Katzenrassen

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren – schon seit 6000 Jahren. In dieser Zeit begannen die Ägypter, wilde Katzen als Mausjäger in ihren Kornkammern einzusetzen. Schließlich wurden sie sogar als Gottheit verehrt und hielten Einzug in die privaten Räume der Menschen.

Katzenrassen und wilde Katzen

Daneben gab und gibt es natürlich noch viele ungezähmte, wilde Katzen, die weiterhin in der freien Natur leben. Zu ihnen gehören Großkatzen wie Löwe, Jaguar, Leopard oder Tiger und auch Kleinkatzen wie Karakal, Serval, Fischkatze oder Puma. Sie haben sich optimal an die ihre jeweiligen Lebensbedingungen angepasst.

Fischkatzen entwickelten Schwimmhäute zwischen ihren Zehen, um besser schwimmen zu können. Der Kanadische Luchs besitzt besonders breite Pfoten, die ihm ein schnelles Fortkommen in tiefem Schnee ermöglichen. Der Gepard hat Krallen an seinen Füßen, die wie Spikes wirken und eine Sprintgeschwindigkeit von 110 km/h ermöglichen.

Katzenrassen Unterteilung

Eine erste Unterteilung der Katzenarten erfolgt in diese 4 Kategorien:

  • Wilde Katzen
  • Hauskatzen
  • Rassekatzen
  • Wohnungskatzen

Die wichtigste Auflistung der Katzenrassen im Bereich der Hauskatzen erfolgt bei den Kurzhaarkatzen, welche unten festgehalten sind. Neben den Kurzhaarkatzen gibt es allerdings auch noch einige Langhaarkatzen, die von Bedeutung sind. Diese folgen an dieser Stelle.

Bei den Kurzhaarkatzen unterscheidet man generell die Gruppe der British und American Shorthair von den Orientalischen Kurzhaarkatzen. Zur Gruppe der British und American Shorthair gehören viele Katzen, in die aus Großbritannien oder den USA stammen. Einige der Katzenrassen, die in den USA entstanden, gehen auf Katzen zurück, die von Einwanderern nach Amerika gebracht wurden.

Katzen gehören zu den liebsten Haustieren der Deutschen. Schätzungsweise 14 Millionen Miezen leben hierzulande. Welche Rassen besonders verbreitet sind, erfahren Sie im nachfolgenden Text und in einer Infografik mit den beliebtesten Katzenrassen.

Das sind die beliebtesten Katzenrassen in Deutschland

Die Popularität der Katze als Haustier ist ungebrochen. Jedes Jahr wächst die Zahl an Stubentigern in Deutschland. 2006 waren es noch knapp acht Millionen Katzen. Heute sind es fast doppelt so viele – aus den unterschiedlichsten Katzenarten und Rassen.

Doch weil es leider immer wieder vorkommt, dass Haustiere ausgesetzt werden, steigt auch die Anzahl an verwilderten Katzen, sogenannten Streunern. Sie und ihre Nachkommen können zu einer Bedrohung für die Artenvielfalt werden. Denn ohne menschliche Zuwendung und tägliches Futter jagen verwilderte Katzen Vögel, Insekten, Frösche, Eidechsen und kleine Schlangen.

Überblick über die beliebtesten Katzenrassen in Deutschland und Merkmale

Etwa 40 offiziell anerkannte Katzenrassen gibt es auf der Welt. Dabei bringt jede Rasse besondere Charaktereigenschaften und optische Merkmale mit. Doch welche Stubentiger sind in deutschen Haushalten besonders häufig vertreten? Hier ist ein Überblick über die beliebtesten Katzenrassen und ihre Merkmale.

Die Menschen in Deutschland haben so ihre Vorlieben, wenn es um Katzen geht. Vor allem die unkomplizierte Rasse Europäisch Kurzhaar ist populär und weit verbreitet. Aber auch Langhaarkatzen und Rassen mit exotischem Charakter werden hierzulande gerne gehalten.

