Delfin-Gattungen

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Keine andere Walart besitzt eine derartige Artenvielfalt wie die Gattungen der Delfine. Selbst unter den Delfinartigen stellt die Großfamilie der Delfine den größten Anteil. Sechs Unterfamilien tummeln sich in den Weltmeeren und angrenzenden Gewässern, da entgegen der weitläufigen Meinung nicht alle Delfine ausschließlich im Salzwasser leben.

Delfin-Gattungen

Neben den Salzwasserdelfinen finden sich Delfine, die sowohl im Salzwasser als auch im Süßwasser leben sowie die reinen Süßwasserdelfine, deren Lebensraum Flüsse bilden. Diese letzteren so genannten Flussdelfine werden aus wissenschaftlicher Sicht zwar nicht zu den normalen Delfinen gezählt, haben jedoch mit der Familie der Delfine viel gemeinsam.

  • Zu den Salzwasserdelfinen zählen die Unterfamilien Delphininae, Lissodelphinae, Cephalorhynchinae, Orcaellinae und Globicephalinae mit jeweils einer unterschiedlichen Anzahl von Gattungen, die ihre besonderen Eigenheiten und Eigenschaften besitzen.
  • Die Unterfamilie Steninae zählt man nur bedingt dazu, da die Zusammenfassung der zu dieser Unterfamilie zählenden Gattungen umstritten ist.

Wer bei Delfinen lediglich an „Flipper“, den Fernsehstar, oder die Delfine aus den zahlreichen Delfinarien und Aquarien denkt, täuscht sich stark über den Artenreichtum, welchen die Natur des Meeres in diese Tierfamilie gesetzt hat.

Delfingattungen in Süß- und Salzwasser

Während sich eine große Zahl der Delfine in den Meeren der Welt im Salzwasser tummeln, gibt es auch einzelne Vertreter dieser Familie, die sich etwas unentschlossener zeigen und in verschiedenen Flussmündungen sowohl das salzige Wasser des Meeres als auch das süße Flusswasser mögen. Diese Delfine werden mit jeweils zwei Arten in die Gattungen Sousa, Orcaella und Sotalia zugeordnet.

Zur Gattung Sousa gehören der Chinesische Weiße Delfin (nicht zu verwechseln mit dem Chinesischen Flussdelfin) und der Kamerunflussdelfin. Wenngleich bei Letzterem der Name darauf hindeutet, gehört der Kamerunflussdelfin nicht zu den als Flussdelfinen gezählten Delfinen, sondern zu den echten Delfinen.

Die Gattung Orcaella wird vom Irwadidelfin und dem Australischen Stupsfinnendelfin bevölkert. Die beiden Arten wurden lange Zeit als eine angesehen, bis im Jahr 2005 die Unterschiede zwischen den beiden Arten die Wissenschaft überzeugten und der Australische Stupsfinnendelfin als eine eigene Art in der wissenschaftlichen Welt Anerkennung fand. Die Gattung Sotalia besitzt genaugenommen nur einen Vertreter, diesen jedoch mit zwei Unterarten: dem Amazonasdelfin und dem Guyana-Delfin.

 

Sousa-Delfin

Die Gattung Sousa umfasst den Chinesischen Weißen Delfin (Sousa chinensis) und den Kamerunflussdelfin (Sousa teuszii), dieser wird jedoch gelegentlich der Gattung Sotalia zugeordnet. Beide Arten unterscheiden sich laut dem bisherigen Stand der Wissenschaft lediglich durch ihr Verbreitungsgebiet und die Färbung, die beim Kamerunflussdelfin von schiefergrau bis bleigrau reicht.

Der Chinesische Weißen Delfin zeigt in jungen Jahren ein Grau, später ein Hellgrau bis weißliches Rosa. Allerdings sind beide Arten noch nicht in größerem Umfang erforscht, sodass die maßgeblichen Erkenntnisse über die Lebensweisen noch ausstehen.

Die Körper dieser Arten sind mit einem Buckel versehen, hinter dem sich eine lang gezogene, sichelförmige Finne erstreckt. Die Flipper hingegen sind breit und abgerundet, die ebenfalls breite Fluke ist gekerbt und läuft spitz aus.

Merkmale und Aussehen

Der Chinesische Weiße Delfin ist dabei mit bis zu 2,6 Metern und 200 kg etwas größer als der schlankere Kamerunflussdelfin, dessen Maximalmaße 2,4 Meter und 150 kg betragen. Beide Arten werden zumeist in kleineren Gruppen, der Kamerunflussdelfin bisweilen auch einzelgängerisch beobachtet.

Der Chinesische Weiße Delfin ist in den Küstengewässern und Mündungsgebieten Indiens und des Ostpazifiks zu Hause. Der Kamerunflussdelfin findet hingegen seine Heimat unter den Flüssen und Küsten Westafrikas. Während jedoch der Chinesische Weiße Delfin sich gerne mit anderen Kleinwalen vergesellschaftet, zeigen die Kamerunflussdelfine ein besonderes Verhältnis zum Menschen. So wird berichtet, dass sie in Mauretanien die Fische zu den Fischernetzen treiben, während die Fischer genügend Fische für den Delfin zurücklassen.