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Weißseitendelfin

Der Weißseitendelfin ist ein Vertreter der Familie Lagenorhynchus (Kurzschnauzendelfine), der bisweilen zur besseren Unterscheidung zum Weißstreifendelfin als atlantischer Weißseitendelfin bezeichnet wird. Der wissenschaftliche Name dieser Delfinart lautet Lagenorhynchus acutus. Ebenso wie der Weißschnauzendelfin ist er ausschließlich in den kühler-gemäßigten und subarktischen Zonen des Atlantischen Ozeans zu finden, beispielsweise in den Meeresbereichen rund um Grönland, Großbritannien und Norwegen. Auch in der Nordsee stattet kann man diese Delfinart finden.

Sein Verbreitungsgebiet entspricht somit dem des Weißschnauzendelfins (Lagenorhynchus albirostris), mit dem ihn nicht nur eine enge Verbindung aus wissenschaftlicher, sondern offenbar auch in „tierisch-freundschaftlicher“ Sicht verbindet, da beide Arten häufig zusammen gesehen werden. Als schneller, akrobatisch-verspielter Schwimmer ist er häufig beim Bugwellenreiten sowie beim Springen zu beobachten.

Der Weißseitendelfin besitzt einen robusten Körperbau, der Maße zwischen 1,9 und 2,5 Meter sowie ein Gewicht von bis zu 200 kg erreichen kann. Die männlichen Vertreter dieser Art sind dabei in der Regel geringfügig größer als ihre weiblichen Artgenossen. Kälber sind bei der Geburt etwas größer als einen Meter und haben eine Lebenserwartung von bis zu 27 Jahren. Die Nahrung des Weißseitendelfins besteht vorrangig aus Schwarmfischen, Krebstieren und Tintenfischen, die in den delfintypischen Schulen gejagt werden. Die Größe der Schulen reicht von 10 bis 60 Tiere je nach Örtlichkeit und Nahrungsangebot. Auf hoher See sind die Schulen dabei zumeist größer als in Küstennähe.

In der Optik sind die typischen Streifen an den Flanken prägnant. Während Rücken, Flipper, Finne und Fluke dunkelgrau bis schwarz sind, zeigen die Flanken eine graue, die Unterseite eine weißliche Färbung. Unterhalb der Finne beginnt ein breiter weißer Streifen, über dem ein weiterer, gelblicher beginnt, welcher bis zum Schwanzstiel führt und sich dabei verbreitert. Die Finne ist groß und sichelförmig, die Flipper schlank, spitz zulaufend und weit vorne angesetzt. Der kräftige Körper verjüngt sich erst am Stilende abrupt und geht dann in die deutlich gekerbte Fluke über.

Neben den delfintypischen Bedrohungen durch Umweltverschmutzung und den Fischfang unterliegt der Weißseitendelfin bis heute der Gefahr des Walfangs auf den Faröerinseln. Dieser Walfang wird jedoch vermutlich keine Gefahr für den Bestand dieser Tierart darstellen.