Katzenrassen Liste

Alle wichtigen Rasseportraits und Steckbriefe zu Katzen. Informationen über die Haltung, Pflege und den Charakter verschiedener Katzenrassen mit Tipps zur Pflege. Außerdem Zahlen und Fakten zur Lebenserwartung.

Hauskatzen

Vor etwa 6000 Jahren begannen die Ägypter mit der Domestikation der Wildkatzen. Insbesondere die Falbkatze, die in weiten Teilen Afrikas verbreitet ist, wurde von Ägyptern zum Fang von Mäusen und anderen Nagetieren genutzt, die sich in den Kornkammern aufhielten.

Geschichte der Hauskatzen in Ägypten

Nach und nach verehrte man die Katzen immer stärker, schließlich gab es unter den Ägyptern sogar eine Katzengöttin, die Bastet genannt wurde. Diese Göttin vereinte zahlreiche positive Attribute: Geschmeidigkeit, Anmut, Schönheit, Kraft und Gefährlichkeit.

Diese Attribute treffen zum Teil auch auf das Wesen der Falbkatzen zu, denn diese beeindrucken durch ihre langen Beine mit einem ausgesprochen eleganten Aussehen. Setzen sie sich, so hat ihr Oberkörper eine beinahe aufrechte Position. Die Verehrung der Falbkatze brachte es mit sich, dass sie nicht allein als Nutztier in den Kornkammern diente, sondern auch zum Haustier wurde. Die Falbkatze stellt somit den Ursprung der heute lebenden Hauskatzen dar.

Hauskatzen beim Menschen

Die Hauskatzen wurden seither unter der Kontrolle des Menschen gezüchtet. Durch die Domestizierung haben sie sich jedoch gegenüber ihrer ursprünglichen Art verändert. Wie bei allen Haustieren kann man bei den Katzen einen Rückgang der triebgesteuerten Instinkte gegenüber ihren noch in Freiheit lebenden Artgenossen erkennen.

Haltung und Unterschiede

Die Triebe der Reviermarkierung, der Aufzucht von Jungtieren und des Beutefangs sind beispielsweise wesentlich geringer ausgeprägt als bei Wildkatzen. Dennoch sind gerade bei Katzen, im Gegensatz zu anderen Haustieren, die ursprünglichen Triebe am lebendigsten.

Wesentliche Unterschiede zwischen Wild- und Hauskatze zeigen sich beispielsweise bei der Länge des Darms. Wildkatzen sind darüber hinaus in der Regel weit kräftiger gebaut als Hauskatzen. Außerdem verfügen Wildkatzen meist über ein größeres Gehirn als Hauskatzen.

Katzen und Kinder

Wenn ein neugeborenes Baby in die Familie kommt und eine Katze vorhanden ist, muss man das Tier an die neuen Gegebenheiten gewöhnen. Dazu gehört auch, dass die Katze sich dem Baby nähert und es beschnuppert – schließlich riecht es ziemlich ungewohnt. Man sollte dabei immer anwesend sein, damit man die Reaktionen des Tieres auf diese Neuerung beobachten kann und auch wirklich nichts passiert.

Katzen und Kinder sowie Kleinkinder

Hat sich das Tier an das neue Familienmitglied gewöhnt, ist der erste Schritt geschafft. Dennoch sollte man eine Katze niemals unbeaufsichtigt mit einem Baby alleine lassen. Zu groß ist das Risiko, dass die Katze – auch ohne böse Absichten – dem Kind schaden kann.

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So etwa, wenn sie sich zum Schlafen in die warme Wiege zu dem Baby legt und das Kind dadurch nicht genügend Luft bekommt. Auch wenn das Baby die Hautrolle spielt, sollte man nicht sein Tier vergessen. Es könnte ansonsten mit Frustration und Aggression reagieren. Das tägliche Spielprogramm bleibt Pflicht. Bei Kleinkindern sollte man besonders auf Hygiene achten.

Kindern Umgang mit der Katze beibringen

Sind die Kinder erst einmal älter, sollte man ihnen von Grund auf beibringen, wie man mit einer Katze umgehen muss. Dazu gehört die richtige Technik des Hochhebens genauso wie die simple Erkenntnis, dass Tiere nicht geärgert oder gar geschlagen werden dürfen.

