Maulwurf

Maulwurf

Die in Mitteleuropa lebende- und der Familie der Maulwürfe angehörende Säugetierart wird auch als Europäischer Maulwurf bezeichnet. Das Tier gehört zu den Säugetieren und wird den Insektenfressern untergeordnet. So beeindruckend und nützlich die kleinen, grabenden Tiere auch sind, so genervt sind Garten- und Feldbesitzer von den großen Erdhügeln, die bei den Grabarbeiten der Gangsysteme entstehen.

Um mit den unliebsamen Erdbewohnern im Garten zurechtzukommen, lohnt es sich diverse Gegenmaßnahmen zu treffen. Neben dem Aussehen soll auch das Verhalten und die Lebensweise des Maulwurfs geschildert werden. Nicht zuletzt ergibt sich daraus, wie der Maulwurf am Besten bekämpft beziehungsweise vertrieben werden kann.

Karbid Wasser gegen Maulwurf einsetzen

Karbid Wasser gegen Maulwurf einsetzen

Bei der Bekämpfung der Maulwürfe zeigt sich ein großer Ideenreichtum. So kann zum Beispiel der Gedanke aufkommen, dass Karbid Wasser gegen Maulwürfe eingesetzt werden kann....

Buttersäure gegen Maulwürfe

Buttersäure gegen Maulwürfe

Um zu wissen, wieso sich Buttersäure zum Vertreiben von Maulwürfen anbietet, sollte zuerst bekannt sein, was Buttersäure ist. Die übel riechende Flüssigkeit entsteht beim Vergären...

Beschreibung des Maulwurfs

In der Regel hat der Maulwurf ein graues Fell, welches von weißgrau bis zu braun und schwarz variieren kann. Es handelt sich ausschließlich um Wollhaare, die für ein weiches Fell sorgen, welches das Tier gut wärmt. Der Maulwurf verfügt zusätzlich über weitere Merkmale, die sich von anderen Tierarten abgrenzen.

  • Augen: Die Augen sind im Fell verborgen und können vermutlich nur zwischen hell und dunkel unterscheiden.
  • Ohren: Es sind keine Ohrmuscheln vorhanden.
  • Tasthaare: Die Tasthaare befinden sich im Gesicht und ermöglichen eine vollständige Orientierung.
  • Gebiss: Das Gebiss setzt sich aus 44 Zähnen zusammen, was dem Gebiss der Plazentatiere entspricht. Je nach Art variiert die Anzahl aber auch von 34 bis 44.
  • Grabschaufeln: Die Vorderbeine der Maulwürfe werden als Grabschaufeln bezeichnet.
  • Größe: Die Grabtiere erreichen eine Länge von 8 bis 12 Zentimeter und zusätzlich 4 Zentimeter Schwanzlänge.

Die gesamte Anatomie ist an das Leben im Erdreich und die umfangreichen Grabarbeiten angepasst. Dies ist zum Beispiel am Sesambein an der Handfläche zu erkennen, welches das Graben vereinfacht.

Der Maulwurf bevorzugt nicht zu trockene Böden, die sich gut graben lassen und einen Aufbau eines umfangreichen Gangsystems zulassen. Maulwürfe sind bis zu einer Höhenlage von 2400 Metern vertreten.

 

Wie ernährt sich der Maulwurf?

Für den Maulwurf gibt es 3 verschiedene Methoden, wie und wo er seine Nahrung findet. Er kann im Erdreich graben, die Gänge durchforsten oder auf der Erdoberfläche jagen. Die Erfahrung des Tieres, der Zustand des Bodens und die Witterung können ausschlaggebend sein.

Der Maulwurf setzt ausschließlich auf tierische Nahrung, die sich aus unterschiedlichen Insekten zusammensetzt. Bevorzugt werden Regenwürmer, Käfer und Zweiflügler. Ebenfalls auf der Speiseliste sind die Larven all dieser Tierarten zu finden. Selten verzehrt der Maulwurf kleine Wirbeltiere, wie Echsen.

Als Vorrat für die Wintermonate lagert der Maulwurf Regenwürmer in den Nestern ein. Damit diese nicht fliehen können, beißen sie den Würmern das vordere Körpersegment ab. Eine längere Esspause von bis zu 24 Stunden kann für den Maulwurf tödlich enden, da er über einen hohen Stoffwechsel verfügt. Dementsprechend werden Vorräte für den Winter angeschafft.

Wie alt wird ein Maulwurf?

Der europäische Maulwurf hat eine geringe Lebensdauer, die sich auf drei bis sechs Jahre beläuft. Bei den meisten Tieren sind es lediglich 3 bis 4 Jahre. Diese Zeit ist arbeitsintensiv und setzt eine Planung bezüglich der ausreichenden Nahrungsaufnahme voraus.

