und mit Leitern und Netzen verbunden sind, bieten genügend Spielraum. Der Boden sollte vorrangig gekachelt sein. Das ist perfekt zum Reinigen. Aus dem Boden bieten sich grobe Holzspäne an. Ein kleiner Tisch kann als Futter- und Wasserschalen-Halter genutzt werden. Dadurch ist die Reinigung nicht so häufig notwendig.

Wassernapf: Der Wassernapf muss so stabil sein, dass die Hamsterratten ihn nicht umschubsen können. Ideal ist ein massives Gefäß aus Stein oder ähnliches. Eine Nippeltränke sollte nicht allein angebracht werden. Sie kann aber als zusätzlicher Wasserspender hilfreich sein.

Holzspäne: Für den Bodenbelag ist eine dicke Schicht aus groben Holzspänen geeignet. Die Hamsterratten scheiden eine große Menge an Urin aus, der zudem einen strengen Geruch aufweist. Das grobe Streu nimmt die Menge an Urin gut auf und kann recht einfach entfernt werden.

Wichtig ist, dass die Pinkelecken täglich gründlich gereinigt wird. Bei mehreren Hamsterratten ist eine mehrfache Reinigung notwendig. Nur dann entsteht auch kein dauerhaft strenger Geruch. Im Fachhandel werden Ecktoiletten angeboten, die durchaus sinnvoll sein können, denn Hamsterratten nutzen immer die gleichen Ecken zum Urinieren.

Nistmaterial: Geschredderte Zeitungen bieten sich perfekt als Nistmaterial an. Wichtig ist, dass es sich nicht um Zeitungen oder Kataloge handelt. Auch Klopapier oder Küchenrolle kann als Nistmaterial verwendet werden.

Wärmequelle: Hamsterratten sind eine hohe Temperatur gewohnt und das sollte auch in der Voliere beibehalten werden. Die idealen Temperaturen liegen zwischen 20 bis 25 Grad. Zudem brauchen Sie eine Luftfeuchtigkeit von 50- 60%. Dazu bietet sich eine Heizlampe an. Sie sorgt für eine angenehme Wärme.

Hamsterratte-nahrung

Richtiges Futter für Hamsterratten

Ein spezielles Hamsterratten-Futter gibt es im Handel und auch im Internet nicht. Aus dem Grund bietet es sich an, das Trockenfutter selbst zu mischen. Ideal ist eine Mischung aus:

  • Johannisbrot
  • Wellensittichfutter
  • Weizen
  • Gerste
  • Hirse
  • Futtermais
  • Hafer
  • Futterhaferflocken
  • Erbsenflocken
  • Buchweizen
  • Paddy-Reis
  • Leinsamen
  • Sonnenblumenkerne
  • Wildsamen

Grundsätzlich kann aber auch das Futter von Farbratten genutzt werden. Dann muss allerdings dazugefüttert werden, damit die Hamsterratten mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Grundsätzlich können Farbratten auch mit anderen Nahrungsmitteln versorgt werden. Sie lieben Mandarinen, Karotten, Bananen und auch Äpfel.

Ab und an ist ein gekochtes Ei oder Joghurt perfekt. Weintrauben und Nüsse sollten nicht auf dem Ernährungsplan stehen. Zum Knabbern kann Zwieback oder Knäckebrot gegeben werden. Als Leckerbissen bieten sich milder Käse oder Naturpuffreis an. Wichtig ist, dass das Gewicht der Hamsterratten regelmäßig kontrolliert wird, damit sie nicht übergewichtig werden.