Auch sollten Kinder daran gewöhnt werden, keine allzu lauten Geräusche von sich zu geben, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe zu dem Tier befinden. Erklärt man den Kindern diese Notwendigkeit in einem ausreichenden Maß und begründet sie überzeugend, spricht nichts dagegen, dass diese Spielregeln befolgt werden und Katze und Kind gute Freunde werden können.

Wohnungskatzen

Es gibt verschiedene Gründe, warum Katzen in der Wohnung gehalten werden. Manche Vermieter erlauben die Katzenhaltung nur unter der Voraussetzung, dass die Stubentiger im Haus gehalten werden und nicht in seinem Garten herumstreunen. Manchmal lässt der Standort der Wohnung auch gar nichts anderes als Wohnungshaltung zu, denn ohne Grundstück und an einer stark befahrenen Straße mitten in der Stadt mag niemand seinen Liebling dieser Gefahr aussetzen.

Rassekatzen als Wohnungskatzen

Bei Rassekatzen ist es auch aus finanziellen Gründen durchaus üblich, die Katze in der Wohnung zu halten. Die Aussicht, dass das Tier überfahren oder gestohlen wird, bedeutet nicht nur einen persönlichen, sondern auch noch einen finanziellen Verlust.

Obwohl es für Katzen ohne Frage besser ist, wenn sie Freilauf bekommen, können auch Wohnungskatzen ein schönes Leben führen. Die Lebenserwartung von Wohnungskatzen ist überdies höher als die freilaufender Katzen, denn die Gefahr überfahren oder auf andere Weise getötet zu werden oder sich mit gefährlichen Krankheiten anzustecken besteht bei der Haltung in der Wohnung nicht.

Wohnungskatzen halten und pflegen

Am besten kommen Katzen mit dieser Art der Haltung zurecht, die nie etwas anderes kennen gelernt haben. Deshalb sollten für eine reine Wohnungshaltung am besten ganz junge Katzen gewählt werden, die noch kein anderes Umfeld erleben durften. Die Besitzer können viel dafür tun, dass ihre Wohnungskatze sich trotz der für Katzenverhältnisse beengten Räumlichkeiten wohlfühlt:

  • Zunächst einmal sollten Möglichkeiten zum Klettern gegeben sein, am besten über mehrere Etagen innerhalb der Wohnung.
  • Das kann durch mindestens einen, besser mehrere Kletterbäume ermöglicht werden, die in der Nähe von Schränken, auf die die Katze von dort aus springen kann, aufgestellt werden.
  • Ganz entgegen weit verbreiteter Meinungen sind Katzen keine Einzelgänger. Die meisten von ihnen vertragen sich sehr gut mit einem oder mehreren Artgenossen.
  • Gerade bei einer Haltung in der Wohnung, wenn der Besitzer auch noch oft außer Haus muss, sollten auf jeden Fall zwei Tiere gehalten werden, die sich gegenseitig beschäftigen und Gesellschaft leisten.

Neue Wohnungskatze

Auch zwischen zwei Tieren, die nicht von Geburt an zusammen sind, sondern erst später zusammen geführt werden, kann eine tiefe Verbundenheit und Liebe entstehen. Wie tief diese Liebe gehen kann, erkennt der Besitzer oft erst, wenn eines der Tiere verstirbt. Nicht wenige Katzen sind in der Zeit danach regelrecht krank vor Trauer.

Eine Wohnungskatze geht nicht nur zu ihrem Menschen, sondern auch zu den anderen in der Wohnung lebenden Tieren eine tiefe Bindung ein. Anders, als es bei Katzen der Fall ist, die den ganzen Tag draußen sind und bestenfalls die Nacht im Haus verbringen.

