Fadenwürmer (Nematoda)

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Mehr als 20.000 verschiedene Arten der Fadenwürmer, welche auch Nematoden genannt werden, sind bekannt. Der Stamm wird dem Tierreich zugeordnet – innerhalb der vierzelligen Tiere gehören sie zu den individuenreichsten Gruppen. Die fädigen Würmer weisen ein farbloses, sehr kleines Erscheinungsbild auf. Das Lebensumfeld ist größtenteils feucht. Einige Arten sind im Gegensatz zu den Regenwürmern parasitär.

Fadenwürmer – Prasiten bei Hund, Katze und Mensch

Zu den Fadenwürmern gehören auch Spulwürmer. Diese sind als Parasiten bei unseren Haustieren und auch beim Menschen bekannt. Durch Verzehr kann sich jedes Lebewesen anstecken, beispielsweise durch den Verzehr von rohen Lebensmitteln. Sind diese mit den Eiern, beziehungsweise den Larven der Nematoden verunreinigt, so ist die Gefahr einer Ansteckung sehr hoch.

Diverse Symptome und Beschwerden können von den Parasiten ausgelöst werden. Sie gehören zu den Parasiten, die auch den Menschen sehr häufig befallen. Besonders oft kommen sie in Entwicklungsländern tropischer Regionen vor. Aber auch in Europa sind sie teilweise ansässig, weshalb auch in Deutschland Haustiere und Menschen an Fadenwürmern erkranken können. Nematoden werden sie auch genannt, aufgrund ihrer Eigenschaften:

  • Es handelt sich um lang geformte Würmer von fadenartiger Statur.
  • Sie können einige Millimeter bis 1 m Meter groß werden und bewegen sich mittels schlängeln.
  • Normalerweise leben erwachsene Nematoden im Darmlumen des Menschen, dort legen sie ihre Eier ab und paaren sich.
  • Aus den Eiern schlüpfen Larven, welche bei manchen Gattungen der Fadenwürmer ebenfalls im Darm verbleiben – andere Arten können sogar durch den Körper wandern.
  • Vom Ei ausgehend verläuft der Entwicklungszyklus über unterschiedliche Larvenstadien bis sich erwachsene weibliche und männliche Würmer entwickeln.

Spulwürmer, Madenwürmer und Peitschenwürmer

Spulwürmer: Der Mensch steckt sich mit dem Spulwurn am häufigsten an. Wer sich mit diesen Fadenwürmern ansteckt, der sollte wie bei allen anderen Parasiten eine schnelle Behandlung ansetzen.

Sie leben im Dünndarm und sind bleistiftdick sowie rosa gefärbt. Täglich produzieren die weiblichen Würmer bis zu 200.000 Eier – sie werden über den Stuhl ausgeschieden. Außerhalb des Körpers reifen sie und sind dann erst infektiös.

Spulwürmer Behandlung und Symptome

Von Mensch zu Mensch ist eine direkte Ansteckung deshalb nicht möglich. Oft erfolgt die Ansteckung auch durch verunreinigte Lebensmittel. Mittels einer Stuhlrpobe können die rund-ovalen Eier unter einem Mikroskop identifiziert werden. Mebendazol und Albendazol werden dann als Anti-Wurm Mittel eingesetzt. Schon bei einmaliger Verabreichung werden die Würmer im Körper meist getötet.

 

Madenwürmer: Vor allem Kinder werden von Madenwürmern befallen. Der Enterobius vermicularis gilt als Auslöser einer Darmparasiteninfektion und kann von Mensch zu Mensch durch mangelhafte Hygiene übertragen werden. Dieser Parasitenart ist auch in Deutschland häufig vorkommend und der Befall bleibt meist lange unbemerkt.

Madenwürmer Behandlung und Symptome

Juckreiz an After und im Genitalbereich sind erste Symptome. Die Weibchen treten nachts aus dem After und legen ihre Eier in den Hautfalten der umliegenden Haut ab, weshalb der Juckreiz meist nachts sehr stark ist. Im Stuhl lassen sich oft kleine Würmer identifizieren, dann ist ein Gang zum Arzt angeraten. Die erwachsenen Würmer siedeln sich im Dickdarm an, über Hautkontakt wird der Parasit übertragen.

Gründliches Händewaschen und einige Hygienemaßnahmen sind dann sehr wichtig. Mebendazol oder Pyrantel werden als Tabletten verabreicht zur Behandlung und wirken sehr schnell. Nach 14 Tagen wird die Therapie wiederholt.

Peitschenwürmer: Peitschenwürmer gehören ebenfalls zu den Fadenwürmern und treten besonders häufig bei Hunden auf, aber auch den Menschen können sie befallen. Am häufigsten ist der Parasit in den Tropen und Subtropen verbreitet. Etwa 750 Millionen Menschen sollen weltweit infiziert sein. Der Wurm wird bis zu 50 Millimeter lang und ist ebenfalls fadenförmig.

Peitschenwürmer Behandlung und Symptome

Der erwachsene Wurm siedelt sich im Bereich zwischen dem Dünndarm und Dickdarm an. Er lebt vom Inhalt der Darmschleimhautzellen. Dort lässt er auch seine Eier ab. Blutungen und Durchfall können Symptome und Folgen eines Befalls sein. Auch hier ist Hygiene zur Vermeidung sehr wichtig. Zur Behandlung werden ebenfalls die Präparate Mebendazol und Albendazol eingesetzt, jedoch nicht während einer Schwangerschaft.

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Fadenwürmer Nematoden Befall beim Hund

Bei einer Fadenwurminfektion des Hundes ist ein Tierarzt aufzusuchen. Spulwürmer, Hakenwürmer und Peitschenwürmer sind häufige Parasiten beim Hund. Verdauungsbeschwerden, ein mangelndes Leistungsvermögen, Anfälligkeit für Krankheiten, glanzloses Fell und Würmer im Stuhl sowie Verstopfungen und Darmverschluss sind mögliche Symptome.

Eine Behandlung erfolgt durch oben genannten Präparate, vor allem aber auf Basis von Emodepsid, Mebendazol, Milbemycinoxim, Selamectin, Pyrantel und Moxidectin.