Vogelzucht

Vogelzucht

Die Vogelzucht in Käfigen und Volieren dient in erster Linie der Arterhaltung. Sie bedarf in einigen Fällen einer Zuchtgenehmigung. Generell sollten sich Vogelzüchter innerhalb einer offiziellen Vereinigung organisieren und die gezüchteten Vögel mit einem amtlich anerkannten Fußring beringen. Auskünfte zu den einzelnen Vereinigungen gibt die jeweils zuständige untere Naturschutzbehörde.

Vogelzucht durch Züchter

Vogelzucht heißt generell, nicht nur Verantwortung zur Pflege eines Vogels zu übernehmen, sondern gleichzeitig dessen Jungtiere artgerecht zu halten, pflegen und versorgen. Auch die Weitergabe von Jungtieren ist mit äußerster Sorgfaltspflicht zu gewährleisten. In der Regel wird die Vogelzucht dabei als reines Hobby betrieben. In Zooanlagen dient sie aber auch der Dokumentation mittels Zuchtberichten sowie verschiedenen ornithologischen Forschungsbereichen.

  • Engagierte Vogelzüchter unterziehen sich einem Sachkundenachweis.
  • Innerhalb der einzelnen Organisationen findet eine entsprechende Ausbildung statt, die mit einer Prüfung endet.
  • Der jeweilige Vogelzüchter belegt damit, dass er sich mit der Ornithologie und explizit der Vogelzucht in der Gesamtheit auseinandersetzt.
  • Wenngleich diese Sachkundenachweise noch keine gesetzliche Pflicht darstellen, so sind sie doch als Willenserklärung des Einzelnen zu sehen, bewusst Verantwortung für die Kreatur zu übernehmen.

Vogelschutzprogramme

Vogelzucht in Zusammenhang mit Vogelschutzprogrammen wird meist überregional, ja sogar international organisiert. Vom Aussterben bedrohte Arten werden dabei in Gefangenschaft der möglichen Nachzucht zugeführt. Im Idealfall wird bei einem guten Nachzuchterfolg und einer größeren Jungtiermenge die Auswilderung durchgeführt. Auf diese Weise ist es schon mehrfach gelungen, Vogelarten vom Aussterben zu bewahren und für die Nachwelt zu erhalten.

Somit sollten alle Vogelzüchter den Tieren den notwendigen Respekt entgegen bringen, den ein verantwortungsbewusster Umgang unter Einbezug einer artgerechten Tierhaltung mit sich bringt. Nur dann ist es dauerhaft möglich, die Tierwelt zu erhalten und nicht noch mehr Vogelarten in dauerhaften Verlust geraten zu lassen.

Aufzucht von Jungtieren

Die Aufzucht von Jungtieren ist in der Vogelzucht elementarer Bestandteil. Viele Elterntiere führen dies selbständig zu, insofern genügend Futterangebot in den Käfiganlagen vorhanden ist. Manche Tiere jedoch verstoßen ihre Jungen, die dann in Einzelfällen von den Züchtern per Hand aufgezogen werden.

Auch gibt es die grundsätzliche Handaufzucht, die bei Tieren aus dem Brutapparat notwendig ist. Viele Züchter ziehen auch Papageien von Hand auf, da diese als späteres Haustier weitaus zahmer sind. Bei allen Fällen ist jedoch immer die natürliche, elterliche Aufzucht vorzuziehen.

 

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Ruhe und Schutz

Zur Aufzucht von Jungtieren benötigen die Elterntiere ausreichende Ruhe, Schutz und genügend Aufzuchtsfutter, oftmals auch in animalischer Form. Vögel legen ihre Eier zudem gerne in geschlossene Nester, was ein Beringen der Jungtiere erschwert. Bei Kobelbauten ist dies wiederum vereinfacht, da sich der Züchter hier automatische Öffnungen von Haus aus einbaut.

Werden Elterntiere manchmal unverhofft gestört kann es vorkommen, dass sie ihre Jungtiere aus dem Nest schmeißen. Nur selten gelingt es dann, dass diese wieder angenommen werden. In solchen Fällen muss dann der Züchter einspringen und die Aufzucht zu Ende bringen. Wobei dies bei manch kleinen Vogelarten nicht einfach ist bzw. kaum gelingt.

Ebenfalls gibt es Elterntiere, die ihre Jungen zwar ausbrüten, dann aber verhungern lassen. Eigentlich ein sicheres Zeichen, dass irgend ein Element in der Käfighaltung nicht zu ihrer Zufriedenheit gestaltet ist. Es liegt nun am Züchter, dies ausfindig zu machen und abzustellen.