Klettermöglichkeiten und andere Dinge

Neben vielen Klettermöglichkeiten sollten für die Wohnungskatzen auch andere Dinge bereitstehen, die ihnen das Leben so angenehm wie möglich machen. Dazu gehört ein ausreichendes Angebot an Spielzeug, welches speziell auf Katzen zugeschnitten ist und eine oder zwei Katzentoiletten an einem festen Platz. Diese Toiletten sollten nicht nur im Interesse der Katze peinlich sauber gehalten werden, denn von einer verunreinigten Toilette geht eine ziemliche Geruchsbelästigung aus.

Weitere Tipps zur Haltung von reinen Wohnungskatzen

Da Katzen bis zu 16 Stunden am Tag schlafend verbringen und auch gern einmal ihre Ruhe haben, sollte dem durch gemütliche Schlafplätze und Rückzugsmöglichkeiten wie zum Beispiel Höhlen Rechnung getragen werden. Das muss nicht viel kosten und bedeutet recht wenig Aufwand. Eine Kuschelhöhle ist zum Beispiel schnell selbst gemacht.

Kuschelhöhle selber bauen

  1. Dazu wird ein stabiler Karton benötigt, der sich nach allen Seiten verschließen lässt.
  2. Der Karton kann innen und außen mit einem Reststück Teppich bezogen werden.
  3. In eine Seite des Kartons wird ein Loch geschnitten, das groß genug ist, damit die Katze hindurchpasst.
  4. Der Boden kann dann noch mit einem Kissen oder einer weichen Decke ausgelegt werden und fertig ist die neue Behausung.

Oft haben die Tiere ihre ganz eigenen Lieblings-Schlafplätze, die dann mit Decken, Handtüchern oder Kissen ein wenig gemütlicher gemacht werden. Beliebte Schlafplätze sind vor allem im Winter Fensterbänke über der Heizung, hohe Schränke, von denen aus die Katze alles im Blick hat und, falls sie Zutritt zum Schlafzimmer hat, auf oder unter dem Bett.

Zärtlichkeit und Zuwendung

All diese Dinge nützen aber nichts, wenn das Tier den ganzen Tag sich selbst überlassen wird. Katzen brauchen Zärtlichkeit und Zuwendung wie die Luft zum Atmen und außerdem einen geeigneten Spielpartner. Besonders, wenn die Katze allein gehalten wird, sollte ihr Mensch sich regelmäßig Zeit zum Spielen und Schmusen nehmen, am besten immer zur selben Zeit. Die Tiere lernen recht schnell, wann „ihre“ Zeit ist. Diese Regelmäßigkeit tut nicht nur der Katze gut, sondern auch ihrem Besitzer.

Rassekatzen

Im Allgemeinen wählen Katzen ihren Sexualpartner frei, deswegen kommt es häufig zur Durchmischung einzelner Rassen. Die planmäßige Züchtung nach Rassen begann man erst vor ca. 140 Jahren. Mitunter wurden dabei auch Hauskatzen mit Wildkatzen gekreuzt. Aus diesen Kreuzungen entstanden Rassen wie die Bengal-Katze, denen man ihre Herkunft z. B. aufgrund ihrer enormen Sprungkraft noch anmerkt.

Andere Rassen bildeten ihre Merkmale durch einen Gendefekt aus. So hat die Manx-Katze keinen Schwanz, die Rexkatze ein ausgeprägtes Lockenfell und die Sphynx-Katze überhaupt kein Fell.

Was sind Rassekatzen?

Rassekatzen werden gemäß einem Rassestandard nach den Richtlinien des felinologischen Dachverbandes gezüchtet. Dabei werden sie in der Regel über Generationen rein gezüchtet.

  • Insgesamt variieren die Katzenrassen weit weniger stark in ihrem Aussehen als zum Beispiel Hunde.
  • Denn Hunde wurden oft für einen bestimmten Zweck gezüchtet, so z. B. zur Jagd oder zum Hüten von Schafen.
  • Schoßhunde mussten dagegen einfach nur gut aussehen.
  • Katzen ließen sich aber nicht so weit domestizieren, dass sie bestimmte Aufgaben für den Menschen erfüllen.
  • Die Züchtung orientiert sich deshalb auch hauptsächlich auf ihr Aussehen.

