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Graupapageien

Bei den aus Afrika stammenden Graupapageien sind zwei Arten bekannt. Der Kongograupapagei mit seinen leuchtend roten Schwanzfedern sowie der Timneh Graupapagei mit einem burgunderfarbigen Schwanzgefieder. Wobei der Kongo Graupapagei weit mehr in den Haushalten beheimatet ist. Entsprechend ihrer Namensgebung ist der Rest des Gefieders grau, das Gesicht sehr hellgrau bis fast weißlich. Die Füße sind farblich dem Gefieder angepasst, der Schnabel erscheint in tiefem dunkelgrau. Die Augen sind unbefiedert und wirken dadurch immer wachsam interessiert.

Nachdem der Graupapagei in der Wildbahn eigentlich ein reiner Baumbewohner ist, sollte ihm auch in der Käfighaltung ein ausreichendes Klettergerüst angeboten werden. Frische Baumäste werden hierfür immer gerne angenommen. Zumal er sich in diesen etwas verstecken kann, um seine Ruhephasen einzuhalten. In der Natur gilt der Graupapagei als ausgesprochen scheu. Als Haustier, wo er zumeist als junge Nachzucht in den Familien aufgenommen wird, gewöhnt er sich sehr schnell an seine Besitzer. Graupapageien besitzen innerhalb der Papageien die größte Begabung der menschlichen Lautnachahmung.

Die Ernährung des Graupapageien sollte aus einem Papageienmischfutter und unterschiedlichsten Nüssen sowie Früchten bestehen. Ebenfalls liebt er ein wenig tierisches Futter, wie beispielsweise Läuse auf einem frischen Seerosenblatt. Ferner nagt der Graupapagei gerne an unterschiedlichsten Ästen und Rinden, an Maiskolben oder Bananen, wühlt in der Erde nach Mineralien, etc. Eine abwechslungsreiche Kost ist ihm also stets willkommen.

Verpaart sich der Graupapagei einmal freiwillig, sind die intensiven Beziehungen meist monogam. Stirbt dann einer der beiden Lebenspartner kann es vorkommen, dass der andere Partner aus Sensibilität ebenfalls bald stirbt oder ihn eine psychische Krankheit, wie beispielsweise das Federrupfen, ereilt. Das Phänomen wurde aber auch schon beobachtet, wenn eine menschliche Bezugsperson plötzlich nicht mehr verfügbar ist. Bei einer Lebenserwartung von in etwa 60 Jahren kann dieser Zustand für einen Graupapagei immer eintreten. In modernen Zooanlagen wird der Graupapagei meist immer zu mehreren gehalten, was ihn aber nicht vor einem Partnerverlust und daraus resultierenden Folgen schützen kann.