Marderkot erkennen und Aussehen

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Der Marder gehört zu den sogenannten hundeartigen Raubtieren, zu welchen unter anderem auch Dachse, Wiesel und Otter zählen. Sie sind nahezu weltweit verbreitet, in Deutschland zählen die Stein- und Baummarder zu den sogenannten echten Mardern. Insbesondere der Steinmarder gehört zu den Kulturfolgern, was bedeutet, dass er dem Mensch in die städtische Umgebung folgt und dort häufig erheblichen Schaden anrichtet. Wie man Marderkot erkennen kann und wie der Maderkot aussehen soll, wird im Folgenden erklärt.

Oft sind die ersten Hinweise auf einen Marder in der Umgebung laute Geräusche im Haus – Marder leben gerne auf Dachböden – oder angenagte Kabel unter der Motorhaube. Manchmal jedoch sind die einzigen Hinweise die Hinterlassenschaften der kleinen Tiere. Diese findet man dann z.B. auf Dachböden oder in Gärten.

Da Marder neben den materiellen Schäden auch kleine Haustiere wie Katzen oder Kaninchen im Garten angreifen können, sollte dieser Verdacht unbedingt abgeklärt werden. Aufgrund ihres nachtaktiven Verhaltens werden Marder nur selten gesichtet, weshalb eine Untersuchung der Losung der einfachste Weg ist.

Marderkot am Aussehen erkennen

Marderkot weist typische Eigenschaften auf, die es auch einem Laien ermöglichen, diesen sicher zuzuordnen. Marderkot erkennen wird im Folgenden erkärt.

  • Form: länglich, wurstförmig
  • Größe: 8-10 cm, 1-2 cm dick
  • Die Enden weisen oft eine gedrehte Spitze auf
  • Es sind immer Reste der Nahrung erkennbar, so zum Beispiel Obstkerne (Kirschkerne), Federn oder sogar kleine Knochen (meist von Mäusen)

Ein weiteres Anzeichen für Marderkot ist der starke unangenehme Geruch. Sowohl Urin als auch Losung des Marders empfinden Menschen in der Regel als äußerst übelriechend.

Marderkot entfernen

Wenn man Marderkot erkennen kann, darf Marderkot keine Keime oder Würmer enthalten, weshalb man beim Entfernen des Kots Handschuhe tragen sollte, welche im Anschluss entsorgt werden müssen. Anschließend sollte man die Stelle gründlich reinigen, sowohl um den strengen Geruch loszuwerden, als auch um ein Anlocken weiterer Marder – durch die Duftspuren von Artgenossen –  zu vermeiden.

 

Für eine hygienische Reinigung und Geruchsüberdeckung eignen sich haushaltsüblicher Essig oder Essigessenz. Essig reinigt nicht nur äußerst gründlich, sondern wirkt aufgrund seines Säuregehalts auch bei der Bekämpfung des Geruchs. Anschließend sollte die Stelle gut trocknen und bestenfalls mit weiteren Duftsprays behandelt werden.

Die gründliche Entfernung des Geruchs ist so wichtig, weil vor allem Männchen untereinander von den Duftmarken ihrer Artgenossen – und Konkurrenten – angelockt werden. Somit würde ein vertriebener Marder im ungünstigsten Fall umgehend von einem angelockten Artgenossen abgelöst werden.

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Warum enthält Marderkot Kerne?

Marder sind vor allem Fleischfresser, nehmen jedoch auch pflanzliche Nahrung auf. Sie ernähren sich meist von allen Arten von Wirbeltieren, Vögeln – und deren Eier – sowie von Insekten und Würmern. An pflanzlichen Nahrungsmitteln werden Früchte, Nüsse, Knollen und Beeren bevorzugt. Schnell kann man Kerne im Marderkot erkennen.

Da die Magensäure eines Marders nicht aggressiv genug ist, um schwer verdauliche Teile wie Knochen oder Kirschkerne zu zersetzen, werden diese wieder ausgeschieden. Da es sich hierbei um eine Eigenschaft handelt, welche typisch für Marderkot ist, ist dies die sicherste Art, einen Marder als Verursacher zu identifizieren.

Ist Marderkot gefährlich für Menschen?

Grundsätzlich ist Marderkot für den Menschen genauso gefährlich bzw. ungefährlich wie der Kot jedes anderen Wildtieres. Tierkot kann Keime oder Würmer enthalten, weshalb man beim Beseitigen der Losung Handschuhe tragen sollte.

Die eigentliche Gefahr, welche Marder für Menschen darstellen, besteht weniger in einer gesundheitsgefährdenden Gefahr als vielmehr darin, dass Marder etliche materielle Schäden anrichten können. Laut Angaben des ADAC richten Marder in Deutschland jedes Jahr Schäden in Höhe von ca. 60 Millionen Euro an.

  • Marder nagen mit Vorliebe Kabel an, was z.B. im Motor zu großen Schäden führen kann.
  • Marder nisten sich gerne in Dachböden ein, dort hinterlassen sie übelriechenden Kot und Urin und zerstören die Isolierung des Daches, worunter die Dämmwirkung leidet. Reparaturen sind oft kostenintensiv und aufwendig. Oftmals kann man auch auf Dachböden Marderkot erkennen.
  • Marder jagen auch Tiere, welche erheblich größer als sie selbst sind, weshalb Haustiere im Garten gefährdet sind. Auch der Kot der Marder kann bei Haustieren schwerwiegender Auswirkungen haben, wenn diese damit in Kontakt kommen.
  • Marder fressen gerne in ihren Verstecken und hinterlassen dort eventuell die Überreste von erbeuteten Tieren, welche mit der Zeit verwesen und einen äußerst unangenehmen Geruch verströmen.

