Vogel Fortpflanzung

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Die Fortpflanzung von Vögeln beginnt mit dem Balzverhalten. Dieses ist zum Beispiel sehr gut beim Pfau zu beobachten. Bei manchen Vogelarten, z.B. den Tigerfinken, wechselt das Männchen hierzu auch sein Federkleid.

Fortpflanzung der Vögel

Auch leben einige Vogelarten monogam, z.B. viele Schwäne, während andere wiederum im Laufe ihres Lebens den Partner mehrfach wechseln. Hat sich dann ein Pärchen gefunden, kommt es zur Kopulation, die bei den meisten Vogelarten mehrfach wiederholt wird.

  • Alle Vogelarten legen anschließend ihre Eier in einem Nest ab, was dann als Gelege bezeichnet wird.
  • Die Nester werden je nach Vogelart unterschiedlich gebaut (natürliche Materialien und teilweise mit Federn gepolstert) und an verschiedensten Orten angebracht.
  • Zum Beispiel zu Storchennester auf Häusern, anderen Vogelnestern in Astlöchern oder Baumkronen, am Wasserufer, usw.

In Gefangenschaft beziehen die Vögel oftmals vorgefertigte Vogelnester, so genannte Kobel oder Nestschalen. Ein Gelege kann aus unterschiedlich vielen Eiern bestehen, was von der jeweiligen Art abhängig ist.

Die Eier selbst bestehen aus einer kalkhaltigen Eischale, dem Eidotter sowie dem Eiweiß. Die Vogelart ist bestimmend für die Eigröße, die Eifarbe sowie die Eiform. Betrachtet man sich einmal Eier verschiedenster Vogelarten kann man beeindruckende Unterschiede feststellen.

Entwicklung

So z.B. Eifarben von weiß über beige bis braun, grün oder bläulich sowie gefleckt, usw. Aus dem Eidotter entwickelt sich der Vogelembryo durch Bebrüten. Manche Vogelarten benutzen hierfür Wirtsvögel, z.B. der Kuckuck und Witwenarten. In Gefangenschaft kommt es bei einer wirtschaftlichen Nutztierhaltung manchmal auch zum Einsatz von Brutautomaten.

Brutzeit der Vögel

Die Brutzeit ist ebenso von der jeweiligen Vogelart abhängig. Das Brüten wird überwiegend von den Weibchen ausgeübt. Während dieser Phase werden sie dann von den Männchen mit Nahrung versorgt. Die Jungtiere schlüpfen mit Ablauf der Brutzeit selbständig aus den Eierschalen, was einen enormen Kraftakt bedeutet. Danach erfolgt die Aufzucht durch die Elterntiere, die bis zur Flugfähigkeit ihrer Brut diese zumeist gemeinsam mit Nahrung versorgen.

Während in der Natur die Fortpflanzung von verschiedenen Klimabedingungen sowie Nahrungsvorkommnissen abhängig ist, kommt es in der Gefangenschaft oftmals zur kontrollierten Fortpflanzung. Hier ist es ratsam, es nicht mehr als zweimal pro Zuchtsaison auf Jungtiere anzulegen, da ansonsten die Vögel zu sehr beansprucht werden.

Vererbung bei Vögeln

Will man sich mit der Vogelzucht beschäftigen, sollte man grundsätzliche Kenntnisse in der Vererbung vorweisen können. Zumal dann, wenn es sich um die Zucht domestizierter Vogelarten handelt.

Die Vererbung bildet nämlich die Grundlage der genetischen Veranlagung, die Lebewesen bzw. Elterntiere, in diesem Fall die Vögel, auf ihre Jungtiere direkt und Generationen übergreifend auch indirekt übertragen. Die Vererbungslehre beruht auf den Grundsätzen der Mendelschen Lehre, benannt nach ihrem Entdecker Georg Mendel.

Vererbung bei Vögeln

Der Erbgang nimmt bei der Erzeugung von Jungtieren seinen natürlichen Lauf. Er basiert auf den Geschlechtchromosomen X und Y. Wobei männlich die Paarung XY und weiblich die Paarung XX aufweist. Ferner spricht man innerhalb der Vererbungslehre von verschiedenen Erbgängen, die sich in dominant, rezessiv, geschlechtsgebunden und intermediär unterteilen lassen.

Dabei kann man davon ausgehen, dass dominante Erbfaktoren sich stets gegenüber rezessiven durchsetzen. Geschlechtsgebundene Vererbung bedeutet allgemein gesehen, dass der Vater direkt auf die Tochter und die Mutter direkt auf den Sohn vererbt. Und der intermediäre Erbvorgang liegt bei den Äußerlichkeiten beispielsweise farblich exakt zwischen zwei Mutationen.

Entwicklung der Jungtiere

Ferner ist die Vererbung von besonderer Bedeutung, da sie sich auf die Entwicklung der Jungtiere auswirkt. Werden zwei dominant vererbende Tiere zur Zucht angesetzt, kann schnell der Letalfaktor eintreten. Dies ist ein Vorgang, der zum Tode der Jungtiere, meist schon zum Absterben der Eier führt. Ebenfalls können sich bei unzureichenden Vererbungskenntnissen Missbildungen bei den Tieren bilden. Blindheit, Verkrüppelungen, und sonstige Behinderungen sind oft auf genetische Probleme zurück zu führen.

Im Gegenzug führten die Vererbungskenntnisse im Bereich der Nutztierhaltung zu entscheidenden Vorteilen. Denn dadurch konnten Haustiere gezüchtet werden, die für die Lebensmittelproduktion eindeutige Vorzüge aufwiesen – z.B. erhöhte Fleischmengen, Fettarmut, usw.

Inzucht ist in jedem Fall zu vermeiden, da sie nicht den natürlichen Grundsätzen und dem menschlichen Ethikverständnis entspricht. Auch dann, wenn vererbungstechnische Rückkreuzungen Vorteile versprechen könnten.