Vogelkrankheiten

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Natürlich können auch Vögel von unterschiedlichsten Krankheiten befallen werden. Häufige Vorkommnisse in der Käfighaltung sind Margen-Darm-Erkrankungen, Milben, Legenot und Federrupfen. Teils liegen die Ursachen in einer mangelhaften Ernährung oder aber sind auf eine schlechte Hygiene bzw. psychische Belange zurück zu führen.

Verschiedene Vogelkrankheiten erkennen

Vögel reagieren instinktiv, wenn ihnen etwas in der Behausung nicht zusagt. Sei es mit Durchfall, Fressverweigerung oder ähnlichem. Ein Problem ist dabei oft die Einsamkeit. Immer häufiger gilt es zu beobachten, dass Vögel auf Umwelteinflüsse negativ reagieren. Dieser Aspekt tritt hauptsächlich bei Tieren in Freilandvolieren auf.

Durchfall als Symptom

Diarrhö ist beim Vogel häufiges Symptom für andere Krankheiten. Der Vogel sondert dann schleimigen oder wässrigen Kot aus. Auch Konsistenz, Geruch und Farbe des Vogelkots können sich in dem Fall deutlich unterscheiden. Da Durchfall nicht als eigenständige Krankheit gilt, sollte der Vogel auf die zugrundeliegende Grunderkrankung hin untersucht werden. Häufige Ursachen sind eine Chlamydien Infektion, Virusinfektionen, bakterielle Infektionen oder Stoffwechselstörungen.

In der Regel scheidet der Vogel jedoch Kot und Harn gleichzeitig aus, weshalb sich nicht immer verlässlich sagen lässt, ob der Vogel unter Durchfall leidet oder nicht. Hauptsächlich ist eine veränderte und deutlich flüssigere Konsistenz des Vogelkots Indikator für eine mögliche Erkrankung, einhergehend mit Durchfall.

Kranke Tiere zum Tierarzt

In der Haustierhaltung ist es empfehlenswert, kranke Tiere schnellstmöglich dem Tierarzt vorzustellen. Dies kann mit den richtigen Medikamenten umgehend für die Gesundung der Vögel sorgen. Zumal Vögel bei Krankheiten oftmals sehr stark mit dem Leben bedroht sind. Einige Tierärzte sind auf die Behandlung von Vogelkrankheiten sogar spezialisiert.

Vergiftungsquellen

Haben sich Vögel in ihrer Behausung verletzt, sind die Krallen zu lange oder ist er Vergiftungsquellen ausgesetzt (z.B. Blumendünger), ist der Tierhalter angehalten, diese Gefahr sofort abzustellen.

Da eine Wiederholung vermeidbar ist. Ebenfalls ist der Pfleger angehalten darauf zu achten, dass Vögel nicht allzu sehr verfetten. Dieser Zustand ist auf mangelnde Bewegung und weitaus zuviel Futter bzw. zu fetthaltiges Saatgut zurück zu führen. Moderne Krankheitsbilder, die eigentlich nicht sein müssten und beide Seiten nur unnötig belasten.

Informationen, einen Vogel in der Gefangenschaft gesundheitsbewusst zu pflegen, gibt es beim Tierarzt oder den Vogelvereinigungen. Jeder Vogelbesitzer kann sich somit perfekt damit auseinandersetzen und teilweise sogar vorbeugende Maßnahmen, zum Schutze des gefiederten Freundes bewerkstelligen. Ein gutes Beispiel wäre einmal wöchentlich erkalteten Kamillentee zu verabreichen, der den Magen-Darm-Trakt gesund erhält. Oder auf eine ausreichende Zufuhr von Mineralien und Grit, aber auch zusätzlichen Vitaminen bei Unterversorgung, zu achten.

Krankheiten des Magen-Darm-Trakts

Im Bereich Magen-Darm können unterschiedliche Krankheiten auftreten. Durchfall ist eine davon. Dabei ist der Kot nicht mehr geformt, sondern leicht flüssig und oftmals gelblich. Die Vögel reagieren mit einer allgemeinen Mattheit und benötigen viel Wärme.

Ursachen für Vogelkrankheiten im Magen-Darm Bereich

Ursachen können Stress, falsches Futter, Infektionen sowie Leber- oder Nierenprobleme sein. Das Gegenteil davon ist die Verstopfung, die bei gleichen Ursachen auftreten kann.

  • Damit einhergehende Verdauungsstörungen können bereits vorbeugend durch ein ausgewogenes Ernährungsprogramm behandelt werden.
  • In beiden Fällen ist jedoch immer sofort ein Tierarzt aufzusuchen, da sie schnell zum Tode des Tieres führen könnten.

Vergiftungen

Vergiftungen schlagen sich zumeist ebenfalls zuerst im Magen-Darm-Trakt nieder. Ein Grund hierfür sind im Haushalt vielfach Zimmerpflanzen, die mit Kunstdünger gegossen werden. Die Tiere knabbern im Freiflug gerne an den Blättern und nehmen dadurch das Gift auf.

