Teju

Teju Eidechse

Viele Leute halten sich Hunde oder Katzen als Haustiere. Häufig vertreten sind auch Kleintiere und Nager wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster. Wem diese Tiere allerdings zu gewöhnlich sind, der stößt bei seiner Suche nach einem exotischen Haustier schnell auf Echsen.

Eine Sorte der Echsen sind die Tejus, die mit der Zeit einen immer größeren Grad an Beliebtheit gewinnen. Was es mit diesen Tieren auf sich hat und wie sie am besten gehalten werden, erklärt der folgende Artikel.

Teju als Haustier – Haltung

Die Tejus sind Teil der Familie der Schienenechsen und gehören somit zu den Reptilien. Ihre Heimat ist Mittel- und Südamerika. Der Lebensraum der Tejus ist ursprünglich subtropisches Klima aber auch dünn bewachsene Grasflächen.

Die Tiere sind sehr gut dazu geeignet als Haustiere beispielsweise in einem Terrarium gehalten zu werden, da sie ziemlich zahm werden, als ruhige Tiere gelten und somit für den Menschen ungefährlich sind. Somit ist die Teju Haltung in der Hinsicht ein ziemlich einfaches Unterfangen.

Zusätzlich sind sie tagsüber aktiv und äußerst intelligent. Abhängig von der Art die gehalten wird, werden sie 80 bis 120 cm groß und bei guten Bedingungen können sie ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Sie sollten immer mindestens zu zweit gehalten werden, können aber auch sehr gut in Gruppen gehalten werden.

Teju Terrarium

Die häufigsten Teju-Arten, die im Terrarium gehalten werden, sind der rote Teju, der schwarz-weiße Teju, der gelbe und der schwarz-gelbe Teju sowie der Goldteju. Da die Tejus relativ große Tiere sind benötigen sie auch viel Platz und somit ein großes Terrarium. Für zwei Tejus sollte das Terrarium mindestens 2,20 m x 1,60 m x 1,50 m groß sein. Ist die Anzahl der Tiere größer, muss logischerweise auch mehr Platz vorhanden sein.

 

Geprägt durch ihren natürlichen Lebensraum bevorzugen Tejus die Haltung im Terrarium mit mehreren Klimazonen. Als grundsätzliche Temperatur sollten tagsüber 30° C herrschen. Dazu sind mehrere Wärmeplätze mit bis zu 45° C empfehlenswert.

In der Nacht darf die Temperatur auf bis zu 22° C absinken. Falls es gewünscht ist, dass die Tiere eine Winterruhe halten, sollte die Temperatur auf 8° C gesenkt werden, um sie nach frühestens drei Monaten wieder langsam steigen zu lassen.

  • Wichtig ist neben der Temperatur auch eine gewisse Luftfeuchtigkeit.
  • Diese sollte immer zwischen 70 und 90% liegen.
  • Zusätzlich dazu ist es sinnvoll ein Wasserbecken bereitzustellen, in dem sich sie baden können.
  • Falls dies nicht möglich ist, sollten sie zweimal am Tag mit Wasser besprüht werden.
  • Damit sich die Tiere im Terrarium wohlfühlen, sollten einige Plätze zum Verstecken eingerichtet werden.
  • Dazu eignen sich ausgehöhlte Steine oder auch Röhren jeglicher Art.
  • Als Ergänzung sollten auch einige widerstandsfähige Pflanzen vorhanden sein.
  • Verschiedene Farnarten oder auch Yukka-Palmen eignen sich zu diesem Zweck besonders gut.

Falls die Tiere diese zerstören sollten, kann auch auf künstliche Pflanzen im Terrarium zur optimalen Haltung zurückgegriffen werden. Damit die Tiere ihrem Bewegungsdrang nachkommen können, ist es sinnvoll Wurzeln, Steine und dicke oder dünne Äste ins Terrarium zulegen. Auf und über diese können die Tiere dann klettern oder sich darauf oder darunter ausruhen.

