Wo kann man ein Pferd kaufen?

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Majestätisch, grazil und kraftvoll – so lässt sich ein Pferd ohne Weiteres beschreiben. Auch wenn Hund und Katze auf jeden Fall die Top 2 der Haustiere sind, gelten Pferde als etwas ganz Besonderes. Sie beeindrucken einerseits mit ihrer Größe, sorgen auf der anderen Seite mit ihrer Kraft und Dynamik für Staunen.

Wer sich in die Tiere verliebt, will früher oder später das eigene Pferd reiten. Im Prinzip ist ein Vierbeiner schnell gekauft. Warum wäre es aber ein Fehler, beim Pferd unüberlegte Entscheidungen zu treffen und wo das Pferd kaufen?

Wo ein Pferd kaufen und worauf achten?

Generell sollte – sofern tatsächlich über den Kauf eines solchen Tieres nachgedacht wird – nichts überstürzt werden. Nur wer sich wirklich in der Lage sieht, die Verantwortung für ein Pferd zu tragen, kann den nächsten Schritt wagen. Pferde können sehr alt werden. Bis zu 30 Jahre sind durchaus drin. Ist das Wunschpferd fünf Jahre alt, liegt der Großteil eines Pferdelebens noch vor ihm. Und dieses kann für Halter durchaus teuer werden.

Neben dem Besucht des Tierarztes und Futter geht es hier um Stallbox und Reitzeug. Laut dem eHorses-Pferdemagazin können sich solche Kosten schnell auf mehrere hundert Euro im Jahr belaufen, siehe: https://magazin.ehorses.de/pferdekauf-worauf-muss-ich-achten/.

Zukünftige Halter müssen sich nicht nur zu diesen Aspekten im Klaren sein. Wer (sprichwörtlich) aufs falsche Pferd setzt, bekommt mitunter Problem – Frust und Ärger sind vorprogrammiert. Idealerweise bieten sich zwei Möglichkeiten an, wo man das Pferd kaufen kann:

  1. ehorses.de
  2. eBay Kleinanzeigen

Generell stellen Kleinanzeigen Portale die beste Möglichkeit dar. Dort kann man bequem nach Pferdehaltern aus der Nähe suchen und vergleichen, damit zu möglichst günstigen Preisen gekauft werden kann. Aber auch Tiermärkte in regionalen Zeitungen eignen sich bestens, um einen Pferdekauf durchzuführen.

 

Gesundheit und Zustand des Tiers

Einige Punkte stehen beim Kauf eines Pferdes immer im Mittelpunkt. Ganz nach oben auf die Liste gehört die Gesundheit des Vierbeiners. Der aus dem Kofferraum – wie er bei Hunden und Katzen leider oft vorkommt – fällt beim Kauf eines Pferds natürlich aus. Trotzdem passiert es immer wieder, dass Laien/Halter ohne Erfahrung ein Pferd erwerben, dessen Zustand und Gesundheit das Geschäft eigentlich nicht rechtfertigen.

Die Schwierigkeit: Ein auf den ersten Blick gesundes Pferd kann an verdeckten Erkrankungen leiden. Als Beispiel seien hier:

  • Allergien
  • chronische Lungenerkrankungen
  • frühere Verletzungen

genannt.

So kann eine Sehnenverletzung unerkannt bleiben, wenn Pferde nur gelegentlich geritten werden. Dem unerfahrenen Verkäufer fallen diese „versteckten“ Mängel nicht auf. Letztlich schließt er sein Wunschpferd ins Herz – und wird nach einem Vierteljahr mit erheblichen Gesundheitsproblemen des Vierbeiners konfrontiert.

Bedeutet: Beim Kauf eines Pferds muss sehr genau hingeschaut werden. Potenzielle Wunschpferde empfiehlt es sich auch zur Probe zu reiten. Unter Belastung auftretender Husten kann ein erstes Alarmzeichen sein. Denke sollte man auch an eine Pferdekrankenversicherung und eine geeignete Reiterunfallversicherung sowie Pferdehaftpflicht.

