Dendrobena

Dendrobena

Würmer wie der Regenwurm leben im Erdboden. Die Wenigborster zählen zu den Ringelwürmern und werden der Klasse der Gürtelwürmer zugeordnet. Weltweit gibt es mehr als 3000 unterschiedliche Arten. Davon gibt es über 40, die in Deutschland einheimisch sind. Die Gattung der Dendrobena – auch als Riesenrotwurm bekannt, ist in Deutschland ebenfalls zu finden. Der innere Körper-Aufbau lässt sich mit dem der anderen Regenwürmer vergleichen. Eine Lunge ist nicht vorhanden, dafür jedoch 6 Nieren und 5 Herzen.

Dendrobena als Angelwurm

Besonders häufig wird der Riesenrotwurm beim Angeln verwendet. Als Köder eignet er sich sehr gut für die verschiedensten Fische. Im Handel kann man ihn deshalb genauso wie Tauwürmer in verschiedenen Angelgeschäften oder auch online kaufen. Ebenfalls möglich ist die eigene Züchtung und Dendrobena Vermehrung. Zu Beginn gilt es einmal zu klären, welche Merkmale diese Regenwurmart überhaupt aufweist.

Riesenrotwurm Merkmale

  • Dendrobenas gehören als Regenwürmer zu den größeren ihrer Art.
  • Typisches Merkmal ist die rötliche Farbe, weshalb auch die Bezeichnung roter Regenwurm geläufig ist.
  • Der Wurm gilt als recht aktiv und kräftig. Er findet als Angelköder, Futterwurm oder Kompostwurm Anwendung.
  • Weitere Bezeichnungen für den roten Regenwurm sind Dendrobena Eisenia Veneta, Dendrobena Veneta oder auch Dendro.

Übrigens: Die Bezeichnung bedeutet auf griechisch so viel wie Baumgeher. Die Atmung erfolgt über die Haut, da die Regenwürmer keine Lunge besitzen. Dafür jedoch die erwähnten 5 Herzen und 6 Nieren. Der Körper des Riesenrotwurms besteht aus Segmenten, die auch als Körperringe bezeichnet werden. Wissenschaftlern zufolge vollziehen die Tiere keinen Schlaf. Bei sehr niedrigen Temperaturen können sie jedoch in eine Winterstarre verfallen.

Vermehrung und Fortpflanzung des Dendrobenas

Wie bei Regenwürmer üblich: Auch der rote Regenwurm ist ein Zwitter. Die Paarung kann also untereinander beliebig stattfinden. Die Vermehrung und Züchtung erfordert deshalb keine genaue Geschlechterbestimmung. Dies erleichtert die Sache enorm. Zu Beginn sollte man sich auf die Suche machen und ein paar Dendrobena Exepmlare sammeln.

Da der Regenwurm kein Selbstbefruchter ist, braucht er dennoch einen Fortpflanzungspartner. Die äußeren Umstände legen fest, wann die Geschlechtsreife stattfindet, in der Regel jedoch mach etwa 150 Tagen oder weniger. Wenn es Zeit für die Paarung ist, heftet sich der Regenwurm an die Bauchseite des anderen Wurms und tauscht mit ihm seine Samen. Anschließend erfolgt die Befruchtung der Regenwurmeier, bzw. Kokons durch die Spermien.

Im Sommer pausiert der Dendrobena in der Regel seine Paarungsaktivitäten. Deshalb findet die Fortpflanzung im Normalfall während des Frühjahres oder im Herbst statt. Die Eier werden dadurch vor Fressfeinden geschützt, dass sie tief in der Erde vergraben werden. Die 8 mm langen, geschlüpften Würmer weisen dann eine rosane Färbung auf und entwickeln sich innerhalb von etwa 100 Tagen zum fertigen Riesenrotwurm.

 

Zucht und Haltung

Wer Dendrobena im Handel kaufen möchte, der erhält sie normalerweise in Packungsgrößen von 15 bis 1000 Stück und kann sie dann zum Angeln oder für andere Zwecke verwenden. Als Kompostwurm beispielsweise ist diese Regenwurmart sehr wertvoll für die Gesundheit des Bodens.

Der Wurm lockert den Boden auf und verwandelt durch sein natürliches Fressverhalten, Nahrung in Dünger. Der Komposthaufen muss jedoch stets feucht gehalten werden – gerade im Sommer ist dies wichtig, um eine Austrocknung zu vermeiden.

Schon die Kokons filtern ihre Umgebung, man kann also bereits mit diesen im Kompost beginnen. Die frisch geschlüpften Würmer können sich so besser an die Bodenverhältnisse gewöhnen. Man kann die Kokons im Garten einfach in Löchern ablegen und mit Erde bedecken. Auf den Komposthaufen können sie einfach gestreut werden.

Für die Haltung ist wichtig zu wissen, dass eine Temperatur von 25 Grad Celsius am besten geeignet ist. Unter Wasser hält sich der Dendrobena zudem sehr lange am Leben und lockt durch seine Bewegungen diverse Fische wie Barsche und Aale an. Dies macht ihn zu einem optimalen Angelköder. Auch als Futter für diverse Reptilien und Fische eignet sich der Wurm sehr gut. Die Geruchsbildung hält sich ebenfalls in Grenzen.

  1. Um Dendrobena-Würmer zu züchten sollten Behälter gewählt werden, die sich gut verschließen lassen.
  2. Die Behälter werden dann mit mehreren Löchern im Deckel ausgestattet, sodass eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleistet ist.
  3. Des Weiteren sollten die Würmer an einen möglichst schattigen oder dunklen Ort gebracht werden.
  4. Idealerweise hält man sie bei 6 bis 8°C, da sie bei 15 bis 18°C besonders lebhaft sind. 45°C sollte man jedoch nicht übersteigen.

Während man eine Temperatur von 25°C beibehält kann die Vermehrung am besten vonstatten gehen. Die Wurmzucht trägt dann ihre Früchte, wenn kleine, gelbliche Eier zu erkennen sind. Nach 40 bis 125 Tagen schlüpfen aus diesen Eiern die ersten Jungen.

Dendrobena füttern und nutzen

Die eigene Dendrobenas Zucht kann dann nach 55 bis etwa 80 Tagen erst richtig beginnen. Es gilt jedoch darauf zu achten, dass die kleinen Würmer nicht durch die Löcher in den Behältern flüchten können. Unbehandelte Erde mit Kaffeepulver und gequollene Eierkartons eignen sich als Substrat Grundlage am besten. Als Nahrung dienen beispielsweise Sägemehl oder Gemüseabfälle. Die fertigen Würmer können dann verfüttert, weiter vermehrt oder als Köder verwendet werden.