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Brieftauben

Die Brieftaube diente einst als Kommunikationsmittel, um Nachrichten zügig zu übermitteln. Die so genannte Taubenpost funktionierte größtenteils sehr zuverlässig, wird heutzutage jedoch nur noch als Hobbysport durchgeführt. Doch ist es äußerst faszinierend, dass Tauben immer wieder an ihren Heimatstandort bzw. Heimatschlag, augenscheinlich problemlos und zielgerichtet, zurückfinden. Naturgemäß spielt dabei der Magnetsinn eine große Rolle. Wissenschaftliche Forschungen hierzu ergaben erst jüngst, dass sich dieser bei Tauben am Oberschnabel befindet.

Aktuell werden alljährlich zahlreiche Wettbewerbe national und international ausgerichtet. Zeitgemäß meist zwischen April und September eines jeden Jahres. Ansprechpartner und oftmals Organisator in Deutschland ist der Verband deutscher Brieftaubenzüchter e.V. mit Sitz in Essen. Besonders intensiv wird die Brieftaubenzucht auch in unseren Nachbarländern Belgien, Niederlande, Österreich, Schweiz sowie Tschechien betrieben.

Generell können nur gesunde und vitale Brieftauben am Flugwettbewerb teilnehmen. Schließlich zehrt ein Flug über Hunderte von Kilometern gehörig an den Energiereserven. Für diese Zwecke muss der Halter stets die Fettdepots der Brieftauben kontrollieren und notfalls aufstocken, damit genügend Energievolumen für einen Flug vorhanden ist. Ein  Langstreckenflug kann nämlich innerhalb weniger Tage bis zu 50 g Fettverlust bedeuten. Nur so kann die Leistungsfähigkeit und gesunde Rückkehr der Brieftaube garantiert bzw. unterstützt werden.

Erwachsene Tauben werden für Flüge zwischen 100 und 700 km eingesetzt. Wobei Leistungen bis 1.000 km ebenfalls problemlos für die Tiere zu bewältigen sind. Bei Jungvögeln beginnen die Flugdisziplinen bei 80 km und enden in der Regel bei 300 km. Dabei werden von den adulten Brieftauben Fluggeschwindigkeiten bis zu 120 km/h erreicht. Zur Überwachung der Flugleistung und der Tiere wird heute modernste Elektronik eingesetzt. Ebenfalls ist bei großen Wettbewerben immer ein Tierarzt vor Ort. Allerdings können unvorhersehbare Wetterkapriolen die Tiere zu Kursänderungen oder Pausen zwingen. Im Normalfall kommen die Brieftauben dann mit einer Verspätung wieder zu ihrem Besitzer zurück.