Kleintiere: Liste der Haustiere für Anfänger

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Irgendwann ist immer das erste Mal, das gilt auch für Haustiere. Bloß, welches soll es denn sein? Hund, Katze, Fische oder Kleintiere stehen zur Auswahl. Für welche Lebenssituation sollte man sich zunächst überlegen.

Keine Sorge, es gibt für jeden Menschen das richtige Haustier. Der folgende Artikel zeigt die besten Optionen für Singles, Partnerschaften und Familien. Die Liste der beliebtesten Kleintiere zeigt zudem eine kleine Übersicht.

Kleintiere Liste für Kinder und Erwachsene

  1. Meerschweinchen
  2. Hamster
  3. Kaninchen
  4. Mäuse
  5. Ratten
  6. Degus
  7. Chinchillas
  8. Gerbils
  9. Frettchen
  10. Vögel

Haustiere für Singles

Bei alleinlebenden Singles fallen so manche Tiere aus dem Raster. Schon deshalb, weil diese nicht so lange alleine gelassen werden können, wie es die Single-Alltagsrealität vorgibt. Einen Hund alltäglich acht, neun oder mehr Stunden alleine zu lassen, wäre Rasse trotz einer sorgsamen Erziehung schon Tierquälerei. Doch die Alternativen sind vorhanden, begonnen mit der Katze.

Katzen

Selbstständig, eigenständig, cool. Es gibt schon einen Grund, warum Katzen bei vielen die beliebtesten tierischen Zeitgenossen sind. Für Singles steht dabei vor allem im Raum, dass die Fellnasen keine reinen „Anschau-Tiere“ sind, sondern je nach Rasse und Charakter nicht minder verschmust sind, als Herrchen oder Frauchen.

Trotzdem können sie ziemlich problemlos den Arbeitstag über zuhause gelassen werden, noch viel besser, wenn man sie als Freigänger oder zu zweit hält. Kommt noch das ganze Zubehör hinzu, mit dem man sich und der Katze eine Freude machen kann, herrscht schon fast eine perfekte Mensch-Tier-Beziehung.

Fische

Fische gehören zu den oftmals falsch eingeschätzten Haustieren. Kompliziert in der Anschaffung, sagen manche ihnen nach. Teuer in der Ausrüstung, in dem Wissen, das man erlernen muss, um sie artgerecht zu halten. Selbst dann kann man nichts weiter tun, als vor dem Aquarium zu sitzen und zuzuschauen.

 

Eine ziemlich grobe Verallgemeinerung. Zunächst deshalb, weil es gut und gerne mehrere hundert Zierfischarten gibt – in Süß- und Salzwasser wohlgemerkt. Ebenso wie bei Hunden gibt es da natürlich Rassen, die mehr Pflege benötigen und höhere Ansprüche stellen. Aber es gibt auch das genaue Gegenteil. Fische, die einem nur ein Minimum an Aufwand machen.

  • Wenn man diese „Unterwasserfreunde“ anpeilt, sind Anschaffung und Ausstattung ihres Domizils eine ziemlich einfache Sache.
  • Es reicht die Rechenregel „1,5-2 Liter pro Zentimeter Fischlänge“. Wenn man keine ganzen Schwärme halten will, passt ein solches Aquarium ins Bücherregal.
  • Dazu die Innenausstattung, Pflanzen, Beleuchtung, Filter und Heizstab und es kann losgehen.
  • Zum Thema Anfassen: Nicht jeder Single braucht, wenn er heimkommt, ein Kuschel-Haustier.

Tiere für Anfänger: Paare

Paare sind sehr unterschiedlich. Mit etwas Pech und entsprechenden Jobs haben sie die gleichen Tierhaltungsprobleme wie Singles. Doch wenn das nicht der Fall ist, vielleicht einer nur halbtags oder zu anderen Tageszeiten arbeitet, gibt es sehr schöne Alternativen, die natürlich auch die Tiere aus dem vorherigen Abschnitt inkludieren, aber noch darüber hinausgehen.

Weißbauchigel

Ein Igel als Kleintier für Anfänger? Oh ja. Denn es gibt kaum putzigere Zeitgenossen (zumindest nicht in dieser Größenordnung), die einem noch weniger Arbeit machen, dazu aber einen unvergleichlichen (Exoten-)Charme haben.

Afrikanische Weißbauchigel, so der vollständige Name, sind erst seit einigen Jahren als Haustiere bekannt, mittlerweile gibt es aber in jeder deutschen Stadt Züchter, bei denen man sie bekommt. Gehalten werden sie in einem von vorne zu öffnenden Terrarium (weshalb sich hier auch Heimwerker toll austoben können).

Dazu brauchen sie nur eine Wärmelampe, etwas Spielzeug und in ihrem Terrarium eine Eck-Toilette mit Katzenstreu, Igel sind nämlich ziemlich reinlich.

Gefüttert werden sie mit trockenem (und ab und zu als Leckerli nassem) Katzenfutter. Und sie sind nachtaktiv. Das bedeutet, sie werden munter, wenn der Arbeitstag beendet ist. Setzt man sie dann auf den Zimmerboden (und achtet darauf, dass sie nicht hinter Schränke und Co. laufen können) kann man den „Stachelkumpanen“ mit Erstaunen zuschauen, wie sie mit einem Tempo, das man bei den kurzen Beinchen nie vermuten würde, durch die Gegend sausen.

