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Raubvögel

Beim Thema Haustier denkt ein großer Teil der Verbraucher sicher eher an Hunde oder Katzen, aber sicher nicht an Greifvögel. Aber es gibt sie – Liebhaber, die vom äußeren Erscheinungsbild und der Erhabenheit eines Raubvogels begeistert sind. Um diese Tiere aber halten zu können, sollte man nicht nur über die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen verfügen, sprich eine geräumige Voliere, sondern den Raubvogel auch frei fliegen lassen können. Letzteres erfordert dabei vom Besitzer des Vogels eine gewisse Erfahrung und vom Greifvogel ein gewisses Training.

Da beides eine gewisse Einheit bildet, lohnt sich eine gemeinsame Betrachtung des „Trainings“ für Mensch und Tier. Grundsätzlich gilt für Deutschland, dass für die Haltung von Greifvögeln ein sogenannter Falknerschein erforderlich ist. Inklusive eines entsprechenden Kurses und der Prüfungsgebühren müssen interessierte Greifvogelliebhaber allein für einen Falknerschein etwa 2.000,- bis 3.000,- EUR einplanen. Damit nicht genug – ist eine der Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung ein bestehender Jagdschein. Letzterer belastet mit zusätzlichen 1.000,- bis 1.500,- EUR die Haushaltskasse. In Anbetracht der Kosten verdient die Haltung von Greifvögeln sicher ein ähnliches Prädikat wie die Pferdehaltung. Was das Abrichten eines Greifvogels betrifft, müssen die Kosten für Zubehör und die entsprechenden Beutetiere berücksichtigt werden, sofern das Training in Eigenregie durchgeführt wird. Befast sich stattdessen ein erfahrener Falkner mit dieser Aufgabe, steigen die Kosten natürlich an, da in diesem Moment auch der Zeitaufwand berücksichtigt werden muss.