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Plesiosaurus

Während Ichthyosaurier Fischen sehr ähnlich sahen, hatten Plesiosaurier eine ganz andere Körperform. Körper und Hals waren lang, der Kopf sehr klein, der Schwanz sehr kurz, vier große paddelförmige Flossen dienten der Fortbewegung.

Wie sie die Flossen allerdings zur Fortbewegung einsetzten, wurde lange Zeit unter den Forschern diskutiert. Denn für eine Ruderbewegung waren die Flossen nicht geeignet, da sie spitz zulaufen. Um effektiv rudern zu können, hätten die Flossen nach außen hin gespreizt sein müssen. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass die Plesiosaurier eine andere Technik anwendeten, um sich fortzubewegen. Sie führten eine Art Unterwasserflug aus, der sehr viel Kraft und Muskeln erforderte. Das entspricht in etwa der Fortbewegungsweise, wie wir sie von heute lebenden Pinguinen kennen.

Plesiosaurier waren Fleischfresser. Sie ernährten sich von Fischen, Tintenfischen, Ammoniten, Haien und von Ichthyosauriern. Mitunter fraßen sie auch kleinere Artgenossen. Für die Jagd besaßen sie eine Reihe sehr scharfer, großer, konischer Zähne. Zur Verdauung hatten die Plesiosaurier wie viele heute lebenden Vögel Magensteine. Diese könnten aber zusätzlich die Funktion gehabt haben, den nötigen Ausgleich für den Auftrieb zu schaffen, der durch die Luft in den Lungen entstand.

Noch immer spekuliert wird über die Frage, wie sich die Plesiosaurier fortgepflanzt haben. Sie waren an das Leben im Wasser angepasst. Dass sie zum Eierlegen an Land gegangen sind, ist eher fraglich, denn den Druck des eigenen Gewichts hätte ihre Lunge kaum Stand gehalten.