Rassekatzen: Kurzhaarkatzen und Langhaarkatzen

Bei den Rassekatzen unterscheidet man grob zwischen Kurzhaarkatzen und Langhaarkatzen. Daneben gibt es aber auch eine Vielzahl extremer Züchtungen, die nicht in diese Klassifikation passen. Kurzhaarrassen entstammen hauptsächlich der Linie der Europäischen Hauskatze sowie der Linie der asiatischen Kurzhaarrassen.

Europäische Hauskatze

Die Europäische Hauskatze ist ein direkter Nachfahre der in Ägypten domestizierten Falbkatze und nicht der Europäischen Wildkatze – wie oft fälschlich angenommen. Wie die Falbkatze hat auch die Europäischen Hauskatze vergleichsweise lange Beine, ein dichtes Fell und einen kräftigen, spitz zulaufenden Schwanz.

Langhaarkatzen

Langhaarkatzen gehen auf die Türkischen Katzen zurück. Sie sind seit dem 16. Jahrhundert bekannt, wurden jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Europa importiert. Nicht allein durch ihre Felllänge unterscheiden sie sich deutlich von den Europäischen Hauskatzen. Ihr Gesicht wirkt breiter, ihr Körper ist in der Regel größer. Im Gegensatz zur Europäischen Hauskatze brauchen sie eine tägliche Pflege ihres Fells, damit es nicht verfilzt. Die älteste Langhaarkatze ist vermutlich die Angorakatze.

Mischformen

Heute gibt es neben den Kurz- und Langhaarkatzen auch Mischformen, wie etwa die Halblanghaarkatzen. Extreme Züchtungen haben jedoch auch zu Missbildungen geführt. Häufig müssen ungewöhnliche Züchtungen mit Problemen wie Taubheit kämpfen.

Rassekatze oder Hauskatze?

Wenn die Entscheidung gefallen ist, das Heim mit einer oder gar mehreren Katzen zu teilen, stellt sich die Frage, welche Katze es denn nun sein soll. Gewöhnliche Hauskatze oder Rassekatze und wenn ja, welche.

Rassekatze oder Hauskatze

Manchen Katzenbesitzern wider Willen wird diese Fragestellung ganz einfach von der Katze abgenommen, die plötzlich morgens vor seiner Tür sitzt und damit die Entscheidung für „ihren“ Menschen längst gefällt hat. Ähnliches erleben künftige Katzenbesitzer, die sich in einem Tierheim nach dem geeigneten Hausgenossen umsehen. Oft werden sie schon von Beginn an von einer bestimmten Katze mit Beschlag belegt, so dass ihnen gar nichts anderes übrig bleibt, als genau dieses Tier mit nach Hause zu nehmen.

Wer sich für ein Tier aus dem Tierheim entscheidet, tut nicht nur Gutes, sondern wird mit einem besonders dankbaren Hausgenossen belohnt. Selbst wenn eher eine Rassekatze gewünscht wird, lohnt es sich, in den Tierheimen in der näheren Umgebung nachzufragen oder persönlich dort vorbeizuschauen. Leider bleiben auch Rassekatzen nicht davon verschont, von ihren Besitzern verstoßen zu werden.

Wer keine Eile hat mit der Anschaffung der Katze, sondern auch bereit ist, mehrere Monate zu warten, kann seinen Wunsch auch bei den Tierheimen hinterlassen. Sollte eine Katze der bevorzugten Rasse abgegeben werden. Wird das Tierheim sich mit dem Suchenden in Verbindung setzen.

Verschiedenen Gesichtspunkte für die Auswahl

Ob es denn tatsächlich eine Rassekatze sein muss oder ob eine Hauskatze nicht doch die bessere Wahl ist, hängt von verschiedenen Gesichtspunkten ab. Eine Rassekatze muss eigentlich nur dann sein, wenn eine Zucht angestrebt wird. Weitere Gründe, die für eine Rassekatze sprechen, sind bestimmte Wesenszüge, die der Stubentiger haben soll.

