Dinosaurier

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Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man als Dinosaurier fossile Reptilien des Erdmittelalters. Darunter sind die grĂ¶ĂŸten Landtiere ĂŒberhaupt, die je unsere Erde bevölkerten. Sie liefen auf den Hinterbeinen oder vierfĂŒĂŸig – sie waren Pflanzenfresser oder lebten rĂ€uberisch.

Pterodactylus

Pterodactylus

Der Pterodactylus ist ein Flugsaurier, er hatte eine FlĂŒgelspannweite von 50 bis 75 Zentimetern. Er lebte in der NĂ€he von FlĂŒssen und Seen. Seine Nahrung...

Ichthyosaurus

Ichthyosaurus

Der Ichthyosaurus, das sagt schon sein Name, lebte im Meer. Denn Ichthyosaurus bedeutet Fischsaurier. Dieser war zwischen normalerweise zwei bis drei Meter lang. Besondere Gattungen...

Dinosaurierfunde

Carl von LinnĂ© entwickelte eine Systematik, die es ermöglichte, auch die Dinosaurierfunde zu ordnen und einen Überblick ĂŒber ihre Vielfalt zu erhalten. Das System LinnĂ©s ordnete alle Tiere nach Verwandtschaften, Abstammung und gemeinsamen Merkmalen. Die verschiedenen Arten der Dinosaurier ließen sich somit in Ordnungen, Unterordnungen und Familien einteilen. Anhand dieser Struktur wird die Entwicklung der Tiere und ihrer Vorfahren deutlich.

Klassifizierung und Arten der Dinosaurier

Die Klassifizierung der Dinosaurier ist bis in die heutige Zeit jedoch nicht abgeschlossen und unstrittig geregelt, denn mit jedem neuen Fund können zusÀtzliche Erkenntnisse eine Neuordnung der Dinosaurier erfordern. Generell kann man die Dinosaurier in zwei Hauptgruppen aufteilen. Dies geschieht nach der Art ihres Beckens.

  1. Dinosaurier: Zu den bekanntesten zÀhlen der Tyrannosaurus rex, Diplodocus und der Brachiosaurus.
  2. Pterosaurier: Hier besonders bekannt sind der Rhamphorhynchus, der Quetzalcoatlus sowie der Pteranodon.
  3. Flugsaurier: Kennen sollte man hier den Cearadactylus, den Hatzegopteryx und den Aerotitan.

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Dinosaurier – Verbreitung, Überreste und Aussterben

Viele Fragen um die Dinosaurier sind noch offen, so rĂ€tseln die Wissenschaftler immer noch, wie diese Riesen haben aussterben können. Nach 160 Millionen Jahren, mit dem Ende der Kreidezeit starben sie aus. Mehrere Theorien ĂŒber dieses PhĂ€nomen gibt es, sie seien hier aufgezĂ€hlt, die wissenschaftliche BestĂ€tigung steht aber nach wie vor aus:

  • Ein schwerer Meteoriteneinschlag auf die Erde mit einer Klimakatastrophe als Folge dieses Ereignisses
  • VulkanausbrĂŒche mit einer Klimakatastrophe in Folge
  • Über Jahrmillionen hinziehendes Aussterben der Arten

Im Erdmittelalter, in der Zeit des Trias, der Jura und der Kreide (ab der Zeit vor ca. 200 Millionen Jahren) waren Dinosaurier auf allen Teilen der Erde heimisch, Überreste von ihnen wurden weltweit gefunden.

Dinosaurier GrĂ¶ĂŸe

Die kleinsten Saurier waren weniger als ein Meter groß, die grĂ¶ĂŸten Saurier schafften es bis zu der beachtlichen GrĂ¶ĂŸe von 40 Metern, dabei kamen sie auf ein Gewicht von bis zu 50 Tonnen, aber ihre GrĂ¶ĂŸe und ihr Gewicht ließ sie nur langsam vorwĂ€rtskommen (ca. 4 km/h). Anhand von Knochenfunden kann man allerdings herleiten, dass es Arten gab, die bis zu 70 km/h schnell sein konnten.

Fortpflanzung

Die Saurier bauten Nester und legten Eier, die sie von der Sonne oder der ErdwĂ€rme ausbrĂŒten ließen. Mit ihren Gelegen gingen manche Saurier sehr ’stiefmĂŒtterlich‘, manche Arten aber auch sehr fĂŒrsorglich um. So wurden Nester vom Muttertier einfach verlassen oder eben bis aufs Blut vor RĂ€ubern verteidigt. Waren allerdings die Jungen geschlĂŒpft, waren sie auf sich allein gestellt bzw. ĂŒberlebten in der Gruppe ihrer Geschwister.

Sie mussten sich fortan auch vor ihren Eltern (bei Fleischfressern) in Acht nehmen. Nach den heutigen Kenntnissen der Forscher war der grĂ¶ĂŸte rĂ€uberisch lebende Saurier der Tyrannosaurus Rex.

