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Beispiel eines Rassehundes

Was kostet ein Hund wirklich? Experten beobachten leider viel zu oft die sorglose Anschaffung eines Hundewelpen durch Familien, ohne dass in den Haushalten ein Gedanke an die nächsten Jahre verschwendet wird. Dabei wächst ein kleiner Welpe im Lauf der kommenden Monate zu einem erwachsenen Rassehund heran und kann mitunter Schulterhöhen von fast einem Meter erreichen. Nicht nur deshalb lohnt es sich, vor dem eigentlichen Kauf eine grundlegende Kalkulation durchzuführen, mit welcher geklärt werden soll, in welcher Höhe überhaupt mit Kosten zu rechnen ist.

Und für einen echten Rassehund kommt man hier sicher zu einem beeindruckenden Ergebnis. Im ersten Schritt stehen natürlich die Anschaffungskosten im Mittelpunkt. Für das hier untersuchte Beispiel eines Rassehundes ist die Wahl auf den Rhodesian Ridgeback gefallen, eine Rasse aus dem südlichen Afrika, deren Vertreter früher vor allem als Jagd- und Wachhunde zum Einsatz kamen. Allein die Anschaffungskosten für geimpfte, entwurmte und mit Papieren ausgestattete Exemplare schwanken im Minimum zwischen 500,- bzw. 700,- EUR und erreichen schnell Beträge jenseits der Grenze von 1000,- EUR. Damit bildet der Rhodesian Ridgeback die Situation bei Rassehunden deutlich ab. In der Grundausstattung muss anschließend mit etwa 100,- bis 200,- EUR gerechnet werden, die für Fressnäpfe, Leine sowie Halsband, Maul- bzw. Schlafkorb und Decken bzw. Bürsten ausgegeben werden.

Addiert ergibt sich also bereits hier eine Anfangssumme von schätzungsweise 1.000,- bis 1.500,- EUR. An dieser Stelle müssen aber noch Ausgaben für eine Hundehalterhaftpflichtversicherung, Hundesteuer und regelmäßige Besuche beim Tierarzt in die Aufstellung der Kosten einfließen. Für den letztgenannten Posten sollten etwa 150,- EUR pro Jahr eingeplant werden, wogegen die Ausgaben für Hundehaftpflicht und Steuer je nach Rasse und Wohnort stark variieren können. Letztere kann im vorliegenden Beispiel zwischen 60,- bzw. 70,- EUR und 120,- EUR oder mehr schwanken. Gleiches gilt für die Versicherung, für welche aber mindestens 40,- EUR pro Jahr einzuplanen sind.

Aufsummiert ergeben sich also bereits jetzt mehr als 300,- EUR, welche pro Jahr allein auf den Hund entfallen, ohne dass Geld für Futter ausgegeben wurde. Addiert man dieses für einen ausgewachsenen Rhodesian Ridgeback (ein 32 Kilogramm schwerer Rüde kostet pro Monat etwa 30,- EUR) noch dazu, so entsteht schnell eine Summe von annähernd 700,- EUR, die neben den Anschaffungskosten allein auf den Hund entfällt. Und an dieser Stelle sind noch keine außerplanmäßigen Ausgaben für neue Halsbänder, Leinen oder größere Eingriffe beim Tierarzt enthalten.