Koboldmaki kaufen und halten

koboldmaki

Die kleinen Kulleraugenäffchen zählen zu den seltenen Haustieren. Dennoch sind sie under Liebhabern sehr beliebt. Bei der Haltung sind einige Punkte zu beachten. Gleiches gilt für den Kauf. Nicht jeder kann sich ein solches Tier anschaffen und als Haustier halten.

Lebensraum der Koboldmaki

Entsprechend ihrem Lebensraumes werden die Koboldmaki in drei Gruppen unterteilt. Der Körper hat eine maximale Größe von 16 Zentimeter. Die Länge des Schwanzes ist meist doppelt so lange wie der Körper selbst. Die Besonderheiten zeigen sich am Kopf und Hals.

Die großen Kulleraugen sind in eine außergewöhnliche Kopfform integriert. Der Hals lässt sich bis zu 180 Grad in jede Richtung drehen, wodurch ein rundum Blick möglich ist. Durch die Beschichtung der Netzhaut können die Tiere nachts sehen.

Meist leben die Primaten in Verbänden mit der Familie zusammen. Die Tragezeit beläuft sich auf sechs Monate. Anschließend werden die Jungtiere zwei Monate von dem Muttertier gesäugt. Die Aufzucht wird ausschließlich von der Mutter übernommen.

Kann man den Koboldmaki kaufen?

Bei einem Blick in die Artenschutzverordnungen ist zu erkennen, dass die Koboldmaki eine vom Aussterben bedrohte Tierart sind. Daher sind sie im Washingtoner Artenschutzabkommen, in Anhang 2 aufgeführt. Ebenfalls werden sie in der EU- Artenschutzverordnung erwähnt.

Dies bedeutet, dass ein europäischer Handel mit den Primaten verboten ist. In der Praxis bedeutet dies, dass es ausschließlich Zoos mit entsprechenden Einfuhrgenehmigung ermöglicht wird,  diese Tiere zu erwerben. Auch in Deutschland befassen sich die Gesetze mit dem Artenschutz. Daher ist ein Kauf der kleinen Affen in Deutschland nicht legal möglich.

 

Haltung eines Koboldmaki

Bei einem Blick in die verschiedenen Zoos in Deutschland fällt auf, dass nur sehr selten Koboldmaki zu finden sind. Obwohl diese Einrichtungen die Einfuhr genehmigt bekommen, entscheiden sich die meisten Tierparks dennoch gegen diese Tierart. Dies liegt an der schwierigen Haltung der Tiere.

  • Gehegegröße
  • Einrichtung des Geheges
  • Ernährung
  • Fortpflanzung
  • Nachzucht

In der Praxis musste mehrfach die Erfahrung gemacht, dass die Tier trotz einer optimalen Umgebung und Ausstattung im Gehege kein hohes Alter erreichen. Deshalb wurde der Entschluss gefasst, dass diese kleinen Affen nicht mehr gehalten werden.

Im Max-Planck-Institut wurden, zusammen mit dem Tierpark in Frankfurt, Erfolge in der Nachzucht von Koboldmaki verzeichnet. Diese Zusammenarbeit und der daraus resultierende Erfolge fand in den 90er Jahren statt. Die dort gezüchteten Tiere erreichten ein Durchschnittsalter von 13 Jahren.

Koboldmaki – Ernährung

Ebenso wichtig wie ein ansprechend ausgestattetes Gehege, ist die Ernährung der kleinen Tiere. Die tägliche Menge ist durch das geringe Eigengewicht sehr dosiert. Auf dem Speiseplan steht vor allem eiweißreiche Kost.

Dazu gehören in erster Linie verschiedene Insekten. Die Liste wird durch kleine Wirbeltiere erweitert. Auch bei einer Haltung im Gehege muss diese Ernährungsform gewährleistet werden.

Besuch in freier Wildbahn

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Durch die Eintragungen in den Artenschutz ist es nahezu ausgeschlossen, dass man den Primaten legal kaufen kann. Zudem muss an die Haltung und die medizinische Versorgung gedacht werden, was nicht jeder Tierarzt gewähren kann. Daher wird generell von dem Gedanken abgeraten, dass der kleine Affe selbst gehalten werden kann.

Wer über die Faszination der Tiere verfügt sollte stattdessen darüber nachdenken, die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu besuchen. Die Menschen auf den Philippinen leben eng mit den Affen zusammen und lassen sie dennoch in ihrer natürlichen Umgebung behütet aufwachsen. Diese Beobachtungen gehören zu den Touristenattraktionen auf der Insel.

Die Menschen in den Gebieten, in denen die Affen leben, wissen über den Schutz der Tiere Bescheid. So sind sie sich darüber im Klaren und achten darauf, dass auch die Touristen den Schutz der Tiere ernst nehmen. So heißt es, dass man Koboldmaki nicht jagen, fangen oder verletzen darf.

Die Eintragungen dieser Tierart in die Artenschutzabkommen fang bereits 1997 statt. Der Bestand hat sich dennoch bislang nicht erholt, da der Mensch einen wesentlichen Teil des natürlichen Lebensraums zerstört hat.