Das Wesen ist je nach Rasse recht unterschiedlich. Manche Rassen dulden keinen Konkurrenten neben sich oder kommen in einer kinderreichen Familie, in der es immer recht laut ist, schlecht zurecht, während andere Katzen wie zum Beispiel die Ragdoll alles mit der Ruhe eines Buddhas erträgt und sich so ziemlich alles gefallen lässt, ohne böse zu werden.

Besser eine Rassekatze?

  • Bevor die Entscheidung für eine Rassekatze gefällt wird, ist es wichtig, sich mit den unterschiedlichen Rassebeschreibungen auseinander zu setzen.
  • Das ist nicht nur im Bezug auf das Wesen wichtig, sondern auch hinsichtlich der Pflege.
  • Wer wenig Zeit hat, weil beruflich eingespannt, ist mit einer Langhaarkatze, die täglich gebürstet und gekämmt werden muss, schlecht beraten.
  • Bei manchen Rassen besteht auch die Möglichkeit von zuchtbedingten Defekten, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind.
  • Wer dies aber vorher weiß, erlebt hinterher keine böse Überraschung.

Vorteile von Hauskatzen

Wer einfach nur eine Katze oder gar mehrere Katzen zum Liebhaben sucht, ist auch mit gewöhnlichen Hauskatzen bestens bedient. Der Vorteil dieser Katzen ist, dass sie überaus pflegeleicht und anpassungsfähig sind. Etwaige Erbkrankheiten sind hier kaum zu finden. Die Tiere sind nicht nur von der Statur, sondern auch gesundheitlich überaus robust. Hauskatzen sind verspielt, neugierig, anhänglich und niemals aggressiv.

Darüber hinaus sind gewöhnliche Hauskatzen oft umsonst zu haben, denn viele Privatpersonen suchen händeringend nach einem liebevollen Zuhause für ihren Katzen-Nachwuchs. Die Tierheime erheben zwar eine geringe Gebühr, dafür sind die Tiere dann oft schon geimpft und manchmal auch bereits kastriert worden.

Wilde Katzen

Insgesamt leben auf der Erde etwa 36 Katzenarten, die sich in ihrem Aussehen und ihrer Lebensweise erheblich voneinander unterscheiden. Einige Arten schlossen sich vor tausenden Jahren dem Menschen an. Andere Arten werden niemals domestiziert werden können. Zu ihnen gehören viele der wilden Katzen. Doch in welcher Weise sind die Katzen untereinander verwandt?

Wilde Katzen in Afrika

Afrika ist nach Asien der zweitgrößte Kontinent der Erde. Hier gibt es sowohl Gebiete wie die Sahara, in denen eine extreme Trockenheit herrscht, als auch Gebiete wie die tropischen Regenwälder Zentralafrikas, die besonders feucht sind.

Anpassung an die Bedingungen

Die in Afrika lebenden Katzen haben sich so weit wie möglich diesen Bedingungen angepasst. Die meisten Arten findet man jedoch in Steppen und Savannen. Die Wüste wird von allen Katzenarten gemieden. Dies hat nicht zuletzt – neben der extremen Hitze – auch mit ihren Jagdgewohnheiten zu tun.

Denn Katzen nutzen Verstecke, um sich unbemerkt möglichst nahe an ihre Beute heranzuschleichen, die sie überfallartig oder nach einem kurzen Sprint erlegen. In der Wüste ist ein solches Vorgehen nicht möglich. Angepasst an dieses Jagdverhalten tragen sie meist auch ein Fell, das sie möglichst gut tarnt.

Afrikanischen Wildkatzenarten domestiziert

Einige der afrikanischen Wildkatzenarten gehören zu den Ersten, die vom Menschen domestiziert wurde. Insbesondere die Falbkatze wurde von Ägyptern sehr geschätzt. Diese war sehr nützlich, um etwa die Mäuse aus den Kornkammern fernzuhalten.

Bald wurde sie als Göttin geschätzt. In zahllosen Statuen wurde die erhabene Haltung der Falbkatzen gewürdigt. Denn Falbkatzen verfügen über sehr lange Beine, beim Sitzen befindet sich ihr Körper in einer fast aufrechten Position. Die Würdigung der Falbkatze ging sogar so weit, dass sie beinahe so aufwendig wie Menschen beerdigt wurden.

