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Allgemeine Krankenversicherung

Beim Anblick einiger Hunde- und Katzenbesitzer kommt der Gedanke auf, dass deren Haustiere eher als Ersatz für den Partner oder Kinder herhalten müssen. Hund und Katze aber eine Krankenversicherung zu verpassen, hätte bis vor wenigen Jahren noch Erstaunen bei vielen Haltern ausgelöst. Aber in den vergangenen Jahren haben selbst einige Größen der Versicherungsbranche diesen Markt für sich entdeckt und rühren kräftig die Werbetrommel, um das Potenzial auch auszureizen. Kein Wunder, schließlich wohnen in deutschen Haushalten mehr als 10 Millionen Hunde und Katzen, von denen lediglich 1% über eine entsprechende Versicherung verfügt.

Kein Wunder also, wenn die Vorstände der Gesellschaften und Versicherungsberater hier das große Geschäft wittern. Was verbirgt sich aber hinter den Offerten? Fragen wie diese dürften sich im Moment viele Halter stellen, schließlich ist der Rund-um-Schutz für die Tiergesundheit nicht gerade billig. Grundsätzlich leistet eine reine Tierkrankenversicherung dann, wenn bei einem versicherten Haustier gesundheitliche Veränderungen auftreten, die eine Behandlung durch den Tierarzt notwendig machen. Und das kann mitunter teuer werden, wie der Blick auf die letzte Rechnung immer wieder vor Augen führt. An dieser Stelle gleich den Stift zu zücken und zur Vertragsunterschrift zu schreiten, ist natürlich etwas verfrüht.

Zum einen lohnt sich fast immer ein Vergleich zwischen den Tarifen. Und zum anderen ist die Frage gerechtfertigt, ob der Abschluss überhaupt notwendig ist. Kleintiere, Vögel und Fische benötigen im Allgemeinen keine Krankenversicherung, sofern es sich nicht um spezielle Exemplare handelt, wie etwa wertvolle Kois oder Zuchtvögel. In beiden Fällen ist auch eine teure Behandlung angebracht, da hier beträchtliche Vermögenswerte auf dem Spiel stehen können. Mit dem Abschluss einer Krankenversicherung lassen sich noch zusätzliche Risiken absichern, da bei einigen Anbietern ein ergänzender Unfallschutz in den Vertrag mit aufgenommen werden kann. Handelt es sich dagegen um Hund oder Katze, kann sich der Abschluss einer Krankenversicherung dann lohnen, gerade wenn es sich um reinrassige Exemplare mit langem Stammbaum und Zuchtbefähigung handelt.

Ähnliches gilt für Pferde, welche bekanntlich in Anschaffung und Unterhalt zu den teuersten Haustieren zählen. Und wer ein teures Hobby hat, sollte es auch entsprechend pflegen. Vor Vertragsabschluss müssen sich Halter aber im Klaren sein, dass eine tierische Krankenversicherung mit einer privaten Krankenversicherung vergleichbar ist – und im Alter steigen die Beiträge. Daneben wird in den meisten Fällen eine Selbstbeteiligung fällig.

Fazit: Für eine Krankenversicherung sollten sich Halter nur unter bestimmten Voraussetzungen entscheiden. Wer sich dennoch vor den Risiken einer teuren Behandlung schützen will, sollte statt dessen zu einer Operationsversicherung greifen.