Teletakt Halsband

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Sitz, Platz, bei Fuß! Die Kommandos kennen Herrchen in und auswendig. Einige greifen bei nicht gehorchen nach Teletakt Halsbändern mit Strom, diese dienen als Hilfsmittel für die Erziehung von Hunden und sind in Deutschland nicht gestattet.

Ein professionelles Trainingshalsband für Hunde ist die bessere Alternative. Dieses arbeitet zum Beispiel mit einer Sprühfunktion.

Was ist ein Teletakt Halsband?

Eine der harten Formen der Hundeerziehung ist das Teletakt Halsband, auch elektrisches Erziehungshalsband, Ferntrainer oder Teleimpulsgerät genannt.

Der Ferntrainer besteht aus einem Halsband und einer dazugehörigen Fernbedienung. Am Halsband befindet sich ein Empfänger, gesteuert wird per Fernbedienung.

Eine Auswahl passender Produkte in der Übersicht:

Der Empfänger hat verschieden starke Stufen in denen er – nur vibriert, Signaltöne abspielt oder kleine Stromschläge abgibt. In der Regel haben die Halsbänder zwischen 2000 und 5000 Volt, dafür aber geringe Ampere Stärken.

Funktion eines Teletakt Halsbandes

Teletakt Halsbänder mit Stromschlägen sind zwar in Deutschland verboten, aber nicht jeder hält sich an das Gesetz. Viele Hundebesitzer schieben die Ungehörigkeit des eigenen Vierbeiners auf alles andere, statt den Fehler bei sich selbst zu suchen. Es gibt jedoch auch tierfreundliche Erziehungshalsbänder für Hunde.

  • Durch die Unverständnis greifen diese folglich zu Teletakt Halsbändern.
  • Der Hund trägt das Halsband und der Mensch verpasst ihm mit Hilfe der Fernbedienung einen kleinen Stromschlag, sobald Fehlverhalten des Hundes auftritt.
  • Es gibt verschiedene Stufen, von Vibration – bis kleine Stromschläge (Kann je nach Hundeart variiert werden) und der Halter kann per Knopfdruck entscheiden, was sein Hund darf, oder nicht darf.
  • Auch die Reichweite von Ferntrainern ist unterschiedlich.
  • Die einfachen Halsbänder haben eine Reichweite von 200-300m, während die Profigeräte bis zu 1700m Reichweite mit sich bringen.

Rechtslage bei Teleimpulsgeräten für Hunde

Telereizgeräte sind in Deutschland generell verboten. Dazu ein Auszug des deutschen Tierschutzgesetzes:

Tierschutzgesetz §3 Nr. 11: ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist.
Quelle: http://www.tierundnatur.de/tsg-pa03.htm

Grundsätzlich gilt, dass Hundeerziehung verboten ist, sobald sie mit erheblichen Schmerzen oder Leiden verbunden wird. Die mutmaßliche Nutzung der illegalen Erziehungsmethode wird mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet.

Eine anonyme Anzeige brachte im September 2014 einen Hundebesitzer vor Gericht. Er soll auf einem Gelände mittels eines Teletakt Halsbandes seinem Vierbeiner einen Stromstoß zugefügt haben, um den Hund zu zurecht zu weisen.

Bei der Hausdurchsuchung fanden die Beamten in seinem Hänger 2 Teletakt-Geräte, die Gebrauchsspuren aufwiesen. Ein Fund, der den Tierquäler zwar belastet, aber nicht überführt, denn der Kauf und Besitz ist im Gegensatz zum Gebrauch legal.

 

Einsatzgebiet der Teletakt-Halsbänder

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Die Anwendungsgebiete sind äußerst vielfältig.
Am meisten werden diese Art Halsbänder in der Jagd verwendet.

Hier weitere Beispiele der Anwendungsgebiete:

  • Unterordnung (Fußarbeit)
  • Anti-Aggressions-Training
  • Rückruf
  • Schutzdienstausbildung
  • Absicherung von Kommandos
  • Verhaltensabbruch

Alternativen zum Teletakt-Halsband

Um den eigenen Hund sachgemäß zu erziehen, braucht man hauptsächlich einen langen Geduldsfaden.

Wichtig: Hunde lernen durch Verknüpfungen und Konditionierung.

Streicheleinheiten und/oder ein Leckerli dienen als Belohnung.
Auch spielen bedeutet Belohnung für den Hund.

