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Weißstreifendelfin

Wie seine Verwandten der Weißseitendelfin und der Weißschnauzendelfin gilt auch der Weißstreifendelfin als aktive und verspielte Delfinart. Zusammen mit diesen beiden stellt er darüber hinaus auch die drei auf der nördlichen Erdhalbkugel lebenden Kurzschnauzendelfine. Sein Heimatmeer ist jedoch der nördliche Pazifik. Dort bevorzugen sie die offene See oder küstennahe Gebiete mit tiefen Gewässern.

Wissenschaftlich wird der Weißstreifendelfin auch als Lagenorhynchus obliquidens bezeichnet. Bisweilen findet man unter den Trivialnamen auch die Bezeichnung pazifischer Weißseitendelfin, was jedoch zu namentlichen Verwechslungen mit dem Weißseitendelfin führen kann. Beide Arten sind endemisch in ihren jeweiligen Lebensräumen, also auf der ganzen Welt nur dort zu finden.

Typisch für den Weißstreifendelfin sind die dunkle bis schwarze Färbung an dem kurzen Schnabel, dem Rücken und der Fluke. Finne und Flipper hingegen sind am Ansatz schwarz, gehen dann jedoch in ein helles Grau über. Die Augen dieser Tiere besitzen häufig eine hellgraue Umrandung. Die Unterseite des Weißstreifendelfins ist hell bis weiß. Vom Kopf ausgehend verläuft ein hellgrauer Streifen bis zur Fluke, der sich im Bauchbereich deutlich verbreitert. Während die Finne groß und sichelförmig aus dem Wasser ragt, ist die Fluke nur leicht gekerbt. Die Zeichnung kann bei diesen Tieren jedoch immer wieder leicht variieren. Sie erreichen eine Größe von 1,7 bis 2,4 Metern und können bis zu 150 kg schwer werden.

Die Geschlechtsreife scheint bei dieser Tierart mit der erreichten Größe zusammenzuhängen. Eine Größe von rund 1,7 bis 2 Metern muss erreicht sein, um bei der Paarungszeit im Sommer teilnehmen zu können. Bei der Geburt können die Kälber durchschnittlich einen Meter Länge erreichen und besitzen eine vermutete Lebenserwartung von rund 40 Jahren innerhalb einer Schule von durchschnittlich 90 Individuen. Gemeinschaftlich werden als Beutetiere Schwarmfische und Kalmare gejagt. Wanderungen sind zwar bei dieser Delfinart bekannt, jedoch nicht genau erforscht.

In der Beobachtung sieht man den Weißstreifendelfin als aktiven, lebendigen Springer, der sich gerne unter andere Kleinwalarten mischt oder die Nähe von Schiffen aufsucht, um auf den Bugwellen zu reiten.