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Die Kontinente

Wer einen genauen Blick auf die aktuelle Weltkarte wirft, dem fällt mit Sicherheit eine Besonderheit auf: Der westliche Teil des afrikanischen Kontinents passt ziemlich genau auf die östliche Seite des südamerikanischen Kontinents. Das ist kein Zufall. Tatsächlich kann man hier erkennen, dass es vor langer Zeit einmal einen Kontinent gegeben hat, der jedoch auseinanderbrach.

Diesem Superkontinent haben die Wissenschaftler den Namen Pangäa gegeben. Er existierte zwischen dem Karbon und dem Jura, mit anderen Worten: Er entstand vor rund 360 Millionen Jahren und brach vor rund 145 Millionen Jahren wieder auseinander. Pangäa entstand durch den Zusammenprall dreier Kontinente: Euramerika, Asien und Gondwana.

Dort konnten sich alle Lebewesen ungehindert ausbreiten. Neben diesem Superkontinent gab es nur noch einen riesigen Urpazifik, Panthalassa genannt. Da Pangäa hauptsächlich in den tropischen Breiten lag, herrschte dort ein sehr warmes, kontinentales Klima, die Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter waren relativ groß. Auf Pangäa gab es eine Art Monsuneffekt: Das sommerliche Tiefdruckgebiet über Pangäa saugte fast ausschließlich Luft vom Festland und nicht von Ozean an. Dadurch kam es zu einer Trockenheit, die mit der aktuellen Klimasituation in Südarabien vergleichbar ist. In der Mitte des Kontinents breitete sich eine gigantische Wüste aus. Extrem starke Wolkenbrüche gab es dagegen wahrscheinlich in Küstennähe.