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Marder – wie loswerden?

Wer einen Marderschaden im Haus hat, wird schnell merken, dass eine Beseitigung sehr schwierig ist. Marder gelten als geschützt, insbesondere während der Paarungszeit. Auch das Einfangen darf nur von Förstern durchgeführt werden.

Aus diesen Gründen ist der beste Weg, den Marder aus seinem Versteck zu vertreiben und anschließend Vorkehrungen zu treffen, um ein erneutes Eindringen zu verhindern.

Wichtig hierbei ist, sicherzugehen, dass alle Tiere verscheucht wurden. Marder leben zwar als Einzelgänger, während der Aufzucht der Jungen nisten sie sich jedoch besonders gerne in warmen, geschützten Dachböden oder Ähnlichem ein. Bei dem Versuch der eingesperrten Tiere, ins Freie zu gelangen, entstehen sonst erheblich größere Schäden.

Oft liest man Ratschläge, dass Marder sich von schrillen Geräuschen, Anti-Marder-Sprays oder den Markierungen von Hunden vertreiben lassen. Experten bezweifeln die Wirksamkeit dieser Methoden jedoch.

Dazu kommt, dass dies nur eine kurzfristige Lösung darstellt, sollte der Marder tatsächlich die Flucht ergreifen. Da Marder viele verschiedene Verstecke innerhalb eines Hauses besiedeln, ist es nahezu unmöglich alle ausfindig zu machen und die Duftnoten zu beseitigen. Somit würden innerhalb kürzester Zeit neue Marder angelockt.

Marder loswerden – Gift?

Da sie unter Schutz stehen und dem Jagdrecht unterliegen, ist es in Deutschland Laien nicht gestattet, Marder mithilfe von Giftködern zu beseitigen. Zudem fressen Marder ihre Nahrung selten an der Stelle, an der sie gefunden oder gefangen haben.

Stattdessen tragen sie die Nahrung zunächst an einen anderen Ort – z.B. ein Garten – um sie dort zu fressen oder auch nur zu verstecken. Hierdurch können Giftköder auch in die Hände von Kindern gelangen oder von Haustieren gefressen werden.

Warum fressen Marder Kabel?

Der Grund, warum Marder dafür bekannt sind, gerne Autokabel zu zerstören, liegt nicht etwa darin begründet, dass die Tiere eine große Zerstörungswut besäßen.

Marder sind absolute Einzelgänger, haben sie ein Revier gewählt, setzen sie ihre Duftmarken ein, um es gegen Artgenossen als bereits besetzten Bereich zu kennzeichnen. Kommt nun ein anderer Marder in diesen Bereich, wird er durch die hinterlassenen Duftmarken provoziert und aggressiv.

Die Folge hiervon ist der Versuch, den Geruch des Konkurrenten „Wegzubeißen“, weshalb er Schläuche und Kabel anbeißt. Besonders in der Paarungszeit – März bis Juli – häufen sich diese Vorfälle.

Marderschaden vorbeugen?

Unabhängig davon, wo sich ein Marder eingenistet hat, gilt: die einzige sichere Lösung ist es, dem Marder das Eindringen ins Hausinnere bzw. Autoinnere unmöglich zu machen.

Um Marderschäden am Motor zu verhindern, gibt es mittlerweile mehrere Wege. Zunächst sollte der Schaden behoben und eine Motorreinigung durchgeführt werden, damit die Duftmarken möglichst eliminiert werden.

Anschließend gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Mardermatte: Gittermatten aus Kunststoff- oder Drahtgeflecht (ähnlich wie Maschendraht), werden unter das Auto gelegt, da Marder aufgrund der Beschaffenheit nicht über diese Matte laufen. Auch Varianten mit Strom, zur zusätzlichen Vertreibung erhältlich.
  • Anti-Marder-Spray: spezielles Mardervergrämungsspray mit Duftstoffen, welche Marder meiden.

Zudem wird bereits an Kabeln geforscht, welche nicht von Mardern zerbissen werden können. Diese besitzen eine spezielle Ummantelung, wodurch ein Marderschaden im Auto von vornherein vermieden werden könnte.

Bei Marderschäden im Haus muss nach erfolgreicher Vertreibung deutlich mehr Aufwand investiert werden. Alle potenziellen Löcher, durch welche der Marder ins Hausinnere gelangen kann, müssen gefunden und mithilfe von Verblendungen an der Hauswand abgedichtet werden. Besonders bei älteren Häusern kann dies enorme Sanierungen bedeuten.

Da Marder zudem sehr gut klettern können, muss zusätzlich bedacht werden, ob Bäume in Hausnähe zurückgeschnitten werden sollten.

Marderschaden – Zahlt meine Versicherung?

Marderschaden am Haus werden meist nicht von der Versicherung übernommen. Nur wenn die Versicherung explizit den Zusatz enthält, dass durch Tierbisse verursachte Schäden abgedeckt sind, werden Reparatur und Reinigungskosten infolge von Marderschäden erstattet.

Bei Marderschäden am Auto übernimmt die Teilkaskoversicherung meist einen Teil des Schadens, oft jedoch nur, wenn dieser wirklich zu einer Beeinträchtigung führt. Zudem wird eine Selbstbeteiligung fällig.