Hunde

Wenn der Arbeitstag der Partner so getimt ist, dass ein Hund nicht länger als vier Stunden alleine ist, gibt es (außer dem Vermieter vielleicht) keine Hürden mehr, die gegen einen Hund sprächen. Die Vorteile dieser Tiere, ihre Anhänglichkeit und Spieltrieb sind einfach unvergleichlich. Es gibt praktisch keine Tierart, die so sehr zum Familienmitglied wird.

Allerdings müssen gerade Anfänger aufpassen. Denn manche der vielen Rassen haben auch ihren eigenen Kopf, benötigen Erziehung und Strenge, die man ohne Hunde-Routine einfach noch nicht besitzt. Wer es einfacher haben will, setzt auf folgende Rassen bzw. Mischlinge davon:

  • Golden- und Labrador-Retriever
  • Papillon
  • Französische Bulldogge
  • Leonberger
  • Cavalier King
  • Malteser

Dabei sollte man die Größe nicht nach den eigenen Wünschen ausrichten, sondern ausschließlich dem eigenen Lebensumfeld. Sprich, Paare mit Haus und Garten können eher zu größeren Rassen greifen als Großstadtbewohner mit Mini-Wohnung.

Gute Haustiere für Familien

Wenn man von Familientieren spricht, meint man zwar Papa, Mama, Kinder. In der Realität sind jedoch meistens letztere sowohl das ausschlaggebende Zünglein an der Waage für die Anschaffung wie auch diejenigen, die am meisten mit den Tieren zu tun haben.

Doch: nur weil es klein und süß ist, ist es noch längst nicht familientauglich. Hamster etwa sind viel zu schreckhaft, zudem nachtaktiv und auch keineswegs „knuddeltauglich“. Anfänger greifen besser zu anderen Klassikern.

Meerschweinchen

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Pfiffiges Aussehen, günstig in Anschaffung und Haltung und schon für Kinder ab vier Jahren geeignet. Meerschweinchen sind nicht umsonst schon seit vielen Jahrzehnten die Renner in jedem Kinderzimmer. Anfänger brauchen nur ein ausreichend großes Vivarium (mindestens 100x50cm Grundfläche), dazu Trinkflasche, Schlafhäuschen und Futternäpfe.

Wichtig ist, dass Meerschweinchen niemals alleine gehalten werden sollten. Mindestens ein Pärchen sollte es sein, drei oder vier Tiere sind noch besser, weil die kleinen Fellbündel auch in der Natur in Gruppen zusammenleben. Wer allerdings eine „Bevölkerungsexplosion“ vermeiden will, sollte darauf achten, nur Männchen oder nur Weibchen (letztere gelten als friedlicher) zusammenzustecken.

Zudem braucht es Heu und so viel Grünfutter wie möglich. Am besten ist es, wenn die Tiere, ganz wie im Freien, den ganzen Tag über knabbern können. Was viele nicht wissen: Mit etwas Geduld kann man die Nager sogar dazu erziehen, eine Streu-Toilette zu benutzen.

Kaninchen

Auch Kaninchen aller Größenordnungen haben seit Jahren einen festen Platz als Familientiere und gehören zu den beliebtesten Kleintieren in dieser Liste. Allerdings sind sie nicht so bedingungslos tauglich wie Meerschweinchen. Kaninchen haben einen ziemlich starken Charakter. Manche lassen sich nur äußerst ungerne anfassen, wo andere (oft sogar aus dem gleichen Wurf) sich mit Wonne stundenlang von den Kindern kraulen lassen.

Was Kaninchen aber zu einem tollen Familientier macht (neben der Tatsache, dass sie in der Haltung ähnlich unkompliziert sind wie Meerschweinchen) ist ihre Lebenserwartung. Acht Jahre lassen sich praktisch in jedem Fall erreichen, manche Tiere erreichen auch (niedrige) zweistellige Jahreszahlen. Damit werden sie zu einem Begleiter von der Grundschule bis vielleicht sogar ins junge Erwachsenenalter hinein.

Was noch zu beachten ist

Bei Familientieren muss vor allem der Charakter des Kindes sowie sein Alter vor der Entscheidung pro Tier beachtet werden. Energiereiche, ungestüme Kinder können für die hier genannten Tiere zu viel Elan entwickeln. Ihnen mangelt es manchmal an der Feinfühligkeit, die es braucht, um die Tiere mit der gebotenen Vorsicht zu behandeln; Knochenbrüche bei Meerschweinchen und Kaninchen sind bei zu „robustem“ Knuddeln schnell passiert.

  • Beim Alter sollten Eltern vor dem vierten, fünften Geburtstag gar nicht an ein Tier denken.
  • Für Hunde, auch die oben genannten anfängertauglichen Rassen, sollte ein Kind, wenn es echte Verantwortung entwickeln und übernehmen soll, mindestens zehn, besser zwölf Jahre alt sein.
  • Exoten wie Schildkröten o.Ä. haben bei Kindern generell nichts verloren.
  • Primär deshalb, weil sie schon von Erwachsenen sehr viel Routine und Erfahrung im Umgang mit Tieren erfordern.

Außerdem, weil die natürlichen Lebensstile den Anforderungen, die ein Kind an ein Haustier stellt, meistens überhaupt nicht gerecht werden.