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Positurkanarien

Die Positurkanarien werden umgangssprachlich auch als Gestaltkanarien bezeichnet und können auf eine inzwischen fast 300 jährige Tradition zurück blicken. Ihre Einteilung erfolgt nach kleinen glatten Rassen, großen glatten Rassen, gebogenen Rassen sowie Frisékanarien. Zu den kleinen, glatten Rassen gehört unter anderem der Lizard, der Raza Espanol, der Fife Fancy und die Deutsche Haube. Zu den großen glatten Rassen beispielsweise der Norwich, der Crested und Crestbred sowie der Berner. Zu den gebogenen Rassen zählt man den Japan Hoso, Bossu Belge, den Münchner oder Rheinländer sowie den Scotch. Und letztendlich zu den Frisékanarien werden die Süd- und Nordholländer gerechnet, die Pariser Trompeter, der Mehringer oder auch der Paduaner, usw.

Für nahezu jede Positurkanarienrasse hält der ausgebildete Preisrichter eine eigene Bewertungskarte bereit. Schließlich muss er explizit auf die einzelnen Merkmale eingehen. Die Bewertungsrichtlinien entsprechen dabei dem Gefieder inklusive Flügeln, der Haltung, der Form und Größe, teilweise der Farbe, der Frisurart, den Hauben, den Beinen und Füßen, der Kopfform und der Halsstellung, den Stützfedern, usw.

Bei den Positurkanarien ist bereits während der Verpaarung genauestens darauf zu achten, dass eventuelle Fehlbildungen strikt vermieden werden. Somit sollte sich nur ein bereits erfahrener Kanarienzüchter an die Positurkanarienzucht heranwagen. Ebenfalls gilt anzumerken, dass neue Positurkanarienrassen, beispielsweise der Bayernpfeil, bereits einem großen Publikum vorgestellt wurden und um ihre internationale Anerkennung kämpfen. Hierzu muss die Rasse jedoch über mehrere Jahre gezüchtet und ausgestellt werden sowie eindeutige Merkmale aufzeigen, die sie als eigenständige Rasse definieren lassen.

Auch gilt für die Positurkanarien, dass ein Großteil der Rassen äußerst behutsam ins Schautraining eingewöhnt werden muss. Vielfach stehen hierzu spezielle Ausstellungskäfige, nach Rassen unterscheidend, zur Verfügung. Auch sind einige Rassen gesundheitlich empfindlich und sollten extreme Stresssituationen bzw. starke Temperaturschwankungen und dergleichen möglichst meiden.