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Gattung Feresa

Zur Gattung Feresa wird nur der Zwerggrindwal gezählt, der bisweilen auch mit der Gattung Globicephala (Grindwale) zur Unterfamilie Globicephalinae zusammengefasst wird. Wissenschaftlich wird er als Feresa attenuata bezeichnet, als Trivialnamen sind aber auch Zwergschwertwal und Zwergkillerwal geläufig.

Der Zwerggrindwal besitzt generell eine graue Färbung, die ein dunkles Cape und hellere Flecken an der Unterseite aufweist. Seine Größe erreicht 2 bis 2,6 Meter, wobei er kräftig, fast rundlich wirkt, was durch den rundlichen Kopf und den fehlenden Schnabel noch unterstützt wird. Das Gewicht liegt zumeist zwischen 110 und 160 kg. Ein großer Fleck auf der Brust ist meist w-förmig, hellgrau bis weiß. Manche Exemplare besitzen des Weiteren weiße „Lippen“ und ein weißes Kinn. Die Flipper des Zwerggrindwals sind länglich und abgerundet. Die Finne ist ebenfalls lang, dabei jedoch sichelförmig. Die Fluke läuft spitz aus, ist leicht gekerbt und wird Beobachtern beim Untertauchen nur sehr selten gezeigt.

Der Lebensraum des Zwerggrindwals umfasst alle Weltmeere in tropischen und subtropischen Gebieten. In den Meeren gemäßigter Zonen wird er nur selten und vereinzelt gesichtet. Zwerggrindwale gelten als ruhigere Vertreter der Delfinfamilie, die nur für die Jagd aktiv werden. Dann jedoch jagen sind in Schulen von 10 bis 30 Tieren (bisweilen auch größere Gruppen) Fische, Kalmare, bisweilen sogar andere Delfine.

Zwerggrindwale werden in der freien Wildbahn nur selten gesehen und dann auch häufig mit anderen Delfinarten, beispielsweise dem Rauzahndelfin verwechselt. In Gefangenschaft wird diese bedrohte Tierart hingegen heute ebenfalls nicht mehr gehalten, da mehrere Versuche herausstellten, dass die sonst so ruhigen Zwerggrindwale hier gegen ihre Artgenossen und den Menschen aggressiv werden.