Die größte Sterblichkeitsrate zeigt sich bei zwei Monate alten Jungtieren, die ein eigenes Revier aufbauen müssen. Selten werden Maulwürfe entdeckt, die vier Jahre alt sind. Der größte Feind ist der Mensch, der durch Fallen oder mit anderen Mitteln den Maulwurf nicht vertreibt, sondern tötet – was jedoch verboten ist.

Maulwürfe bekämpfen und loswerden

Maulwurf

Besteht der Wunsch, dass ein Maulwurf bekämpft werden soll, gibt es einiges zu bedenken. Dazu gehören die Gesetze, Gefahren für andere und die Umwelt. Alles in allem zeigt sich, dass es nicht einfach ist, einen Maulwurf aus dem Garten zu bekommen, dennoch ist es nicht ausgeschlossen.

  • Das Töten der Maulwürfe  ist verboten, egal ob mit oder ohne Maulwurffalle.
  • Zusätzlich zum gesetzlichen Verbot sind chemische Mittel schädlich für die Umwelt und können eine Gefahr für andere Tiere und Kinder darstellen.
  • Der Maulwurf bevorzugt Ruhe und meidet Umgebungen mit Hunden oder kleinen Kindern.
  • Erschütterungen können auf unterschiedliche Weise manuell erzeugt werden und helfen bei der Vertreibung.
  • Ob Benzinrasenmäher, ein quietschendes Windrad oder ein spezieller Maulwurfsschreck, unangenehme Geräusche zwei bis dreimal wöchentlich sind ausreichend, um das Tier zu vertreiben.
  • Mit dem gut ausgeprägten Geruchssinn nehmen die Tiere Gerüche aus weiter Entfernung wahr und reagieren sensibel.
  • Unterschiedliche Mischungen aus dem Handel vertreiben den Maulwurf – die Mittel sind zweimal wöchentlich in die Gänge zu schütten.

Um den Maulwurf mit diversen Hausmitteln zu vertreiben, ist eine kontinuierliche Anwendung wichtig. Idealerweise werden die Möglichkeiten zwei bis dreimal wöchentlich eingesetzt, um den Maulwurf zu einer neuen Reviersuche zu ermutigen.

Maulwurfbekämpfung mit Buttersäure

Durch den langanhaltenden Gestank bietet sich Buttersäure zur Bekämpfung von Maulwürfen an. Bei der Anwendung ist zu beachten, dass die Menschen ebenfalls diesem Gestank ausgesetzt sind, weshalb eine Atemmaske vorteilhaft sein kann. Die Flüssigkeit sollte weder an die Haut oder Kleidung, noch in den Garten gelangen.

Um die gewünschte Wirkung zu erzielen wird die Buttersäure auf einen Lappen geträufelt, der in die Gänge des Maulwurfs gelegt wird. Die Öffnungen sind zu verschließen, damit der Geruch unterhalb der Erdoberfläche bleibt und sich nicht negativ auf die Lebensqualität des Menschen auswirkt.

Darf man Maulwürfe töten?

Entsprechend dem Bundesartenschutzgesetz § 1 Satz 1 ist das Töten eines Maulwurfs verboten. Dementsprechend gibt es lediglich zwei Varianten, wie mit dem Mitbewohner im Garten umgegangen werden kann – Vertreiben oder warten bis das Tier auf natürliche Weise stirbt.

Zusätzlich steht der Maulwurf unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes, welches das Töten, Verletzen und Jagen wild lebender Tiere untersagt und Zuwiderhandlungen mit einer Geldstrafe belegt.

Auf der Liste der bedrohten Tierarten ist der Maulwurf nicht zu finden. Stattdessen wird der Maulwurf als häufig vorkommend eingestuft.

Haltet der Maulwurf einen Winterschlaf?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Nein beantworten. Der Stoffwechsel des Maulwurfs setzt eine mehrmalige tägliche Nahrungsaufnahme voraus. Täglich benötigt der Maulwurf eine Nahrungsaufnahme von 5 bis 50 Gramm, die etwa dem halben Körpergewicht entspricht. Dementsprechend benötigt ein Maulwurf jährlich etwa 30 Kilogramm Insekten als Nahrung.

In den Wintermonaten verlagert der Maulwurf sein Suchgebiet tiefer ins Erdreich, dennoch erweist es sich als schwieriger ausreichend Nahrung zu finden. Zusätzlich legt er im Herbst einen Vorrat an, der sich aus Würmern und teilweise anderen Insekten zusammensetzt. Entscheidend ist, dass diese noch am Leben sind, da der Maulwurf kein Aas frisst.