Karbid Wasser gegen Maulwurf einsetzen

Karbid Wasser gegen Maulwürfe

Bei der Bekämpfung der Maulwürfe zeigt sich ein großer Ideenreichtum. So kann zum Beispiel der Gedanke aufkommen, dass Karbid Wasser gegen Maulwürfe eingesetzt werden kann. Bevor dieser Gedanke weiter vertieft wird, sollte bekannt sein, worum es sich dabei handelt und wie Karbid Wasser überhaupt wirkt.

Es geht in den meisten Fällen nicht darum, dass der Maulwurf getötet wird, was auch gesetzlich verboten ist, sondern dass das Tier vertrieben wird. Es ist weniger das Tier, als die Maulwurfhügel im Garten und auf den Wiesen, die als störend empfunden werden. Diese lassen sich nur verhindern, wenn der Maulwurf nicht mehr in seinem Gangsystem haust.

Was ist Karbid Wasser?

Karbid oder auch Calciumcarbid sind kleine Gesteinsbrocken, die in unterschiedlichen Größen angeboten werden. Kommen sie mit Wasser in Kontakt entsteht eine chemische Reaktion, wodurch Gase freigesetzt werden. Bei diesen Gasen handelt es sich um Ammoniak: einen übelriechenden Geruch nach Fäulnis bringt dieser Stoff mit sich. Durch diesen Geruch soll der Maulwurf oder die Wühlmaus aus dem Gangsystem vertrieben werden.

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Karbid entsteht bei 2000 Grad, genauer gesagt bei der Verschmelzung von Branntkalk mit Koks. Bei diesem Prozess entsteht ein Feststoff mit grau-brauner Farbe, der einen Calciumcarbidanteil von 80 bis 85% aufweist. Je reiner das Karbid, desto ungeeigneter ist es für die Vertreibung von Maulwürfen und Wühlmäusen. Letztendlich ist es die Verunreinigung, die die gewünschten Gase hervorruft.

 

Karbid gegen Maulwürfe einsetzen

Um die gewünschte Reaktion der Tiere zu erzielen, ist neben dem passenden Gemisch, die korrekte Einbringung in das Gangsystem zu beachten. Das Karbid Wasser hat in seiner festen Form keinen Geruch, da dieser erst in dem Moment entsteht, in dem der Brocken mit Wasser in Kontakt kommt. Dabei kann es sich um einen Tropfen oder eine größere Menge handeln. Für diesen unangenehmen Geruch sind Gase verantwortlich. Entsprechend der Verunreinigung werden verschiedene Gase freigesetzt.

  • Ammoniak
  • Monophosphan
  • Schwefelwasserstoff

Diese Gase, die beim Kontakt mit Wasser entstehen sind hochgiftig und setzen eine entsprechende Schutzausrüstung voraus, um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden. Die ausgestoßenen Gifte können zudem eine Belastung für die Umwelt darstellen. Dementsprechend darf Karbidwasser nicht in der Nähe von Wasserquellen und Naturschutzgebieten zum Einsatz kommen.

Kalziumkarbid Wasser ist schnell und effizient

Die extreme Wirkung der Gase macht sich bei den Maulwürfen schnell bemerkbar. Der Gestank in Verbindung mit der Flüssigkeit, die in das Gangsystem gegeben wird, vertreibt den Maulwurf effizient.

In seltenen Einzelfällen können die Gifte eine schnellere Wirkung zeigen und zum Tod des Erdbewohners führen. Buttersäure stellt eine Alternative dar, die in allen Gebieten eingesetzt werden kann und Gewässer sowie Umwelt nicht belastet.

Karbid kaufen – Wo und was beachten?

Karbid zum Vertreiben noch Maulwürfen

In Zeiten, in denen Karbid zur Beleuchtung benötigt wurde, wurde es in nahezu allen Baumärkten angeboten. Heute sind es ausgewählte Geschäfte und online Shops, die Karbid in ihrem Sortiment haben. Größere Drogerien können diese Gesteinsbrocken ebenfalls in ihrem Sortiment führen.

Um nicht lange suchen zu müssen, bietet sich das Internet an, dass verschiedene Varianten und Verpackungsgrößen zur Auswahl hat. Grenzbewohner zu Holland können einen Ausflug ins Nachbarland machen und dort die notwendige Menge anschaffen.

