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Weißbauchdelfin

Der Weißbauchdelfin, wissenschaftlich als Cephalorhynchus eutropia bezeichnet, ist auch unter dem Namen Chilenischer Delfin bekannt und ausschließlich in den Küstengewässern Chiles zu finden. Er gehört zu den scheueren Vertretern der Delfine und meidet den Kontakt mit Menschen und Booten, was vermutlich auf die Jagdmethoden der Vergangenheit, mit Harpunen von Schiffen aus, zurück zu führen ist. Heute darf der Weißbauchdelfin nicht mehr gejagt werden. Er bevorzugt die seichteren Küstengewässer bis zu einer Tiefe von 200 m.

Wie sein Name bereits vermuten lässt, ist dem Weißbauchdelfin eine charakteristische, weiße Bauchzeichnung zu Eigen, welche durch ein dunkelgraues bis schwarzes Cape mit grauen Flecken ergänzt wird. Die Flipper sind leicht paddelförmig und werden von jeweils einem weißen Fleck hinter selbigen geziert. Die Finne ist abgerundet mit einer sichelförmigen Hinterkante, während die Fluke gekerbt ist.

Mit einer Größe zwischen 1,2 und 1,7 m und bis zu 65 kg ist er ein recht kleiner Vertreter der Delfinfamilie. Seine Körperform ist dabei etwas breiter als die anderer Delfinarten. Auch ihm fehlt die delfintypische Schnauze, die Flossen sind im Verhältnis zu seinem stämmigeren Körper recht klein.

Über die Lebensweise des Weißbauchdelfins kann man nur Vermutungen anstellen, da seine Scheu vor dem Menschen ihn schwer zu erforschen macht. Man geht jedoch davon aus, dass er in seiner Lebensweise anderen Schwarz-Weiß-Delfinen gleicht, da man auch ihn in kleineren Schulen von bis zu zehn Tieren antrifft.

Der Weißbauchdelfin steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere, gilt jedoch aufgrund seiner derzeitig Population nicht sicher als vom Aussterben bedroht.