Aber auch sonst stellen giftige Putzmittel und dergleichen als Gefahrenquelle für die Vögel und sollten unter besonderer Vorsicht eingesetzt werden.

Verfettungen vermeiden

Verfettungen der Tiere, egal welcher Käfighaltung sie ausgesetzt sind, müssen strikt vermieden werden. Denn sie können nicht nur zu Magen-Darm-Krankheiten, sondern auch Herzkrankheit und Atembeschwerden führen.

Fettleibigkeit führt überdies auf Dauer zum qualvollen Tode. Deshalb ist darauf zu achten, dass die Tiere genügend Bewegung erhalten und gleichzeitig die Fütterung entsprechend auf die jeweilige Art und deren Bedürfnisse optimal ausgerichtet ist.

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Vogelkrankheit Psittakose

Unter der Psittakose wird die Papageienkrankheit verstanden, die vom Vogel auf den Menschen übertragbar ist. Von Mensch zu Mensch sind kaum Krankheitsfälle in bezug auf Psittakose bekannt.

Deshalb steht diese Tierseuche unter strengsten Beobachtungsvorschriften und zahlreiche Kontrollfunktionen in der Sittich- und Papageienhaltung sind ausschließlich darauf ausgerichtet. Aber auch Tauben können als Wirtstiere des gefährlichen Erregers fungieren.

Psittakose bei Vögeln

Ab und an bricht Psittakose bei großen Ausstellungen aus, wenn bereits infizierte Tiere mit anderen Tieren direkt zusammen kommen. Dann werden stets großräumige Quarantänemaßnahmen seitens der amtlichen Veterinärmediziner ausgesprochen.

Gleichzeitig erfolgen Kontrollen bei allen beteiligten Ausstellungstieren und deren heimatlichen Stallungen. Den Vogelhaltern selbst und ihren Familienangehörigen wird eine sofortige Untersuchung angeraten.

Symptome

  • Die Krankheit verläuft im Anfangsstadium ähnlicher einer Grippe. Symptome sind unter anderem Glieder- und Kopfschmerzen, Fieber sowie Husten.
  • Bei schwereren Fällen kann eine Verlangsamung der Herztätigkeit und eine Vergrößerung der Milz mit einhergehen.
  • Selten sogar noch zusätzlich eine Hepatitis, schwere Atemnot, eine Hirnhautentzündung sowie ein plötzlicher Herztod.

Bricht die Psittakose beim Menschen einmal durch, gehen die ersten Schmerzen in etwa erst nach einem Monat wieder zurück. Völlig ausgeheilt ist die Krankheit erst nach mehreren Monaten, manchmal auch nie mehr.

Psittakose kann tödlich sein

Bei Kleinkindern oder alten Menschen führt sie sehr oft zum Tod. Ebenfalls verläuft sie tödlich, wenn Menschen zum Zeitpunkt der Erkrankung eine starke Immunschwäche besitzen. Eine Behandlung erfolgt ausschließlich über Antibiotika.

Aspergillose – Symptome und Therapie

Die Aspergillose, auch Schimmelpilzkrankheit genannt, ist eine reine Infektionskrankheit, die auch beim Menschen zu beobachten ist. Sie kann alle lebensnotwendigen Organe befallen und führt deshalb unweigerlich zum Tode, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Inzwischen wird sie sogar als eine der häufigsten Krankheiten bei Vögeln, besonders bei Papageien, diagnostiziert.

Bronchien, Lungen und das Herz sind besonders vom Befall gefährdet. Am Anfang erscheint die Krankheit oft sehr harmlos und wird als leichte Erkältung abgetan. Hat sie aber erst mal das zentrale Nervensystem befallen, ist kaum mehr eine Chance für den Vogel auf Heilung gegeben.

Allerdings darf der Vogelhalter nicht bei allen Atemerkrankungen sofort auf Aspergillose tippen. Normale Erkältungen durch Zugluft bis hin zur Lungenentzündung, sonstige Infektionen, Schilddrüsenerkrankungen oder Luftreizungen können ebenfalls zu Atemnot und dergleichen führen. In solchen Fällen kann jeder Tierarzt schnell und unkompliziert helfen. Durch Verabreichung der richtigen Medikamente wird größtenteils eine Heilung erzielt.

Therapie und Behandlung

Medikamentös wird es in der Regel mit Voriconazol oder aber auch Amphotericin B therapiert. Wiederum ist auch bei Vögeln Asthma als Krankheitsbild anzutreffen. Hierbei ist eine Linderung der Beschwerden möglich, niemals eine völlige Heilung.

Jedoch können die Tiere meist ein angenehmes Leben in der Gefangenschaft führen. In der Natur würde Asthma normalerweise ein gewisses Todesurteil bedeuten. Vor allem schon deshalb, weil die enormen Stressfaktoren gegenüber anderen Jagdtieren kaum damit ausgehalten werden könnten.