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Beim Kauf ist darauf zu achten, dass Karbid nicht immer als Produktname zum Einsatz kommt. Stattdessen geht der Name des Produkts auf die Wirkung ein und nennt sich Wühlmausgas, Maulwurfgas oder ähnliches. Da es noch weitere Mittel gibt, die einen Geruch erzeugen, ist separat auf den Wirkstoff zu achten.

Jedes Mittel hat eine andere Wirkung und Intensität, mit Kalziumkarbid kann kein anderer Wirkstoff in Sachen Effektivität mithalten. Am Ähnlichsten ist Buttersäure, beziehungsweise Butansäure. Idealerweise wird auf den Anteil des Wirkstoffs geachtet und die Angaben der unterschiedlichen Produkte miteinander verglichen.

Verbotene Mittel gegen Maulwürfe

Grundlegend gilt es zu wissen, dass alles verboten ist, was einen Maulwurf tötet. Durch entsprechende Gesetze ist das Töten eines Wildtieres ohne spezielle Genehmigung untersagt, zu denen auch der Maulwurf gehört. Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld bestraft, wenn dies nachgewiesen werden kann. Da es eine Reihe von ansprechenden Alternativen gibt, müssen keine Mittel eingesetzt werden, die zum Tod des Tieres führen.

  • Maulwurffalle: Die klassischen Versionen töten den Maulwurf durch erschlagen oder auf andere Weise – eine Lebendfalle ist die ideale Alternative.
  • Lebendfallen: Die als harmlos geltenden Lebendfallen sind allerdings ebenfalls nicht ohne weiteres einsetzbar, da sie ebenfalls zum Tod führen können. Maulwürfe benötigen regelmäßig Nahrung, um dem Stoffwechsel gerecht zu werden.
  • Schussfalle: Während sie bei Mäusen erlaubt sind, sind Schussfallen gegen Maulwürfe verboten.
  • Giftköder und Giftgase: Alle Arten von Gift, die zum Tod des Maulwurfs führen oder eine andere gesundheitliche Schädigung mit sich bringen, sind untersagt.

Wird dennoch eine dieser Varianten eingesetzt und der Tod des Maulwurfs bewusst oder billigend in Kauf genommen, muss mit einer entsprechenden Geldbuße gerechnet werden. Die Höhe der Geldstrafe hängt vom jeweiligen Bundesland ab und liegt zwischen 10000 und 65000 €.

Anwendung von Maulwurfgas

Karbid darf als Maulwurfgas zum Einsatz kommen, da es bei richtiger Anwendung keine tödliche Folge mit sich bringt, sondern lediglich eine Vertreibung des Tieres zur Folge hat. Die Vorbereitungsmaßnahmen sind umfangreich und sehen für einen optimalen Erfolg vor, dass bestmöglich alle Löcher des Gangsystems der Maulwürfe verschlossen werden. Zugleich ist darauf zu achten, dass am Gartenrand ein Ausweg gegeben ist.

Um keine unerwünschten Reaktionen zu haben, sollte eine trockene Witterung für die Arbeit gewählt werden. Bei allen Arbeiten mit Karbid werden Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille empfohlen. Wenn alles bereit liegt, können die ausgewählten Gänge geöffnet werden. Karbidsteine sind mit einem Stock möglichst tief in den Gang zu schieben, damit sich die Gase dort verbreiten können.

In der Regel ist es ausreichend, wenn Flüssigkeit in Form von Regenwasser oder Feuchtigkeit im Erdreich die Gase erzeugt. Um einen schnelleren Erfolg zu haben, kann etwas Wasser in die Gänge gegeben werden. In diesem Fall sollte das Loch sofort verschlossen werden, um selbst nicht die Gase einatmen zu müssen. Um das umliegende Erdreich nicht übermäßig zu belasten auf die Zugabe von Wasser verzichten.

Karbid ist nicht das einzige Maulwurfgas, welches sich in der Praxis anbietet. Ebenfalls bekannt und weniger schädlich bei einem vergleichbaren Erfolg, ist Butansäure. Es ist kein klassisches Gas, dass sich in den Gängen verbreitet, sondern ausschließlich Gestank, der ein weiteres Bewohnen des Gangsystems unmöglich macht.