Schuppen der Fische

Fischschuppen eines Fisches im Wasser

Die Haut der Fische erfüllt viele unterschiedliche Funktionen: Sie schützt den Fisch und dient auch der Atmung und als Sinnesorgan. Die oberste Schicht bildet die Schleimhaut, die die darunter liegenden Schuppen bedeckt.

Die Schleimhaut verringert auch den Reibungswiderstand im Wasser und ermöglicht Fischen, schneller voranzukommen. Außerdem schützt die Schleimhaut die Fische auch vor dem Angriff von Krankheitserregern.

Schuppen der Fische

Die Schuppen haben sich aus der Lederhaut entwickelt. Sie verstärken zusätzlich den Schutz, der bereits durch die Schleimhaut besteht. Es gibt einige Fischarten, die ohne Schuppen auskommen. Diese haben dafür eine dickere Schleimhaut.

Die Anordnung der Schuppen ist mit der Anordnung von Dachziegeln vergleichbar. Diese bilden geordnete Reihen. Gehen einzelne Schuppen verloren, wachsen sie wieder nach. Bei Fischen kann man drei unterschiedliche Schuppenformen unterscheiden: Rundschuppen, Kammschuppen und Schuppen, die elliptisch und unregelmäßig sind.

Fischschuppen – Charakteristik

Wie bereits erwähnt ist eine S

 

chuppen-Art die Rundschuppe. Diese kann man nochmals unterteilen. Diese Kategorisierung wird aufgrund der Größe, der Farbe und der materiellen Beschaffenheit unterschieden. Man variiert unter folgenden Klassifizierungen:

  • Aalschuppe
  • Cyprinidenschuppen
  • Heringsschuppen
  • Hechtschuppen
  • Forellenschuppen
  • Quappenschuppen

Hobbyfischer und Fischliebhaber sind in der Lage die Fische sogar an ihren Fischschuppen auseinander zuhalten.

Kammschuppen bedingen Beweglichkeit

Rund- und Kammschuppen übersähen den Fischkörper mit dachziegelartigen Fischschuppen. Dieses System ist für Fische ideal und bedingen einwandfreie Beweglichkeit. Zudem bieten sie ausreichend Schutz. Darüber liegt, wie bei anderen Schuppenformen auch, die Oberhaut. Dabei gilt folgender Merksatz: Je kleiner die Schuppen desto größer die Schleimhaut.

Schuppen unter dem Mikroskop

Fischschuppen sehen sehr schön aus

Untersucht man Schuppen im Mikroskop, so fällt auf, dass sie eine bestimmte Struktur aufweisen. Wie bei den Jahresringen eines Baumes kann man durch die Schuppen das Alter und überstandene Krankheiten erkennen.

Die Färbung der Fische wird im Wesentlichen von der Lederhaut bestimmt. In ihr befinden sich viele Farbzellen. Fische können sich durch die Farbgebung an ihre Umwelt anpassen und sich somit tarnen, denn die roten, gelben und schwarzen Farbzellen können sich wie eine Pupille öffnen und schließen.

Warum haben Fische Schuppen?

Einfach gesagt dienen die Fischschuppen als Schutz gegen Schäden und Krankheitserreger. Die zarte Fischhaut würde bleibende Schäden davontragen, wenn sie an Steinen vorbei schleift. Auch könnten Krankheitserreger so deutlich leichter in die Haut eindringen. Es gibt auch Fische ohne Schuppen, diese besitzen jedoch oftmals ein Knochenschild.

Wachstum von Fischschuppen

Fische werden bereits mit ihren Schuppen geboren. Da sie noch zu ihrer letztendlichen Größe heranwachsen müssen, ist es nur logisch, dass auch die Schuppen mit ihnen wachsen. Zudem wurde erforscht, dass Fischschuppen im Sommer bekanntermaßen schneller wachsen als im Winter.

Ein weiterer Einfluss auf den Wachstum der Schuppen der Fische ist die Laichzeit. Diese hinterlässt Spuren und erzählt Experten sogesehen eine Geschichte. Wenn der Fisch verletzt ist, wachsen seine Fischschuppen gleichmäßig und zügig nach.

Auffällige Fischschuppen

Fische besitzen an ihren Seiten ein Organ, das aufgrund der „offenen“ Schuppen den dort liegenden Sinneszellen Berührungspunkte zum Wasser bieten. Diese sind in der Regel besonders schön anzusehen. Aufgrunddessen ist ein Brauch entstanden, bei dem man die Schuppen eines Weihnachtskarpfen in die eigene Geldbörse legt – das soll ein gutes Einkommen im nächsten Jahr bedingen.

Fischschuppen entfernen

Fische lässt man im Idealfall im Fischgeschäft selbst von den Schuppen befreien. Möchte man jedoch zu Hause einen ganzen Fisch entschuppen, so empfiehlt es sich diesen in heißes Wasser zu legen und anschließend mit kaltem Wasser abzuschrecken.

Vorhandener Fischgeruch kann durch Essig neutralisiert werden. Im Handel gibt es spezielle Fischentschupper, die bei der Entschuppung helfen.