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Legenot

Legenot trifft naturgemäß nur die weiblichen Vögel. Sie tritt aber recht häufig auf und kann schnell zum Verenden des Vogels führen. Denn das Ei hat sich dabei im Legedarm oder der Kloake dermaßen festgesetzt, dass ein Ausstoßen kaum mehr aus eigener Kraft des Vogels möglich ist. Aus diesem Grunde muss der Vogelhalter bzw. der Vogelzüchter vor allem während der Zuchtphasen ständige Kontrollen der Nester und bei den Weibchen durchführen.

Erkennbar ist die Legenot an der Verfassung der Tiere. Die Weibchen wirken dabei sehr matt, stoßen schmerzhafte Laute aus und sitzen meist in einer Ecke am Boden. Manchmal wirkt ein heftiges Pressen wie eine starke Atemnot und gleichzeitig tritt dünnflüssiger Kot aus. Der so genannte Legesack tritt stark hervor und wirkt entzündet. In vielen Fällen hilft dann eine leichte Bauchmassage, Wärmelampen und Rizinusöl. Doch dabei ist höchste Vorsicht geboten, damit das Ei nicht im Laib zerdrückt wird. Hat der Vogelhalter hierbei keine Erfahrungen, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

Legenot trifft oft sehr junge Hennen oder ist auf hormonelle Störungen zurück zu führen. Tritt die Legenot bei einem Weibchen vermehrt auf, sollte eine weitere Zucht absolut vermieden werden. Aber auch wenn bei den Tieren Haltungsschäden vorhanden sind, kann es zur Legenot kommen. Selten sind die Störungen in der Ernährung (z.B. Vitaminmangel) zu suchen. Weiterhin kann plötzliche Kälte in der Freilandhaltung ein Problem darstellen.