 

Verschiedene Saurierarten

Eine grobe Einteilung ist in Land-, Meeres- und Flugsaurier möglich. Manche Forscher schließen jedoch die Gruppe der Meeres- und Flugsaurier aus der Definition der Dinosaurier aus. FĂŒr sie sind nur die Landsaurier Dinosaurier im engeren Sinne. Auch eine Einteilung in Fleischfresser (Karnivoren) und Pflanzenfresser (Herbivoren) ist sinnvoll.

Zwei Gruppen

In der wissenschaftlichen Systematik haben sich die Forscher auf eine andere, weniger augenscheinliche Einteilung geeinigt. Zwei Gruppen lassen sich durch die Form des Beckens voneinander trennen. So differenzieren Wissenschaftler zwischen den sogenannten Saurischia, den Echsenbeckendinosauriern, und den sogenannten Ornithischia, den Vogelbeckendinosauriern.

Saurischia haben die gleiche Beckenstruktur wie ihre Vorfahren, bei ihnen stehen der Pubis- und der Ischiumknochen voneinander ab. Zueinander parallel stehen dagegen diese Knochen bei den Ornithischia. Sie sind die VorlÀufer unserer heutigen Vögel.

Vielfalt und die Systematiken

Diese Systematiken stellen Versuche dar, die außerordentliche Vielfalt der Saurier zu ordnen. GegenĂŒber anderen Tierarten grenzen sich die Dinosaurier vor allem durch die Form des SchĂ€dels, der Schultergelenkpfanne, der Finger, des Schienbeins und des Mittelfußknochens ab.

Doch im engeren Sinne treffen die Merkmale nur auf frĂŒhe Dinosauriergattungen zu. Dinosaurier spĂ€terer Zeitalter weichen von dieser Charakteristik zum Teil ab.

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Name Dinosaurier

Der Name „Dinosaurier“ leitet sich aus der griechischen Sprache ab. „Dino“ bedeutet schrecklich oder gewaltig und „Saurier“ bedeutet Echse. TatsĂ€chlich handelt es sich nach der klassischen Systematik bei diesen „schrecklichen Echsen“ um eine Reptilienart, die aber bereits ausgestorben ist.

In einer moderneren Form der Systematik, in der sogenannten Kladistik, sind die Saurier allerdings die VorlĂ€ufer der heutigen Vögel. Die heute noch lebenden Reptilien – wie zum Beispiel Krokodile – und die frĂŒher lebenden Dinosaurier haben auch gleiche Vorfahren, die vor etwa 360 Millionen Jahren lebten.

Andere Tierarten in der Dinozeit

Man darf natĂŒrlich nicht glauben, dass es im Erdmittelalter nur Dinosaurier gab. Auch wenn sie die Fauna dominierten, existierte doch eine Vielzahl weiterer Tierarten auf PangĂ€a.

Ammoniten

So haben sich die Tiere im Meer weiterentwickelt: Zu den wichtigsten unter ihnen zĂ€hlen die sogenannten Ammoniten, die zu den KopffĂŒĂŸern zĂ€hlen. KopffĂŒĂŸer gibt es heute noch, wir kennen sie als Tintenfische. Ammoniten zĂ€hlen zu den Weichtieren. Sie bestehen aus einem Rumpf und einem Kopf, an dem sich mehrere Arme befinden.

Ammoniten der Trias hatten oft einen starken Kalkpanzer, der wie eine Muschel aussieht. Neben ihnen haben sich auch weitere Meereslebewesen weiterentwickelt – so zum Beispiel die Korallen, die in der Trias große Riffe gebildet haben.

Erste SĂ€ugetiere

Im Jura entwickelten sich auch die ersten SĂ€ugetiere, unsere direkten Vorfahren. NatĂŒrlich sahen sie einem Menschen alles andere als Ă€hnlich, viel eher glichen sie MĂ€usen oder Ratten. Diese ersten SĂ€ugetiere hielten sich versteckt im Unterholz auf, wo sie beispielsweise von fleischfressenden Dinosauriern nur schwer gefunden werden konnten.

Vögel

Eine andere Tierart, die sich wÀhrend der Herrschaft der Saurier entwickelte, waren die Vögel. Insbesondere der Fund des ArchÀopteryx hat die These bestÀtigt, dass die Vögel sich aus den Dinosauriern entwickelt haben.

Der ArchĂ€opteryx war ein Tier, das sowohl Merkmale eines Dinosauriers als auch eines Vogels aufwies. Auf den Dinosaurier lassen ZĂ€hne, Bauchrippen und eine lange SchwanzwirbelsĂ€ule schließen. Vogeltypisch sind dagegen die asymmetrischen Schwungfedern und die SchlĂŒsselbeine, die zu einem Gabelbein verschmolzen sind.

Überblick ĂŒber die Erdzeitalter

  • ErdfrĂŒhzeit (vor etwa 2500 Mio Jahren)
  • Erdaltzeit (vor etwa 400 Mio Jahren)
  • Erdmittelalter (vor etwa 400 Mio Jahren)
  • Erdneuzeit (Beginn vor etwa 66 Mio Jahren)

WeiterfĂŒhrende Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dinosaurier
https://www.planet-wissen.de/geschichte/urzeit/dinosaurier/index.html