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Psittakose

Unter der Psittakose wird die Papageienkrankheit verstanden, die vom Vogel auf den Menschen übertragbar ist. Von Mensch zu Mensch sind kaum Krankheitsfälle in bezug auf Psittakose bekannt. Deshalb steht diese Tierseuche unter strengsten Beobachtungsvorschriften und zahlreiche Kontrollfunktionen in der Sittich- und Papageienhaltung sind ausschließlich darauf ausgerichtet. Aber auch Tauben können als Wirtstiere des gefährlichen Erregers fungieren.

Ab und an bricht Psittakose bei großen Ausstellungen aus, wenn bereits infizierte Tiere mit anderen Tieren direkt zusammen kommen. Dann werden stets großräumige Quarantänemaßnahmen seitens der amtlichen Veterinärmediziner ausgesprochen. Gleichzeitig erfolgen Kontrollen bei allen beteiligten Ausstellungstieren und deren heimatlichen Stallungen. Den Vogelhaltern selbst und ihren Familienangehörigen wird eine sofortige Untersuchung angeraten.

Die Krankheit verläuft im Anfangsstadium ähnlicher einer Grippe. Symptome sind unter anderem Glieder- und Kopfschmerzen, Fieber sowie Husten. Bei schwereren Fällen kann eine Verlangsamung der Herztätigkeit und eine Vergrößerung der Milz mit einhergehen. Selten sogar noch zusätzlich eine Hepatitis, schwere Atemnot, eine Hirnhautentzündung sowie ein plötzlicher Herztod.

Bricht die Psittakose beim Menschen einmal durch, gehen die ersten Schmerzen in etwa erst nach einem Monat wieder zurück. Völlig ausgeheilt ist die Krankheit erst nach mehreren Monaten, manchmal auch nie mehr. Bei Kleinkindern oder alten Menschen führt sie sehr oft zum Tod. Ebenfalls verläuft sie tödlich, wenn Menschen zum Zeitpunkt der Erkrankung eine starke Immunschwäche besitzen. Eine Behandlung erfolgt ausschließlich über Antibiotika.