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Fieberthermometer für Hund

Es ist nie schön, wenn ein geliebtes Lebewesen einen angeschlagenen Gesundheitszustand hat. Besonders bei Hunden ist dies aber oft schwer festzustellen oder zu deuten. Meistens ist es nur mit dem eigenen Gefühl nicht zu bestimmen, ob der Hund beispielsweise eine erhöhte Körpertemperatur hat.
Benimmt er sich seltsam oder wirkt nicht fit, sollte das Tier aber auf dieses Symptom hin untersucht werden. Da nicht immer klar ist, wie dies am besten zu machen ist, werden in diesem Artikel Beschreibungen zu den gängigsten Methoden gegeben. Auf diese Weise sollte auch eine Diagnose gestellt werden können, falls es nicht möglich ist zum Tierarzt zu gehen.

Fieberthermometer für Hund: Temperatur messen am Ohr

Das Fiebermessen beim Hund ist mittlerweile nicht nur mit den herkömmlichen Thermometern möglich: Das Fieberthermometer für den Hund ist die Lösung. Die standardmäßige Variante wird entweder mit einem normalen Thermometer oder einer digitalen Version durchgeführt.
Hierbei wird die Spitze in den After des Hundes eingeführt und nach 1-2 Minuten wird die Körpertemperatur angezeigt. Dies ist in der heutigen Zeit auch mit anderen Methoden möglich, die nicht so unangenehm für Hund und Herrchen sind.
Eine dieser Methoden wird mit einem Infrarotthermometer durchgeführt. Diese Thermometer werden am Ohr des Hundes eingesetzt. Sie messen mit einem Sensor-Kopf die Wärme des Körperinneren per Infrarot aus dem Innenohr.
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Für gewöhnlich erhält man bei der Anwendung dieser Geräte das Messergebnis deutlich schneller als bei den Rektalmessungen. Das akustische Signal ertönt meist bereits nach wenigen Sekunden und das Gerät ist ebenfalls in der Lage die letzte Messung zu speichern, damit ein direkter Vergleich erfolgen kann.
Diese Methode ermöglicht eine Messung ohne den Stressfaktor, der für Hund und Mensch ansonsten anfällt. Allerdings wird die Messung mit Infrarotthermometern häufig kritisiert, da die Messung laut Kritikern nicht weit genug im Körper erfolgt und die Ergebnisse somit nicht wirklich zielführend sind.

Stirnthermometer für Hunde

Eine weitere Methode, die Mensch und Tier die Qual der Rektalmessung erspart, ist die Verwendung eines Stirnthermometers. Hierbei wird kein spezielles Stirnthermometer verwendet. Es sind die gleichen, die auch für Menschen verwendet werden. Falls eine Messung mit einem solchen Instrument vorgenommen wird, muss dieses nicht zwangsläufig an der Stirn angesetzt werden.
Es wird aber dazu geraten an Körperstellen zu messen, an denen der Hund kein Fell besitzt. Der Grund dafür ist die Isolierung des Fells, was unabdinglich zu falschen Messerergebnissen führt und somit auch zu falschen gesundheitlichen Diagnosen.
Auch bei dieser Methode sollten die Ergebnisse aber ohnehin mit Vorsicht genossen werden. Die Messung sollte lediglich als ein Indikator für den Gesundheitszustand des Hundes angesehen werden.
Viele Faktoren können das Ergebnis verfälschen und so genau wie eine Messung im Körper selber, ist die Messung mit einem Stirnthermometer nicht. Im Zweifelsfall (bei erhöhter Temperatur) sollte also eine erneute Messung unter Anwendung der herkömmlichen Methode stattfinden oder direkt ein Besuch beim Tierarzt durchgeführt werden.

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Fieberthermometer: Hund im Rektalbereich messen

Die Frage, ob der Hund tatsächlich Fieber hat oder nicht kann nur durch eine Rektalmessung verlässlich beantwortet werden. Allerdings gibt es Anhaltspunkte, mit denen es auch ohne Thermometer möglich ist, den Gesundheitszustand des Hundes abzuschätzen. Auf diese Weise kann eine weitere Verschlechterung frühzeitig verhindert werden. Falls kein Thermometer zur Untersuchung auf Fieber zur Verfügung steht, sollte der Achsel und Lendenbereich des Hundes abgetastet werden.