Doch auch andere Wildkatzen Afrikas faszinieren viele Menschen. Vor allem ihre bisweilen scheue Art macht sie zu geheimnisvollen Wesen, die man nur selten zu Gesicht bekommt. So ranken sich viele Erzählungen um die Afrikanische Goldkatze, die bisher kaum erforscht ist.

Auch der Mut der Schwarzfußkatze ist unter den Stämmen Afrikas legendär. Ihr Mut, so heißt es, lässt sie in der Not auch mit einer Giraffe kämpfen.

Die wilde Katze

Die Familie der Katzen (Felidae) gliedert sich in die Unterfamilien Kleinkatzen (Felinae), zu der etwa 28 Arten gehören, in die Unterfamilie der Großkatzen (Pantherinae), die 7 Arten umfasst, und in die Unterfamilie der Geparden (Acinonychinae), die nur eine Art zählt. Diese Einteilung stammt von Christopher Wozencraft.

Neuere Untersuchungen, bei denen die Zellen der Katzen molekularbiologisch analysiert wurden, legen jedoch eine andere Klassifizierung nahe. Diese Untersuchungen wurden von Stephen J. O’Brien durchgeführt.

Er schlug folgende Dreiteilung vor, die sich an der Stammesgeschichte der Katzen orientiert: Der erste Hauptzweig bildete sich vor etwa 12 Millionen Jahren, hier spricht man auch von der Ozelot-Gruppe, zu der 7 Arten gehören.

Der zweite Hauptzweig entstand vor 8 bis 10 Millionen Jahren, hierbei handelt es sich um die etwa 6 Arten umfassende Wildkatzen-Gruppe. Der dritte Hauptzweig, der auch Großkatzen-Gruppe genannt wird, umfasst alle restlichen Katzen, also etwa 23 Arten. Später, vor etwa 3 bis 7 Millionen spaltete sich der dritte Hauptzweig in weitere Zweige auf.

Geparde

Geparde gelten als die weltweit schnellsten Säugetiere. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 110 km/h. Meist können sie diese Geschwindigkeit jedoch nur auf kurze Distanz halten – oft nicht länger als über 400 bis 600 Metern.

Geparde

Merkmale und Typisierung des Gepards

Geparde sind zum Teil recht groß: Ihre Schulterhöhe beträgt im Extremfall 70 bis 90 cm. Ihr Gewicht liegt bei rund 70 kg. Ihr Fell ist in einem Ocker- oder Gelbton gefärbt und ist übersät mit einer Vielzahl dunkler Flecken. Das Fell auf der Bauchseite ist dagegen weiß oder beige.

Ihr äußerst schlanker Körperbau begünstigt ihre Sprintqualitäten. Zusätzlich verfügen sie über Krallen an den Pfoten, die sie nicht einziehen können.

Diese erhöht die Geschwindigkeit beim Sprint wiederum. Auffallend ist auch der recht kleine Kopf der Geparden. Geparden leben im südöstlichen oder nördlichen Afrika. Unterarten gibt es überdies auch in Vorderasien, insbesondere im Iran.

Jagdverhalten dieser wilden Katze

Bei der Jagd schleichen sich die Geparden so nahe wie möglich an ihre Beute heran, um die zurückzulegende Distanz bei einem Sprint zu verkürzen. Können sie ihre Beute mit einem kurzen Sprint einholen, so bringen sie ihr Opfer zu Fall und töten es mit einem gezielten Biss in die Kehle. Dabei können sie zwar die Kehle nicht – wie Löwen oder Tiger – durchbeißen, dennoch können sie mit ihrem Biss das Beutetier ersticken.

In der Regel jagt der Gepard Gazellen und Antilopen. Manchmal müssen Geparde aber ihre Beute anderen Tieren überlassen, die aufgrund ihrer Zahl – zum Beispiel Hyänen – oder aufgrund ihrer Kraft – zum Beispiel Löwen – überlegen sind.

