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Delfine in Gefahr

Wenngleich die Kleinwale vielerorts geschützt sind und nur einige Arten in wenigen Ländern (beispielsweise Norwegen und Japan) gejagt werden, so gibt es über den eigentlichen Walfang hinaus verschiedene Hintergründe, die ebenfalls eine Gefahr für den Delfin darstellen. Daran kann auch die Aufnahme vieler Delfinarten in die Rote Liste der gefährdeten Tierarten nicht viel ändern.

So erschwert beispielsweise die Überfischung von Meeresbreiten die Nahrungssuche der Delfine. Diesen Umstand wiederum nehmen Nationen wie Japan als Argument, dass der Delfin – als Nahrungskonkurrent angesehen – doch gejagt werden solle.

Doch auch der kommerzielle Fischfang gefährdet die Delfine. Die häufig verwendeten Treib- und Schleppnetze werden für die Delfine zu einer Gefahr, da sie genau die Fischarten fangen, die auch den Delfinen als Nahrung dienen. Der Delfin stellt für die Fischer einen sogenannten „ungewollten Beifang“ dar, da sich die Delfine in den Netzen verfangen und als Säugetiere qualvoll ertrinken. Im günstigsten Fall kommt der Delfin mit Verletzungen davon, an deren Folgen jedoch ebenfalls viele Tiere sterben. Bekannt ist beispielsweise mittlerweile die Gefahr für den Delfin beim Thunfisch-Fang. Hierbei findet man heute glücklicherweise Firmen, die auf delfingefährdende Fischfangarten verzichten. Die Produkte tragen in der Regel dann ein entsprechendes Logo mit dem Hinweis auf den delfinsicheren Fang.

Hinzu kommt, dass auch die Meere nicht vor der Umweltverschmutzung durch den Menschen verschont bleiben. An der Spitze der Nahrungskette des Meeres nehmen Delfine dabei nicht nur durch das Wasser die Giftstoffe aus, welche im sogenannten Blubber angereichert werden, sondern auch über die Nahrung mit belasteten Fischen. Anhand zahlreicher verendeter und untersuchter Delfine, die an Land gespült wurden, konnte dies belegt werden.

Neben der Verschmutzung der Meere spielt jedoch auch die verstärkte Schifffahrt eine tragende Rolle bei den Gefahren für die Delfine. Wasser ist ein guter Schallleiter. Der Delfin besitzt ein gutes Gehör, welches durch den Lärm von Menschen und Schiffsmotoren leicht irritiert und überreizt wird. Die Zerstörung dieses Sinns durch die Überreizung zerstört gleichzeitig den für den Delfin lebenswichtigen Ortungssinn über das Sonarsystem. Fehlt dem Delfin die Orientierung, ertrinkt er.