Haltung im Terrarium: Beleuchtung

Für die Beleuchtung im Terrarium sollte ein System aus verschiedenen Lampen sorgen, die die Umgebung möglichst naturgetreu für die Tiere mit Licht versorgen. Dazu eignen sich beispielsweise HQL-Strahler besonders gut. Zusätzlich brauchen die Tejus UV-Licht.

UV-A Licht bewirkt, dass die Tiere sich bewegen wollen und aktiv werden. UV-B Licht ist dafür verantwortlich, dass sich die wichtigen B3 Vitamine im Körper bilden. Als Faustregel sollte die Beleuchtung jeden Tag zwischen 10 und 12 Stunden angeschaltet sein.

Teju Ernährung

Wiese

Tejus sind in freier Wildbahn Allesfresser. Aus diesem Grund sollte auch möglichst unterschiedliches Essen verfüttert werden. Dabei sollte die hauptsächliche Ernährung aus Tieren bestehen. Gut dafür geeignet sind beispielsweise Grillen, Maden oder Mehlwürmer.

Allerdings essen die Tejus sogar auch größere Tiere wie Mäuse oder kleine Ratten. Damit keine Mangelernährung besteht, ist es ratsam, das Futter alle paar Tage mit Mineral- und Vitaminpulver zu bestäuben.

Neben Futtertieren sollte auch Gemüse verfüttert werden. Am besten dafür geeignet sind Gurken, Tomaten, Zucchini oder Karotten. Als süßen Snack mögen Tejus aber auch Birnen, Äpfel oder Bananen.

Ebenfalls ist es möglich ab und an ein gekochtes und geschältes Ei zu verfüttern. Auch Joghurt oder Hühnerfleisch ist als Nahrung möglich. Völlig ungeeignet sind hingegen Katzen- und Hundefutter, Schweinefleisch sowie jegliche Süßigkeiten.

Teju Jungtiere kaufen

Möchte man sich Tejus als Jungtiere zulegen, werden diese in der Regel aus Argentinien importiert, da dort die größten Tejufarmen ihren Sitz haben. Jedoch sollte bei dieser Vorgehensweise bedacht werden, dass diese Jungtiere einen Biorhythmus haben, der an die andere Erdhalbkugel angepasst ist und bei der Haltung im Terrarium langsam entwöhnt werden muss.

Dies führt zwangsläufig dazu, dass man die Winterruhe zeitversetzt einleiten muss, um sie an die lokalen Verhältnisse anzupassen. Tiere im adulten Stadium können auch von Privatanbietern oder von Nachzuchten gekauft werden. Diese Tiere müssen dann nicht an die vorherrschenden Bedingungen gewöhnt werden.

Außengehege für Teju

Haltung im Terrarium ist für Teju nicht immer die optimalste Lösung. Eine Freilandhaltung bei Tejus ist in Deutschland durchaus möglich. Diese kann man unter bestimmten Bedingungen sogar ganzjährig draußen halten. Besonders gut eignen sich dafür schwarz-weiße Tejus, da diese die niedrigen Temperaturen am besten vertragen.

Es empfiehlt sich, die Tiere in einem Gewächshaus zu überwintern, da man dort nicht nur konstant niedrige Temperaturen erreichen kann. Der Grund dafür ist, dass die Bedingungen im Winter in Argentinien stark schwanken können. Nachts werden Minusgrade erreicht, tagsüber können die Temperaturen aber trotzdem noch an die 20° C erreichen.

Aus diesem Grund empfiehlt sich das Gewächshaus, da es ein bisschen isolierend wirkt. Außerdem kann dort in einen Bereich Heu gelegt werden, unter dem die Tiere sich bei Bedarf aufwärmen können.

Bildquelle: Andreas Appenheimer – Wikipedia.org – Eigenes Werk CC BY-SA 2.5