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Vogelpocken

Vogelpocken sind eine sehr gefährliche Viruserkrankung, die beim Veterinäramt bzw. der unteren Naturschutzbehörde anzeigepflichtig ist. Man unterscheidet dabei Arten spezifisch bis zu 11 unterschiedliche Pockenviren. Als wohl gefährlichste Form werden die Kanarienpocken bezeichnet, die meist zum Tode der Vögel führen. Die Infektion erfolgt von Tier zu Tier, in seltenen Fällen der Wildbahn über Wirtstiere, beispielsweise durch Mückenstiche. Vogelpocken sind allerdings nicht von Vogel auf Mensch oder Säugetier bzw. umgekehrt übertragbar. Behandelbar sind Vogelpocken mit Antibiotika.

Vogelpocken sind durch eine Art eitrige Bläschen an Augen, Nase, Schnabel und Beinen erkennbar. Irgendwann platzen diese Bläschen und vernarben dann allmählich. Die Narbenheilung verläuft bei den meisten Pockenarten so gut, dass sie später kaum mehr sichtbar ist. Weitere Anzeichen sind Erkältungserscheinungen und starke Atemnot. Diese Pockenform führt weitaus schneller zum Tode der Vögel.

Ferner wird es für einen Vogelbestand gefährlich, wenn ein Tier an Vogelpocken erkrankt ist, diese aber nicht ausbrechen. Trotzdem trägt es den Virus in sich und kann andere Vögel damit anstecken. Bis es dann zum endgültigen Ausbruch kommt, kann bereits eine komplette Zucht davon betroffen sein.

Eine wirksame Behandlung zur völligen Ausrottung der Vogelpocken ist bis heute nicht möglich. Die Forschung beschäftigt sich zwar ausgiebig mit Impfstoffen, vor allem Lebendimpfstoffen. Doch der absolute Durchbruch ist noch nicht geschafft. Einzigste Möglichkeit ist eine vorzeitige Impfung gegen Kanarienpocken durch den Tierarzt, damit die Krankheit erst gar nicht auftreten kann. Empfehlenswert vor allem für wirtschaftsorientierte Geflügelbetriebe.