Mögliche Alternativen zum Teletakt Halsband

  • Sprayhalsband: Bei einem Sprayhalsband für Hunde, kommt ein Spritzer Wasser statt des Elektroschocks aus einer kleinen Düse des Halsbandes.
  • Ultraschall Halsband: Ultraschallton wird vom Hund als lästig empfunden und zeigt so sein Fehlverhalten auf.
  • Wurfschelle: Gebogene, kleine Scheiben an einem Band, die beim Herunterfallen einen Ton erzeugen.
  • Schleppleine: Spezielle Ausführung von Leine, die 5 bis 20 Meter lang sein kann.
    Speziell für Kommandos, wenn der Hund nicht am Mensch ist.
  • Training am Wildgehege: Um auf Nummer sicher zu gehen, dass der Hund hört wenn er auf Wild stößt.

Aversive Hilfsmittel im Allgemeinen

Zu aversiven Hilfsmitteln zählen alle, dem Hund Schmerz bereitende, unangenehme, erschreckende Hilfsmittel, die als tierschutzrelevant eingestuft sind. Aversive Hilfsmittel stellen eine Bestrafung dar, da durch deren Einsatz das Verhalten des Hundes unterbrochen wird.

Zu den aversiven Hilfsmittel zählen:

  • Stachelhalsband/ Kettenwürghalsband: Halsband, zumeist aus Stahl, dessen Stacheln nach innen gehen. Das Halsband zieht sich zusammen, sobald der Hund anfängt zu ziehen. Das Kettenwürghalsband funktioniert nach dem gleichen Prinzip, der Unterschied ist, dass sich an diesem Halsband keine Stacheln befinden.
  • Elektroschock: Elektroschocks durch Teletakt Halsbänder. Diese Art von Hundeerziehung wurde ebenfalls in der Diensthund-Ausbildung angewendet.
  • Wurfketten: 2 Ketten, die von 2 Ringen zusammengehalten werden. Dienen dazu, sie dem Hund hinterher zu werfen um Aufmerksamkeit zu gewinnen.
  • Antibellhalsbänder: Teletakt Halsband, dass durch die Vibration des Hundekehlkopfes beim Bellen ausgelöst wird.
  • Moxonleine (Retrieverleine): Eine Leine mit Halsband integriert. Das Halsband zieht sich bis zum verstellbaren „Stopper“ wie Ketten-/Stachelhalsband zu.
  • Signalleine: Diese Leine erweist sich als besonders gravierend. Die Leine wird vor dem Kehlkopf angelegt und führt direkt hinter den Ohren, um den Kopf nach oben zur Leine. Über einen kurzen Ruck soll der Hund gehorchen. Dies ist allein deshalb sehr schmerzhaft, da Schäden am Kehlkopf und am Zungenbein möglich sind.

Wichtig: Der Einsatz eines Erziehungshalsbandes sollte selbstverständlich immer gut überlegt und geplant sein. Diese Art von Trainingshilfe kommt nicht zum dauerhaften Einsatz, sondern dient ausschließlich zu Ausbildungszwecken.

Worauf beim Kauf geachtet werden muss

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Nach Analyse ist es sinnvoll, sich zuerst Gedanken zu machen und in Erwägung zu ziehen, ob ein spezielles Training oder das Zurateziehen eines Hundetrainers im Vorfeld Erfolg bringen könnten.

Es empfiehlt sich beim Kauf eines Teletakt Halsbands bzw. Erziehungshalsbands auf gute Qualität zu achten, um von einer langen Haltbarkeit ausgehen zu können.

Um alle Varianten der Erziehungshalsbänder zu vergleichen, stehen im Netz verschiedene Vergleichsseiten zur Verfügung. Eine Auswahl findet sich auch auf dieser Seite. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Tasten der Fernbedienung des Halsbandes groß genug sind, um ein Fehlbedienungen vorzubeugen.

Für Hundebesitzer, die den Ferntrainer aus Überzeugung nutzen möchten und das Gesetz umgehen, gibt es im Internet Überzüge in verschiedensten Farben, um sich vor Beschädigungen oder Blicke Dritter zu schützen.

Fazit zu Teletakt Halsbändern

Eine solche Trainingshilfe nutzt man nicht für den Dauergebrauch. Nur während der Ausbildung oder zur Korrektur bestimmter Kommandos. Generell muss sich jeder Hundebesitzer mit den Problemen seines Hundes auseinandersetzen und dann entscheiden, ob die Erziehung mit dem Erziehungshalsband Sinn macht.

Auf Grundlage der Lerntheorie, dass Hunde am Erfolg besonders gut und nachhaltig lernen, muss die Hundeausbildung auf das jeweilige Tier abgestimmt werden.