  • Gerade diese Bereiche sind Indikatoren für Fieber oder Infektionen, da sie in diesen Fällen geschwollen und besonders warm sind.
  • Mit dem Handrücken kann geprüft werden, ob die unter den Achseln und im Lendenbereich befindlichen Lymphknoten heiß sind.
  • Dazu sollte vorher dafür gesorgt werden, dass die eigenen Hände Zimmertemperatur haben, da sie als direkter Bezugspunkt dienen
  • Die dort befindlichen Lymphknoten enthalten Immunzellen, die Viren und Bakterien bekämpfen.
  • Sie verteidigen den Körper gegen diese Erreger und filtern diese aus dem Blut heraus.

Im Fall einer Infektion werden die Lymphknoten mit Immunzellen gefüllt, die durch den Ausstoß von Substanzen dem Gehirn den Befehl geben, die eigene Körpertemperatur zur erhöhen. Dieser Bereich steht somit im Zentrum der Bekämpfung und entzündet sich durch die dort stattfindenden Immunreaktionen. Dadurch schwillt er an und wird enorm warm. Da diese Körperfläche bei Hunden in den meisten Fällen von weniger Fell bedeckt ist, sondern direkter Zugang zur Haut möglich ist, kann man dort gut spüren, ob die Temperatur des Hundes erhöht ist oder nicht.

Welche Temperatur ist bei Hunden normal?

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Natürlich ist es auch wichtig zu wissen, welche Temperatur für Hunde normal ist und ab welchem Bereich die Temperatur als Fieber einzustufen ist. Zuerst einmal sollte klar sein, dass es auch für gesunde Hunde normal ist, nach dem Rennen oder Spielen eine erhöhte Temperatur zu haben oder unfit zu wirken.
Aus diesem Grund sollte nach derartigen Aktivitäten dem Hund eine gewisse Zeit zum Abkühlen gegeben werden. Auch eine gute Portion Wasser trägt zu diesem Prozess bei.
Wird nun die Temperatur im beruhigten Zustand mit einem speziellen Fieberthermometer für den Hund gemessen, sollte sie zwischen 37,5 und 39,0° C liegen. Bei jüngeren Hunden oder Welpen ist auch eine Temperatur bis 39,5° C unbedenklich und kann als normal eingestuft werden.
Alles über 39,5° C gilt bei Hunden als Fieber. Dabei spielt auch die Größe des Tieres keine Rolle, Großtiere haben die gleiche Temperatur wie kleinere Hunde.
Falls diese Grenze mit einem Ohr- oder Stirnthermometer überschritten wird, sollte eine erneute Messung mit einem normalen oder digitalen Thermometer im After durchgeführt werden. Die Rektalmessung ist die genaueste Methode und wenn auch bei dieser Messung eine Temperatur festgestellt wird, die höher als 39,5° C ist, sollte ein Besuch beim Tierarzt schleunigst angestrebt werden.

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Ist Fieber gefährlich für Hunde?

Das Fieber an sich ist keine Krankheit. Es ist lediglich ein Abwehrmechanismus des Körpers gegen schädliche Erreger. Es tritt beispielsweise bei Infektionen auf. Die erhöhte Temperatur kann somit als Anzeichen für die Arbeit des Immunsystems gegen Krankheitserreger angesehen werden. Im Prinzip ist Fieber beim Hund (sowie beim Mensch) nichts Schlechtes, sondern lediglich ein Indikator für eine vorliegende Erkrankung und eine Schutzfunktion des Körpers.
Wichtig ist dabei aber, die Ursache für das Fieber mit einem Tierarzt abklären zu lassen. Wirklich gefährlich für den Hund wird Fieber erst ab 42° C. Ab dieser Marke kann es sogar lebensbedrohlich werden und der Tierarzt sollte schnellstmöglich aufgesucht werden.
Symptome für Fieber beim Hund sind:

  • Appetitlosigkeit
  • Nase ist warm und trocken
  • Antriebslosigkeit und Müdigkeit
  • Puls ist höher als normal
  • Hecheln
  • Kot ist fest und trocken

Treten mehrere dieser Symptome auf, sollte unbedingt die Temperatur des Tieres überprüft werden, um einer weiteren potentiellen Verschlechterung seines Zustandes entgegenzuwirken.

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