Beim Kauf richtet sich der Blick auch auf die Haltungsbedingungen. Ist der Stall in Ordnung oder hinterlässt die Box einen eher bitteren Beigeschmack? Auch die Person des Züchters/Händlers hat in der Entscheidung eine Rolle zu spielen. Geht es um das Tier und ob es in zuverlässige Hände gegeben wird oder steht nur das Geld im Mittelpunkt?

Ein Auge fürs Tier entwickeln

Bevor neue Halter zur Tat schreiten und einen Kaufvertrag für ein Pferd unterschreiben, wird das Tier auf Herz und Nieren geprüft. Für den Laien eine echte Herausforderung. Da gerade Jugendliche und junge Erwachsene eventuell noch nicht wissen, in welche Richtung sich ihr Pferdeinteresse genau bewegen wird, bieten sich zunächst andere Alternativen zum Pferdekauf an. Um ein Gefühl und Auge für die stolzen Tiere zu entwickeln, ist eine Reitgemeinschaft nicht die schlechteste Wahl.

Umgangssprachlich oft auch als Reitbeteiligung bezeichnet, wird sich hier intensiv mit den Tieren beschäftigt. Dies schult das Auge für:

  • Pferde allgemein
  • die Pferdegesundheit
  • das Verhalten der Tiere.

Parallel machen Pferdefans so erste Erfahrungen mit der Pflege und wichtigen Krankheiten. Wer sich jedoch sicher ist, ein Pferd kaufen zu wollen, sollte sich gerade in Bezug auf die Gesundheit der Tiere genau informieren. Im Zusammenhang einer Reitbeteiligung sollten sich Interessierte jedoch auch über andere Dinge Gedanken machen. Was geschieht im Falle eines Unfalls oder Streitigkeiten? Diese Punkte sollte jeder der Beteiligten vorab für sich und später in einem gemeinsamen Vertrag unbedingt abklären.

Eines bietet sich vor dem Kauf immer an: die AKU. Im Rahmen der Ankaufsuntersuchung checkt ein Tierarzt das Pferd durch. Der Umfang einer solchen Untersuchung kann bis zu Blutuntersuchungen und Röntgenbildern gehen. Eine große AKU ist bei einigen Pferden, die bekannt für genetische Defekte bekannt sind, zu empfehlen. Angesichts der Preise für ein Rassepferd ist dieser Aufwand in jedem Fall gerechtfertigt.

Achtung: Sofern ein Pferd noch nicht ausgewachsen ist, dürfen die Ergebnisse der AKU nicht fehlinterpretiert werden. Sie liefern in dieser Situation lediglich Einblicke in den aktuellen Gesundheitszustand. Eine AKU ist bei Jungpferden keine Garantie für später gesunde erwachsene Pferde.

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Wo Pferde kaufen: Passende Charakter

Der Pferdekauf ist eine Wissenschaft für sich. Diese Aussage bezieht sich nicht nur auf die Gesundheit des Tieres. Faktoren wie der Charakter müssen eine Rolle spielen. Einfaches Beispiel: Eine Familie ist auf der Suche nach einem Pferd, mit dem der Nachwuchs reiten lernen kann.

Weil junge Pferde von Beginn an begeistern, wird ein Jungpferd tatsächlich gekauft. Mit den ersten Reitversuchen dämmert es der Familie, dass hier vielleicht übers Ziel hinausgeschossen wurde.

Junge Pferde sind oft:

  • ungestüm
  • energiegeladen

und besitzen damit Eigenschaften, die zum Reiten lernen alles andere als ideal sind. Für Anfänger sind – und dieser Grundsatz muss auch in der Auswahl einer Reitbeteiligung eine Rolle spielen – ältere und gut trainierte Pferde zu empfehlen.

