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Gattung Lissodelphis

Die Gattung Lissodelphis besteht aus zwei Gattungen, die sich voneinander vorrangig in ihren Lebensräumen unterscheiden: Der Südliche Glattdelfin (Lissodelphis peronii) lebt in den gemäßigten Zonen des südlichen Pazifiks, der Nördliche Glattdelfin (Lissodelphis borealis) bewohnt die polaren Wassergebiete des Südpols bis zu den kühl-gemäßigten Zonen der nördlichen Erdhalbkugel. Beide bevorzugen Gewässer mit großen Meerestiefen.

Das auffälligste Merkmal der Glattdelfine, das sie von allen anderen Delfinarten unterscheidet, ist die fehlende Finne. Ihr Körperbau ist schlank, mit kleinen Flippern und einer kleinen Fluke. Beide laufen dabei spitz zu, während die Fluke zusätzlich gekerbt ist. Farblich besitzen beide ein dunkles Cape und eine helle Unterseite, die sich jedoch beim Südlichen Glattdelfin bis auf die Flipper und die Unterseite der Fluke ausstreckt.

Mit bis zu 2,5 Metern und einem Gewicht von ca. 100 kg sind die Südlichen Glattdelfine minimal größer und schwerer als die Exemplare der nördlichen Hemisphäre. Entsprechend ihre aktiven, jedoch dem Menschen gegenüber scheuen Art ist nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Man weiß jedoch, dass ihre Nahrung wie die anderer Delfine aus Schwarmfischen und Kalmaren besteht und dass sie in freier Wildbahn eine Lebenserwartung von bis zu 40 Jahren besitzen. In Gefangenschaft hat bisher kein Südlicher Glattdelfin überlebt, bei der nördlichen Art gab es keine Fangversuche für ein Leben in Gefangenschaft.