Süßwasserfische

Sueßwasserfische

Die Süßwasserfische stellen eine wichtige Nahrungsgrundlage für den Menschen dar und sind darüber hinaus wichtige Glieder im ökologischen System der Binnengewässer. Trotzdem gehört beinahe die Hälfte der Süßwasserfische zu den bedrohten Tierarten. Die zunehmende Verschmutzung der Gewässer seit der Industrialisierung sowie der zunehmende Verbau der Gewässer durch Staudämme, Schleusen und Kanäle sind hierfür die Hauptursache.

Süßwasserfische Merkmale und Systematik

Im Gegensatz zu den Meeresfischen ist ihr Verbreitungsgebiet oft sehr klein, sie haben auch kaum die Möglichkeit, sich in Gebiete zurückzuziehen, in denen bessere Lebensbedingungen herrschen. Meist begrenzt sich ihr Lebensraum auf ein Flusssystem oder einen See.

  • Das Leben in einem solch begrenzten Raum birgt viele Schwierigkeiten, denn häufig ändern sich die Umweltbedingungen schnell und drastisch.
  • Die Temperatur und der Sauerstoffgehalt des Wassers sind Schwankungen unterworfen.
  • Außerdem führen je nach Jahreszeit und Wetter Flüsse mal mehr und mal weniger Wasser.

Systematik

In der Systematik zählt man fast alle im Süßwasser lebenden Fische zu den Knochenfischen. Fische, die sich im Süßwasser entwickelt haben (primäre Süßwasserfische), weisen keine Salztoleranz auf, können also in salzigem Wasser nicht leben. Zu ihnen zählen zum Beispiel die Karpfen und Welse.

Andere Süßwasserfische haben Vorfahren, die aus dem Meer stammen (sekundäre Süßwasserfische); sie besitzen eine geringe Salztoleranz. Beispiel hierfür sind die Barsche. Einige wenige Süßwasserfische können sowohl im Meer als auch im Süßwasser leben (periphere Süßwasserfische): zu ihnen gehören beispielsweise die Lachse und Aale.

Süßwasserfische und die Gefährdung

Mehr als 500 Fischarten sind bekannt. Die Süßwasserfische sind perfekt an das Leben im Süßwasser angepasst. Da sie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch von großer Bedeutung sind, ist es umso problematischer, dass viele Arten vom Aussterben bedroht sind.

Hauptgründe dafür sind Verschmutzungen durch den Menschen, der Verbau von Gewässern und die Zerstörung von Auen. Problematisch ist hier auch die geringe Größe des Verbreitungsgebietes von Süßwasserfischen. Gebiete mit besseren Lebensbedingungen bleiben ihnen deshalb verwehrt. Auch plötzliche Temperaturschwankungen und der regelmäßige sich ändernde Sauerstoffgehalt im Wasser sind ebenfalls als problematisch anzusehen.

 

Bedeutende Fische, die im Süßwasser leben: Karpfen, Zander, Forelle, Pangasius, Lachs, Wels, Aal, Barsch, Hecht, Brassen, Giebel, Koi, Bachforelle, Regenbogenforelle und der europäische Stör.

aal

Raubfische

Zu den bekannten Raubfischen unter ihnen gehören der Aal, der Barsch, der Hecht, der Kaulbarsch, die Quappe, der Rapfen, der Wels und der Zander. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie andere Fische oder die Fischbrut fressen. Weiterhin werden auch kleine Säugetiere und Vögel als potentielle Nahrung herangezogen.

Schnelle Beutetiere stellen dabei ebenso kein Problem dar. Viele Raubfische können hohe Geschwindigkeiten erreichen und dies als Vorteil in der Jagd nutzen. Der Schwertfisch kann sogar bis zu 100 km/h schnell werden.