Was schmecken Katzen: Der Katzen Geschmackssinn

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Wenn Katzen mal wieder wählerisch um ihren Napf herumschleichen, fragt man sich schon, was schmeckt Katzen am besten? Zunächst sollten wir uns mit der Frage auseinandersetzen: Was schmecken Katzen? Für die sensiblen Stubentiger sind nicht nur Geschmack, sondern auch Geruch, Temperatur und Textur des Futters entscheidend.

Diese Rezeptoren senden Signale an das Gehirn, die mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in Verbindung stehen. Dieser Artikel widmet sich dem spannenden Thema des Katzen Geschmackssinns und liefert einen Überblick über die Geschmacksknospen und ihre Sensibilität. Katzen können sauer, bitter und salzig schmecken

Geschmackssinn auf der Katzenzunge: Was schmeckt Katzen am besten?

Auf der Zunge sitzen Rezeptoren mit Hornstacheln. Schauen wir uns die Katzenzunge genauer an. Sie ist bedeckt mit unterschiedlich geformten Papillen. Dazu gehören die pilzförmigen, die ummantelten und die Blätterpapillen. Der Großteil der Geschmacksknospen befindet sich auf der Zungenspitze und verläuft nach hinten entlang der Seiten.

  • Diese Geschmacksknospen sind als Rezeptoren zu verstehen.
  • Sie liefern wichtige Informationen an das Gehirn der Katze.
  • Katzen können bitter, salzig und sauer schmecken.
  • Sie sind in der Lage, Stickstoff und Schwefel sowie einige Proteinbausteine und Aminosäuren aus Wasser heraus zu schmecken.
  • Dafür hat eine Katze so gut wie keine Rezeptoren für den süßen Geschmack.

Der Katzen Geschmackssinn ist typisch für alle Fleischfresser. Fühlt sich eine Katze durch den Geruch tierischer Fette angezogen, kontrolliert sie das Ganze erst einmal, bevor sie einen Happen nimmt. Dieser immerwährende Ablauf verläuft vollkommen subtil, sodass ihr eigentlich gar nichts davon mitbekommt. Auf den Papillen befinden sich Hornstacheln, die dem Körper zugewandt sind. Mithilfe dieser Stacheln können die Katzen Fleisch und Knochen abschaben.

Katzen können schmecken ohne zu fressen

Tatsächlich sind Katzen in der Lage, aus der Luft erste Geschmacksproben zu nehmen. Wir Menschen und auch die Hunde sind da deutlich im Nachteil. Kurz hinter den Vorderzähnen befindet sich das Jacobsonsche Organ. Hat eine Katze einen schmackhaften Geruch aufgenommen, zieht sie zunächst ihre Oberlippe leicht zurück, um mit offenem Mund diesen Geruch aufzunehmen. Im nächsten Moment drückt die Zunge gegen das Jacobsonsche Organ.

Dabei hält die Katze den Atem an und analysiert den Geruch im Gehirn. Die Fachleute sprechen vom Flehmen, das wir auch von den Pferden kennen. Laien interpretieren es oftmals vollkommen falsch als Ausdruck von Ekel. Dabei untersucht die Katze einfach nur ganz gründlich, welchen Geruch sie wahrgenommen hat und womit sie es im Katzennapf zu tun hat.

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Katzen können Konsistenz und Geruch erkennen

Ebenso wichtig für eine Katze ist nicht nur der Geruch des Futters, sondern auch die vorliegende Konsistenz. Damit haben sich die Katzenfutterhersteller eingehender auseinandergesetzt und Futtersorten entwickelt, die sich im Katzenmaul gut an fühlen. Im direkten Vergleich scheint das Dosenfutter etwas beliebter zu sein, zumindest was die Konsistenz anbelangt.

Steht die Katze nun vor der Wahl zwischen Futter in Kühlschranktemperatur oder handwarmen Lebensmitteln zu wählen, würde sie sich für die wärmere Mahlzeit entscheiden. Nicht zuletzt die Sämigkeit des Futters wirkt sich auf den Wohlgeschmack aus. So können Katzen recht genau unterscheiden, ob sie gerade Milch oder Wasser trinken.

Warum frisst die Katze das Trockenfutter nicht?

Mäkelt die Katze immer wieder am Trockenfutter herum, hat es vielleicht einfach nur nicht die richtige Konsistenz. Dennoch herrscht eine relative Uneinigkeit, wenn es darum geht, für welche Formen und Härtegrade sich eine Katze lieber entscheidet. Bei manchen Katzen lässt sich dieses Verhalten auch beobachten. Unabhängig vom Preis gibt es ein paar Trockenfutter, die sie einfach nicht anrühren und andere, die nicht lang Katzennapf bleiben.

Würden Katzen freiwillig Gift fressen?

Entgegen der landläufigen Meinung schützt der kritische Geschmack die Tiere nicht vor giftigen Pflanzen oder unverträglichen Lebensmitteln. So stürzt sich eigentlich jede Katze auf Kuhmilch, wenn sie diese auch nicht verträgt. Auch schmeckt sie keinerlei gefährliche Inhaltsstoffe im Fleisch. Der Geschmackssinn für die Schadstoffe spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

Geschmackssinn bei Mensch und bei Hunden: Was schmecken Katzen?

Der Mensch verfügt über 9.000 Geschmacksknospen. Bei der Katze sind das lediglich 500 Geschmacksknospen. Ausgenommen ist dabei der süße Geschmack. Den Tieren fehlt es an den Genen, die für den süßen Geschmack verantwortlich sind. Zum fünften Geschmackssinn gehört Umami, das aus dem Japanischen kommt und mit fleischig und wohlschmeckend gleichzusetzen ist. Am besten lässt sich dieser Geschmack auch als vollmundig beschreiben.

Die Glutaminsäure ist eine Aminosäure, die für diesen Geschmack und für proteinhaltige Nahrung steht. Weitere Untersuchungen haben herausgefunden, dass die Katze ein limitiertes Repertoire an Bitterstoffen mitbringt. Diese Geschmacksrezeptoren lassen sich aber auch ganz leicht durch Wirkstoffe wie Probenecid blockieren.

Quellen:

https://www.tierischehelden.de/
https://www.scinexx.de/