Löwe

Der König der Tierwelt, der Löwe, lebt im Gegensatz zu vielen anderen Katzenarten im Rudel. Der Körperbau von Männchen und Weibchen unterscheidet sich erheblich.

loewe

Merkmale und Lebensweise des Löwen

Männchen sind an ihrer großen Mähne zu erkennen und sind um fast 30 bis 50 Prozent größer. Mitunter erreichen ausgewachsene Löwen ein Gesamtgewicht von 250 kg. Misst man ihre Länge vom Schwanz bis zum Kopf, so kommt man in der Regel auf drei Meter.

Löwen leben zum größten Teil in der afrikanischen Savanne. Einige Exemplare leben auch in Trockenwäldern und Halbwüsten.

Löwen sind ausgesprochen gute Sprinter, sie können eine Geschwindigkeit von 60 km pro Stunde erreichen; dies jedoch nur auf eine kurze Distanz von wenigen hundert Metern. Verantwortlich hierfür sind auch die sehr kräftigen Vorderbeine.

Sozialverhalten des Löwen

Löwen zeigen ein für Katzen ungewöhnlich stark ausgeprägtes Sozialverhalten. Meist setzt sich das Rudel aus einem oder mehreren Männchen und vielen Weibchen zusammen. Junge Männchen leben dagegen bisweilen einzelgängerisch oder sie bilden mit anderen männlichen Löwen eine Gruppe.

Die Sinnesorgane sind wie bei vielen Raubkatzen hervorragend ausgebildet. Sie können sich leicht bei Nacht orientieren und Geräusche schnell über ihr Gehör orten.

Die Verbreitung des Löwen geht immer mehr zurück. Die Gründe sind Krankheiten und die Jagd auf Löwen durch den Menschen. Heute existieren noch etwa 16.000 bis 30.000 Löwen in der freien Natur.

Säbelzahnkatzen

Bei den Säbelzahnkatzen, die auch bisweilen Säbelzahntiger genannt werden, handelt es sich um eine ausgestorbene Katzenart. Diese trugen zwei charakteristische Säbelzähne, mit denen sie ihre Beute erlegten. Wissenschaftler haben jedoch festgestellt, dass ihr Biss keineswegs sehr viel Kraft hatte.

säbelzahntiger ausgestorben

Bildquelle: Wikipedia.org – Skb8721 aus der englischsprachigen Wikipedia CC BY-SA 3.0

Verhalten und Merkmale der wilden Säbelzahnkatzen

Um ein Beutetier zu töten, musste die Säbelzahnkatze ihr Opfer zunächst mit zwei Pfoten festhalten. Der folgende Biss besaß zudem nur etwa ein Drittel der Kraft, die der Biss von einem heute lebenden Löwen hat. Dies konnte man mittels moderner Computersimulation feststellen.

Die ältesten Funde von Säbelzahnkatzen sind etwa 10 Millionen Jahre alt, die jüngsten Funde rund 10.000 Jahre. Sie lebten wahrscheinlich auf allen Kontinenten, abgesehen von Australien und der Antarktis.

Jagdverhalten der Säbelzahnkatzen

Was die Säbelzahnkatzen fraßen, darüber streitet man in der Forschung noch heute. Möglicherweise jagten sie Beutetiere, vielleicht fraßen sie jedoch auch nur Aas.

Allerdings legt ihre Körpergröße ein aktives Jagdverhalten nahe. Funde in der Nähe von Mammutskeletten deuten daraufhin, dass Säbelzahnkatzen auch recht große Tiere angegriffen haben könnten.

Welche Funktion die Säbelzähne hatten, ist auch unklar. Einige Forscher vermuten, dass die Zähne lediglich die Imponiergebärden der Säbelzahnkatzen unterstützten.

Ob sie damit ihre Beute so tiefe Wunden zufügten, dass diese verbluteten, ist eher fraglich, denn dafür waren die Säbelzähne nicht stabil genug, sie wären abgebrochen. Wahrscheinlicher ist, dass die Säbelzähne dazu dienten, bereits erlegten Tieren die Halsschlagader zu durchtrennen.

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