Fische Schwimmtechnik

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Fische sind optimal an das Leben im Wasser angepasst. Das wird nirgendwo deutlicher als bei ihrer eleganten und effizienten Art, sich im Wasser fortzubewegen. Wasser besitzt eine weit größere Dichte als Luft, deshalb ist ein stromlinienförmig gebauter Körper Voraussetzung für eine gute Schwimmtechnik. Auch die Struktur der Haut und die Form des Schwanzes und der Flossen bestimmen die Schwimmgeschwindigkeit.

Fische und ihre Schwimmtechnik

Die Tiefe im Wasser regulieren die meisten Fische über ihre mit Gas gefüllte Schwimmblase. Diese können sie je nach Bedarf vergrößern oder verkleinern. Knorpelfische wie der Hai haben jedoch keine Schwimmblase. Sie regulieren die Tiefe im Wasser allein durch ihre Muskelkraft: dazu müssen sie sich permanent im Wasser bewegen, ein einfaches Stehen im Wasser ist für sie nicht möglich.

Diesen Nachteil einer fehlenden Schwimmblase kompensieren sie durch die besondere Leichtigkeit ihres Knorpelskeletts und über eine ölhaltige Leber.

Ebenfalls ohne Schwimmblase kommen die Makrelen aus: dadurch sind sie besonders wendig und können Angreifern schnell entkommen. Schneller als die meisten anderen Meeresbewohner können sie die Tiefe wechseln, z. B. in große Tiefen hinabstoßen oder sich in Sekundenschnelle zur Wasseroberfläche begeben.

Je nachdem, an welche Lebensbedingungen sich Fische anpassen müssen, haben sie auch unterschiedliche Schwimmtechniken entwickelt. Raubfische sind meist sehr schnell, ihre Schwanzflossen sind so gebaut, dass sie dem Körper einen starken Schub nach vorn verleihen. Andere Fische, vor allem solche, die in Korallen leben, müssen sehr schnell die Schwimmrichtung ändern können. Einige Korallenfische können sogar rückwärts schwimmen.

Schwimmen Fische beim Schlafen?

Auch Fische schlafen. Dabei nimmt der Schlaf genau wie beim Menschen einen Großteil des Fischlebens ein. Viele Menschen wissen nämlich überhaupt nicht, dass auch die Meeresbewohner ihren Schlaf praktizieren.

Sobald die Nachtruhe eintritt, fahren Fische ihre Stoffwechsel herunter, wobei die Atmung der Fische und der Herzschlag reduziert werden. Auf diese Weise wird nicht nur Energie gespart, sondern bleiben die Tiere gleichzeitig auch noch aufmerksam. Bei drohenden Gefahren können sie jetzt blitzschnell wieder aktiv werden.

Es gibt jedoch auch Fische, die sich auf die Seite legen, um zu schlafen. Papageifische sogar umhüllen ihren Körper mit einem Geruchsabsorbierenden Schleim, der sie vor potentiellen Angreifern zu schützen vermag.

Dieser „Schlafanzug“ gehört zu den faszinierenden Dingen des Unterwasserlebens. Fische schwimmen während des Schlafs nicht mehr aktiv, sie schweben entweder im Wasser oder verstecken sich in ihren Unterschlüpfen.