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Unterhalt und Pflege

Katzen in den eigenen vier Wänden halten, bereichert zwar den Alltag aller Familienmitglieder, ob sich die Katze aber wohlfühlt, hängt von mehreren Faktoren ab. Gerade in Großstädten lohnt die Frage, ob eine Anschaffung überhaupt vertreten werden kann. Katzen sind und bleiben nun einmal Tiere, die in freier Wildbahn große Areale als Jagdrevier beanspruchen. Dieser Tatsache sollten auch die neuen Besitzer Rechnung tragen. Eine 1- oder 2-Zimmer-Wohnung ohne Freilauf ist für eine Hauskatze in den ersten Lebenswochen vielleicht in idealer Spielplatz, eine artgerechte Dauerlösung sieht dagegen anders aus. Um die Katze nach ihrer Ankunft in die neue Familie einzubinden und ein Kennenlernen des neuen „Revieres“ zu ermöglichen, sollten Zimmertüren immer offen stehen.

So kann der Stubentiger seine Lieblingsplätze und Verstecke suchen, ohne auf Barrieren zu stoßen. Natürlich bekommt jeder Vierbeiner irgendwann Hunger und verlangt nach Futter. Oft beginnen meist hier die ersten Probleme, denn so mancher Haushalt benutzt die Katze quasi als „Müllschlucker“ und lässt ihr Speisereste zukommen. Was für den Menschen eine vollwertige Mahlzeit darstellt, muss für einen Stubentiger noch lange nicht gesund sein. Generell gilt für Katzen ein hoher Fleischanteil als Grundvoraussetzung für die Ernährung, auf Kohlehydrate kann dagegen weitestgehend verzichtet werden, was auch für Gemüse gilt. Werden Fertigprodukte gefüttert, lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsangaben, da nur höherwertige Artikel auch die notwendigen Fleischmengen enthalten. Leider ist eine solche Ernährung nicht ganz billig, weshalb immer wieder Produkte aus Schlachtabfällen und anderen Zusätzen im Futternapf landen. Wer sich für eine Katze entscheidet, muss sich also mit dem Gedanken anfreunden, beim Futter etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Ein weiterer Kostenfaktor in der Katzenhaltung betrifft den Besuch beim Tierarzt, da in regelmäßigen Abständen Schutzimpfungen und Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden sollten.

Daneben wird von Zeit zu Zeit auch die Katzengesundheit etwas stärker beansprucht, was wiederum einen Tierarzt auf den Plan ruft. Und jede Behandlung hat ihren Preis. Einer der letzten Punkte, die bei Pflege und Unterhalt angesprochen werden müssen, betrifft die Versicherung einer Katze. Krankenversicherungen lohnen sich nur bei echten Rassetieren, die außerdem Zuchtzwecken dienen. Mit einer speziellen Halterhaftpflicht sorgen dagegen Besitzer gegen eventuelle Schadenersatzansprüche vor, wenn der sonst so handzahme Stubentiger den Jagdtrieb wiederentdeckt und sich an den prämierten Papageien des Nachbarn zu schaffen macht.