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Vogel Magnetsinn

Vögel sind mit einem natürlichen Magnetsinn ausgestattet, um hauptsächlich im Flug die Orientierung beibehalten zu können. Für Zugvögel ist der Magnetsinn zur Erde lebensnotwendig. Nur auf diese Weise ist es ihnen überhaupt möglich, ihr typisches Zugverhalten im Jahreszyklus aufrecht zu erhalten und somit ihre Art zu schützen. Betrachtet man beispielsweise den winterlichen Flug in den Süden, zumeist Afrika, kann man erkennen, dass die Vögel unter Einhaltung des Magnetsinns eine Route wählen, die ihr Überleben garantiert. Nicht die direkte Route über Alpen und Sahara wird von den Vögeln in Anspruch genommen, denn dieser könnte ein Verdursten in der Wüste mit sich bringen, sondern vielmehr eine leichte Süd-West-Route, die mit einer späteren Süd-Ost-Wendung einher geht.

Das Erdmagnetfeld ist in der Regel viele Jahre gleichbleibend und umgibt die Erde direkt. Es funktioniert ähnlich einem menschlichen Kompasssystems. Die Richtung der Magnetfeldlinien ist an jedem Punkt der Erdoberfläche gegensätzlich geneigt – bis zu einem 90° Winkel an den Polen, allerdings 0° am Äquator. Internationale Forschungslabore jedoch haben jüngst entdeckt, dass der Klimawandel auch hier einen äußerst negativen Einfluss nimmt und die magnetischen Feldlinien ständig leicht verändert.

Das Erdmagnetfeld kann von den Vögeln zwar mittels Auge, hier durch die Netzhaut, oder durch den Schnabel wahrgenommen werden. Aufgrund der klimatischen Veränderungen allerdings müssen sich die Vögel und weitere Tierarten (z.B. Haie, Meeresschildkröten, Mäusearten, Ameisen, Wespen, usw.) den veränderten Naturbedingungen stellen bzw. anpassen. Prinzipiell unterscheiden die Vögel nach den senkrecht aufsteigenden Magnetfeldlinien der Pole – Südpol und Nordpol – sowie der parallelen Äquatorlinie.

Die Entdeckung des Magnetssinns bei den Vögeln liegt in etwa vier Jahrzehnte zurück und wurde seitdem durch viele Ornithologen ständig weiter erforscht und beobachtet. Die ersten Versuche starteten einst am zoologischen Institut in Frankfurt am Main mit Rotkehlchen und Dorngrasmücken. Das aktuellstes Beispiel betrifft die Untersuchung von Hühnerküken: Diese können ihre Mütter mittels Magnetsinn relativ zügig aufspüren.