Für diese Zielgruppe ist ein:

  • gutmütiger
  • ausgeglichener

Charakter vorzuziehen. Besonders wichtig muss in diesem Zusammenhang sein, dass ein Pferd in unterschiedlichen Situationen ruhig bleibt. Es darf sich nicht verunsichern lassen, selbst wenn der Anfänger auf seinem Rücken vielleicht gerade einen Fehler macht. Zu eigensinnig dürfen Pferde, welche für diesen Zweck erworben werden, auch nicht sein. Laut Pferdemagazin Cavallo hat neben dem Gencode auch die Umwelt Einfluss auf die Charakterentwicklung eines Pferds.

Verliert das Tier mitten beim Reitunterricht die Lust und trabt nur lustlos umher oder fängt sogar an zu grasen, dürfte sehr schnell Ärger vorprogrammiert sein. Am besten lassen sich unerfahrene Interessenten von Profis unter die Arme greifen, welche den Charakter des Tieres – zum Beispiel beim Satteln – beurteilen können.

Weitere wichtige Aspekte für den Pferdekauf

Ein Pferd kostet schnell 5.000 Euro bis 6.000 Euro. Beim Erwerb des Wunschpferds lässt sich auch schnell die Grenze von 10.000 Euro knacken. Bei solchen Größenordnungen sind Fehler nicht bloß ein kleiner Fauxpas. Nicht auf das richtige Pferd gesetzt zu haben ist äußert ärgerlich. Der Charakter sowie der gesundheitliche Zustand sind natürlich zwei sehr wichtige Aspekte.

  • In der Praxis gibt es noch einige weitere Punkte, welche im Auge zu behalten sind. Sofern in Deutschland nicht das richtige Pferd zu finden ist, gibt es im Ausland potenzielle Kandidaten.
  • Hier darf nicht vergessen werden, sich um die nötigen Formalitäten zur Ausfuhr bzw. Einfuhr zu kümmern.
  • Hierzu gehört zum Beispiel die Gesundheitsbescheinigung beim Transport innerhalb der EU.
  • Gerade wenn Pferde aus Drittländern kommen, kann der Papierberg etwas größer werden.

Gewicht des Pferdes

Wichtig ist für die Entscheidung, nachdem man sich entschieden hat, wo man das Pferd kaufen möchte noch eine andere Frage – die nach dem Gewicht. Pferd und Reiter sollten immer aufeinander abgestimmt werden. So imposant ein American Cream Draft Horse mit einem Stockmaß bis 1,70 Metern sein mag – für Kinder im Vorschulalter ist diese Rasse sicher etwas groß.

Generell gilt als Faustregel, dass ein Pferd bis zu 20 Prozent des eigenen Gewichts als Reiter trägt. Bezüglich der Größe sind Reiter und Widerrist etwa in gleicher Höhe.

Tipp: Einige Pferderassen sind ausgesprochen sportlich, andere Rassen sind Showtalente oder hervorragende Rennpferde. Diese Prägung spiegelt sich auch im Charakter der Tiere wider, was beim Kauf zu berücksichtigen ist.

Damit der Traum vom Pferd kein Albtraum wird

Pferde sind majestätisch und würdevoll. Niemand wird den Tieren diese Attribute absprechen. In Deutschland besitzt knapp eine Million Halter eigene Pferde. Die Zahl der Reiter ist mit knapp 3,9 Millionen noch einmal deutlich höher. Dass nicht jeder Reiter ein eigenes Pferd besitzt, hat ganz verschiedene Gründe. So reiten in einer Familie mehrere Familienangehörige das gleiche Pferd. Zudem ist die Reitgemeinschaft (Reitbeteiligung) hierzulande verbreitet.

Nicht jeder Pferdeliebhaber kann sich 10.000 Euro leisten, um eigene Pferde zu kaufen. Denn es bleibt nicht bei den Anschaffungskosten. Mehrere hundert Euro fließen pro Jahr in das Hobby Pferdehaltung. Umso wichtiger ist es, bereits beim Kauf des Tieres alles richtig zu machen.